Allseitiger Angriff

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Ein Fleck ist ein räumlich begrenzter Teilbereich einer Oberfläche, der sich optisch vom Gesamteindruck abhebt. Inwieweit eine Verfleckung beziehungsweise Verfärbung erkannt wird, hängt vom individuellen Sehvermögen des Betrachters ab. Um geeignete Reinigungs- oder Schutzmaßnahmen durchzuführen, sollte man wissen, wie Flecke entstehen und was man tun muss, um sie zu vermeiden.

verfleckungen
Gerade Badausstattungen sind einer Vielzahl von Fleckbildnern ausgesetzt. Von Seifen über Kosmetik bis zu Nagellack kann vieles danebentropfen. (Foto: Steinmetz & Steffens / Longuich)
Verfleckungen Granit
Auch bei kompakten Gesteinen wie Graniten kann es im Bereich der transluzenten Minerale (Quarz, Feldspäte) zu Verfleckungen kommen. (Foto: Abraxas Stone Experts / Hasede)
verfleckungen Sandstein
Bei Sandsteinen bietet die raue Oberfläche Schmutzpartikeln gute Verkrallungs möglichkeiten. (Foto: Abraxas Stone Experts / Hasede)
verfleckungen Migmatiten
Bei stark gewolkten Migmatiten ist vor allem in den dunklen Gesteinspartien (Paläosom) eine Fleckbildung möglich. (Foto: Abraxas Stone Experts / Hasede)
SCM Staincheck Method
Das bei der „SCM Staincheck Method“ eingesetzte Colormeter hat im Vergleich zum menschlichen Auge ein zehnfach höheres Auflösungsvermögen. (Foto: FILA surface care solutions / Martino di Lupari, Italien)
Imprägnierung Naturstein
Imprägnierungen wirken im oberen Kapillarraum. (Foto: FILA surface care solutions / Martino di Lupari, Italien)
Gelbverfärbung durch Mineralumwandlung
Gelbverfärbung durch Mineralumwandlung. (Foto: Informationsdienst Naturstein / Trier)

Einwirkung von oben und unten

Meist entstehen Flecke bei Nutzung durch den Eintrag von Fremdstoffen, die von oben in das Kapillarsystem des Steins gelangen. Wasser dient dabei häufig als Transportmedium.
Flecke können auch während der Verlegung entstehen. Handelt es sich hierbei lediglich um Überschusswasser, das zu einer Dunkelfärbung führt, so ist dies ein reversibler (rückschreitender) Prozess. Da es sich bei den meisten Natursteinen um kapillaroffene Systeme handelt, erfolgt diese Rücktrocknung nicht nur über die Fugen, sondern das Überschusswasser kann auch durch den Stein hindurch an die Oberfläche gelangen.

Verfleckungen und Verfleckungsverhalten von Naturstein

Je nach Mineralbestand des Steins kann es auch ohne äußeren Eintrag von Fremdstoff zu Fleckbildungen kommen. Hierbei handelt es sich meist um Verfärbungen, die durch Eisen abspaltende Minerale ausgelöst werden. Bezüglich des Verfleckungsverhaltens gibt es zwischen den Gesteinsfamilien und selbst innerhalb der jeweiligen Handelssorten große Unterschiede. Erst im Mai 2013 erschien die EN 16301 „Prüfverfahren für Naturstein – Bestimmung der Empfindlichkeit gegen unbeabsichtigte Fleckenbildung“, doch hierbei handelt es sich um ein subjektives Prüfverfahren.

Was kann man mit der „SCM Staincheck Method“ bestimmen?

Mit der „SCM Staincheck Method“ lassen sich Sachverhalte rekonstruieren. Neben Stein und Fleckbildner hat auch die Einwirkdauer entscheidenden Einfluss auf das Verfleckungsverhalten. Da die Messungen über den gesamten L-A-B-Farbraum erfolgen, können mit dieser Methode alle Veränderungen festgestellt werden.

Lesen Sie mehr über die Verfleckung und Verfärbung von Naturstein in STEIN 02/2017.

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Natursteine schützen mit Imprägnierungen

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Was sind Imprägnierungen?

Stone+tec abgesagt – Unsere Messe-Themen für Sie zum Nachlesen.

Die derzeitige Situation trifft die gesamte Wirtschaft und hat auch vor der Natursteinbranche keinen Halt gemacht. Planungen für die Stone+tec in Nürnberg waren bereits in vollem Gange und wurden mit Absage der Messe obsolet.

Unser Fokus für die Messe lag auf Imprägnierungen. Wir möchten Ihnen die Inhalte nicht vorenthalten und haben die häufigsten Fragen zusammengefasst. Einen Auszug finden Sie hier – die komplette Aufstellung auf unserer Website: www.lithofin.de/impraegnierungen

Imprägnierungen beugen tiefsitzenden Verschmutzungen von Natursteinoberflächen vor, indem sie in das Gesteinsgefüge einziehen. Durch die reduzierte kapillare Saugfähigkeit können Flecken durch Wasser, Fett und Öl kaum noch entstehen.

Wo werden Imprägnierungen eingesetzt?

Sinnvoll ist der Einsatz von Imprägnierung dort, wo Natursteinoberflächen extremen Fleckbildnern (z.B. Fette, Öle) ausgesetzt sind. Dies können Küchenarbeitsplatten, Waschtische, Böden im Innen- oder Außenbereich sein.

Was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

Es können nur Ergebnisse erzielt werden, wenn der Belag trocken, sauber und fettfrei ist. Um die Schutzwirkung entfalten zu können, bedarf es der korrekten Verarbeitung.

Warten Sie die richtigen Temperaturen ab: Die optimale Oberflächentemperatur liegt zwischen 10°C und 25°C. Rechnen Sie mit einer Trocknungsdauer von ca. 20 – 30 Minuten, je nach Temperatur und Untergrund. Die volle Schutzwirkung entsteht innerhalb von etwa 2 bis 5 Tagen. Während dieser Zeit sollte die Fläche nicht mit Wasser oder Öl belastet werden.

Nutzen sich Imprägnierungen ab?

Der Schutz von imprägnierten Küchenarbeitsplatten verliert auf Grund der täglichen Belastung durch Öl und Fett auf Dauer seine Wirkung. Diese sollte daher gelegentlich aufgefrischt werden.

Unser Tipp:

Lithofin bietet praktische Pflege-Sets im handlichen Koffer oder als Compact-Set in der Faltschachtel zum Auffrischen an. Die Produkte in den Sets sind einfach zu handhaben, dass sie auch gut von Endverbrauchern verarbeitet werden können. Bleiben Sie Ihren Kunden in Erinnerung, indem Sie ihnen ein Set nach dem Einbau der Arbeitsplatte als Geschenk überreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter: www.lithofin.de/impraegnierungen

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Koffer mit Lithofin MN Grundreiniger, wässrige Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto: Lithofin
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Set mit wasserbasierender Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto. Lithofin
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In der Übersicht finden Sie alle Imprägnierungen des Lithofin-Sortiments. Foto: Lithofin

42-Tonner im Keller

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der Säbel darauf dient zum Köpfen von Flaschen. Im Torweg Franziska Bauer

Staunen in der Sektkellerei Stocker: Bei den Aushubarbeiten zur Erweiterung der Kelleranlage stießen die Südtiroler auf einen 15-Kubikmeter-Findling, der unbemerkt seit Urzeiten im Erdreich schlummerte – direkt neben der alten Hauswand. Genau dort, wo der Zugang zum neuen Untergeschoss geplant war. Was manche geärgert hätte, empfand Betreiber Sigmar Stocker als glückliche Fügung und band seinen Hausstein gleich mehrfach in die Familie ein.

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Sesam, öffne Dich! Durch ein Portal im 15-Kubikmeter-Findling gelangt man in den unterirdischen Neubaubereich der Sektkellerei Stocker. Foto: Philipp Neuman
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Der Weg der Säge: Im Durchgang erkennt man, wie sich das Diamantseil seinen Weg durch den Ergussstein bahnte. Foto: Philipp Neuman
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Die Bank im neuen Sektkeller stammt aus dem Findling, der Säbel darauf dient zum Köpfen von Flaschen. Im Torweg Franziska Bauer, in deren Haus nun Platten aus dem Koloss liegen, ihr Sohn Maximilian Stocker, der in Onkels Sektkeller aushilft und Steinmetz Hans Trojer von südtirol.stein (v.l.n.r.). Foto: Philipp Neuman
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Stilvolle Sanierung: Franziska Bauers Haus stammt aus dem Hochmittelalter. In ihm wurden Platten aus dem Sektkeller-Findling verlegt. Foto: Philipp Neuman
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Das vulkanische Ergussgestein hat viele Brekzien-Einlagerungen und ist herrlich bunt. Foto: Philipp Neuman
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Einzigartiger Fußboden: Der farbenfrohe Findling aus dem Keller des Familienbetriebs als Bodenbelag im Wohnhaus. Foto: Philipp Neuman
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Schmuck auch in der Vertikalen: Im Waschraum dient der Stocker-Stein auch als Raumtrenner. Foto: Philipp Neuman
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Im Raum für die besonderen Firmenschätze der Terlaner Sektkellerei – ausgewählte alte Flaschen und Erinnerungsstücke – wurde ein massiver Stehtisch aus dem Hausstein installiert. Im Hintergrund Firmengründer Sebastian Stocker sen. Foto: Philipp Neuman

Seit 1968 gibt es die Sektkellerei Stocker in Terlan, 2015 war es an der Zeit für eine Erweiterung der Anlage. Als die Bagger anrückten, förderten sie eine große Überraschung zutage: Hochgerechnet 42 Tonnen wog der 15-Kubikmeter-Brocken aus vulkanischem Ergussgestein, der unterirdisch direkt außerhalb der Kellerwand des Altbestands lag. „Und das ist nur der sichtbar gewordene Teil. Wie weit der Findling noch nach unten reicht, kann man nicht sagen“, erklärt Peter Watschinger von der zu Hilfe gerufenen Firma südtirol.stein. „Der abgerundeten Form nach zu schließen, ist der Fels vor langer Zeit mit einem Wasserlauf oder Gletscher hier gelandet.“

Der Riese versperrte den geplanten Weg in den neuen Sektkeller, doch eine Zerteilung und Bergung wäre mit unabwägbar großem Aufwand verbunden gewesen. Außerdem betrachtet die Familie den Stein als großes Geschenk. „Laut dem Südtiroler Landesgeologen Dr. Volkmar Mair ist unser Findling ungefähr 276 Millionen Jahre alt. Wer hat schon so etwas Tolles im Haus?“, lacht Sigmar Stocker, dessen Freude es auch keinen Abbruch tat, wegen des Steinfunds die Statik seines Bauvorhabens neu berechnen lassen zu müssen.

Zusammen mit den Material-Profis von südtirol.stein fasste er den Entschluss, sich seinen Koloss im Keller gleich auf mehrfache Weise zunutze zu machen: Mittels Diamantseilsäge wurde ein Durchgang in den Monolithen geschnitten, wodurch ein einzigartiges Portal zwischen Alt- und Neubau entstand. Ein Teil der entnommenen sieben Kubikmeter Ergussgestein mit bunten Brekzien-Einlagerungen schmückt jetzt als Monolithbank und –stehtisch die neuen unterirdischen Räumlichkeiten. Der Großteil fand eine andere Verwendung im familiären Umfeld: Sigmar Stockers Schwägerin Franziska Bauer renoviert gerade im selben Ort ihr historisches Wohnhaus aus dem Hochmittelalter. Der bunt gemusterte Vulkangesteinfund ziert nun in Form von 50 Quadratmetern satinierten Platten den Boden im Hochparterre und kommt im Sanitärbereich zudem als Raumtrenner zum Einsatz.

 

Passend zur Marmomac 2017 stellen wir die wichtigsten Natursteinregionen Italiens vor.
Weitere Geschichten aus den spannenden Steinewelten Südtirols lesen Sie in Teil 1 unserer Serie „Italiens Klassiker“ in Heft 09|17, das am 22.08.2017 erscheint.
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