area30 – Impulsgeber der Küchenbranche

Stein Magazin
Die area30 in Löhne erwartet im September Fachleute aus aller Welt. Credit: area30/saschabartel

Wenn sich vom 20. bis 25. September 2025 in Löhne das Who-is-Who der Küchenbranche trifft, ist das mehr als ein jährlicher Pflichttermin für Planer, Hersteller und Fachhandel. Die area30 gilt längst als Leitmesse für Innovationen in der Küchenmöbelindustrie – und in ihrer 14. Ausgabe bestätigt sie einmal mehr ihre Relevanz als Trendradar und geschäftliches Drehkreuz.

In wirtschaftlich angespannten Zeiten setzt die area30 bewusst auf Beständigkeit, Zuversicht und Vision – Begriffe, die in der Branche derzeit mehr als nur Worthülsen sind. Die Messe fungiert als verlässliche B2B-Plattform, die jährlich über 12.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland anzieht. Im Fokus stehen nicht nur neue Produkte, sondern auch ein kontinuierlicher Wissenstransfer und qualifizierte Kontakte, die über die Messezeit hinaustragen.

Fachhändler, Tischler, Küchenstudios, Architekt:innen und Innenarchitekt:innen finden auf dem kompakten Messegelände in Löhne nicht nur eine Vielzahl relevanter Hersteller – sondern auch konkrete Anregungen für die tägliche Planungspraxis.

Funktionierende Plattform in bewegten Zeiten

Zu den konzeptionellen Stärken der area30 gehört die klare Strukturierung des Angebots: Neben der klassischen Ausstellerfläche setzt die Messe gezielt Akzente durch Sonderformate wie die „Innovation Area“– ein kuratiertes Areal für wegweisende Produktentwicklungen und gestalterische Neuentwürfe.

Ergänzt wird das Angebot durch die „Stage“, eine Vortrags- und Diskussionsplattform, auf der Branchenvertreter über technologische Trends, Marktanalysen und zukünftige Herausforderungen sprechen. Hier entstehen Impulse, die nicht selten in konkrete Projekte münden – sei es durch neue Partnerschaften oder durch Anregungen für Materialien, Prozesse und Gestaltungskonzepte.

Innovationsräume und Dialogforen

Die Produktbandbreite der Messe ist ein Spiegel der zunehmend komplexen Anforderungen in der Küchenplanung. Abgebildet wird das gesamte Spektrum: von Abfallsystemen, Armaturen, Arbeitsplatten und Dunstabzügen über Elektrogeräte, Lichtlösungen, Smart-Home-Anwendungen und Softwarelösungen bis hin zu Outdoorküchen und begleitenden Möbelprogrammen für angrenzende Wohnbereiche.

Relevante Zulieferer, Kooperationspartner und Fachverlage runden das Angebot ab und unterstreichen den integrativen Anspruch der Veranstaltung: Die Küche wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines ganzheitlichen Wohnverständnisses.

Breites Branchenspektrum – von Armatur bis Software 

Die Liste der bestätigten Aussteller liest sich wie ein Branchenkompendium: Mit dabei sind unter anderem A.S.K., Amica International, Berbel, DVA Sanitary Ware, Frio Germany, Gräbert, Hotrega, Joh. Sprinz, Just Naturstein, Küchenatlas, Küchentreff, Naber, Oranier, Quooker, Reginox, Strasser Steine, Systemceram und viele weitere. Sie zeigen Neuheiten in Technik, Material und Gestaltung – und liefern so eine fundierte Grundlage für Marktbeobachtungen und Planungspraxis.

Aussteller – ein Querschnitt der Branche 

Die area30 ist Branchentreffpunkt, Ideenwerkstatt und Orderplattform in einem. Ihre Stärke liegt nicht allein in der Zahl der Aussteller oder Besucher, sondern im kuratierten Charakter und der inhaltlichen Tiefe. Wer sich frühzeitig mit den Entwicklungen rund um die Küche als gestalteten Lebensraum auseinandersetzen will, kommt an Löhne im September nicht vorbei.

 

Hier geht es zur Website der area30. 

 

Fazit: Mehr als nur eine Küchenmesse 

Könnte dich auch interessieren

Grünes Licht für Centro Internazionale di Scultura

Stein Magazin
Lavizzara

Aus jahrelanger Planung wird endlich Realität: Im schweizerischen Peccia, Lavizzara, beginnt noch in diesem Jahr die Umsetzung des Centro Internazionale di Scultura. 

Die Gemeinde Lavizzara hat das Bauvorhaben für ein internationales Bildhauer-Zentrum in Peccia abgesegnet. Das bestätigte die Fondazione Internazionale per la Scultura (FIS). Bereits 1990 waren erste Vorstudien und Pläne für das Großprojekt angestoßen worden. Eine Umsetzung scheiterte jedoch mangels finanzieller Mittel. Mit Unterstützung des Kantons Tessin, der Gemeinde Lavizzara und privaten Spendern sowie einer Anpassung der Projektentwürfe an die Geldmittel der FIS wird das Bildhauer-Zentrum noch in diesem Jahr entstehen. Die FIS beauftragte dafür das Architekturbüro Michele und Francesco Bardelli und rechnet schon im Frühjahr 2019 mit der Eröffnung des Centro Internazionale di Scultura.

Peccia-Suedansicht
Illustrierte Außenansicht des Centro Internazionale di Scultura in Peccia, Lavizzara, von den Architekten Michele und Francesco Bardelli. Foto: Bardelli, Locarno/TI
CIS-Werkplatz
Illustration des offenen Werkplatzes. Foto: Bardelli, Locarno/TI
Ausstellungsgebaeude-CIS-Peccia
Außenansicht des Ausstellungsgebäudes, das als Teil des Centro Internazionale di Scultura geplant ist. Foto: Bardelli, Locarno/TI
Innenansicht-Ausstellungsgebäude-CIS
Innenansicht des Ausstellungsgebäudes. Im Hintergrund Donatorenwand im Eingangsbereich des Centro Internazionale di Scultura. Foto: Bardelli, Locarno/TI
Atelier-CIS
Innenansicht des Künstlerateliers. Foto: Bardelli, Locarno/TI

Tessiner Natur und urbane Hochkultur

Das Zentrum umfasst ein Ausstellungsgebäude am Ortseingang von Peccia. Hier sollen sich auch die Verwaltungsbüros und drei Werkstätten zur Bearbeitung von Stein, Holz und Metall befinden sowie die technischen Installationen. Fünf Künstlerateliers sind vorgesehen, die an einen gemeinsamen Werkplatz anschließen. Die Kunstschaffenden wohnen im Dorf Peccia in individuellen Unterkünften der „Casa degli Artisti“, was auf einer zusätzlichen Initiative beruht und durch die Investition eines privaten Spenders ermöglicht werden kann. Die Ateliers werden in Form von Stipendien jedes Jahr international ausgeschrieben.

Interaktion auf internationalem Niveau

Mit dem Internationalen Bildhauerzentrum inmitten des Tessiner Bergpanoramas soll ein Ort entstehen, wo sich Skulptur-Künstler aus aller Welt und ein interessiertes Publikum begegnen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit heimischen Materialien wie dem Peccia-Marmor, womit das Zentrum an die Arbeit der Scuola di Scultura in Peccia anknüpft. Allein die Scuola zieht jährlich 3.000 Menschen an. Aus kultureller wie touristischer Sicht rechnen Gemeinde und Kanton daher mit weiteren positiven Auswirkungen des Bildhauer-Zentrums auf Leben und Betrieb vor Ort.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf sechs Millionen Franken geschätzt. Für die Betriebskosten der ersten drei Jahre sind von der FIS Rücklagen von einer Million Franken geplant.

Kunstbegegnung am Kanal

Stein Magazin
5 Tonnen. Foto: Thomas Ochs

Unter dem Motto „verbinden / trennen“ entsteht ein Skulpturenweg am Main-Donau-Kanal. Für die Gestaltung des Regnitz-Radweg hat die Kuratorin und Bamberger Bildhauerin Rosa Brunner Künstler zum gemeinsamen Gestalten eingeladen.

Das Projekt entsteht im Auftrag des Flussparadies Franken. Im September 2017 kamen Bildhauer aus vier europäischen Ländern zusammen, um Ideen für den entstehenden Skulpturenweg zu entwickeln. Es soll durch Spenden verwirklicht werden.

Skulpturenweg-Flussparadies-Franken
„Wasserblume“ für den Markt Hirschaid von Petra Lange. Kalkstein bläulich 1 x 2 x 2 Meter, 5 Tonnen. Foto: Thomas Ochs, Petra Lange
Ausstellung_Landratsamt
„Altes Tor“ für den Markt Hirschaid von Petra Lange. Sandstein 3,5 x 3 x 1,5 Meter. Foto: Thomas Ochs, Petra Lange
Petra-Lange
Petra Lange bei der Arbeit am Modell. Foto: Thomas Ochs, Petra Lange
Skulptur-Entwurf-Radweg
„Between“ für den Markt Eggolsheim von Emanuela Camacci. Muschelkalk 1,8 x 0,3 x 2,5 Meter, 1,9 Tonnen. Foto: Thomas Ochs, Emanuela Camacci
Ragnitz-Radweg-Skulpturenweg
„Take Root“ für die Gemeinde Altendorf von Cissy van der Wel. Muschelkalk 1,5 x 1,4 x 2,5 Meter, 7 Tonnen. Foto: Thomas Ochs, Cissy van der Wel
Take-Root
Cissy van der Wel bei der Arbeit am Modell. Foto: Thomas Ochs, Cissy van der Wel

25 Jahre europäische Wasserstraße

Der Main-Donau-Kanal verbindet seit über 25 Jahren als europäische Wasserstraße das Schwarze Meer mit der Nordsee. Er wurde am 25. September 1992 nach 30-jähriger Bauzeit eröffnet. Gleichzeitig stellt er einen massiven Eingriff in die Landschaft dar, welche vom Kanal durchtrennt wird.

Daher sollten die Entwürfe das Thema „verbinden / trennen“ umsetzen: So wie der Main-Donau-Kanal Mensch und Natur verbindet, die entlang des Kanals leben – aber auch diejenigen voneinander trennt, die auf der jeweils anderen Seite des Kanals leben. Ziel ist es, die Kunstwerke an acht Standorten auf beiden Seiten vom Schiff aus betrachten zu können.

Skulpturen in Naturstein

Vier der Entwürfe sind aus Naturstein. Die „Wasserblume“ stammt von der Bildhauerin Petra Lange. Sie möchte die Blume als Sitzbank für den Markt Hirschaid in blauem Kalkstein verwirklichen. Die Idee hinter der Skulptur: Der sonst tief in der Erde verborgene Stein wird an die Oberfläche geholt. Ihr zweiter Entwurf lautet „Altes Tor“: eine Sandstein-Skulptur, die an ein altes Stadttor erinnern soll.

„Between“ für den Markt Eggolsheim von Emanuela Camacci ist eine symbolische Übersetzung des Themas Verbinden und Trennen. Zwei Monolithe aus Muschelkalk greifen ineinander – nach oben hin wird der Spalt zwischen beiden Elementen breiter. Mit den Wurzeln des Menschen beschäftigt sich „Take Root“. Der Entwurf für die Muschelkalk-Skulptur in Altendorf stammt von Cissy van der Wel.

Alle Entwürfe werden in der Ausstellung „Kunstgenuss am Regnitz-Radweg“ gezeigt. Um die Entwürfe zu verwirklichen, sucht das Flussparadies Franken Partner, die das Projekt mit einer Spende unterstützen. Die Ausstellung mit den kleineren Prototypen findet bis 30. Mai 2018 statt. Mehr Infos unter www.regnitzradweg.de und unter www.flussparadies-franken.de.