Bäderbau – Der Stein im Dezember 2024

Stein Magazin
Das Gutshofhotel Winkler Bräu in einem Dorf zwischen Nürnberg und Regensburg blickt auf eine Tradition bis ins Jahr 1428 zurück. Seit etwa einem Jahr bereichert ein neues SPA-Gebäude mit Außenanlagen das 4-Sterne-Superior-Hotel in der bayerischen Oberpfalz. Der Wunsch der Bauherren war es, die Lage im Tal der Schwarzen Laber, die Weite der angrenzenden Land- schaft für ein natürliches SPA-Erlebnis zu nutzen und so einen besonderen Wert zu schaffen. Die Architektur und Innenarchitektur des SPAs spiegeln die nachhal- tige regionale Philosophie der Bauherrenfamilie und deren hohen Gestaltungsanspruch wider. © Gabriel Büchelmeier

In unserer Bäderausgabe präsentieren wir vollkommen unterschiedliche Spabereiche. Das reicht von dem eines 4-Sterne-Hotels in der Oberpfalz, der durch die harmonische Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich mit Pfraundorfer Dolomit besticht. Auch ein Spa in Bad Segeberg ist an Wänden und Boden mit Naturstein ausgestattet: Silberquarzit aus Südtirol machte hier mit seinen technischen Raffinessen das Rennen. Höchste Präzision in der Ausführung zeigen wir anhand eines Schwimmbades, in dem üppig Mosaik verlegt wurde. Darüber hinaus erfahren Sie das Wichtigste von der Marmomac in Verona.

Wenn regionaler Naturstein als zentrales Gestaltungselement eingesetzt wird, kann großartige Architektur entstehen. Ein Beispiel ist das neu geschaffene Spa-Gebäude mit Außenanlagen eines 4-Sterne-Superior-Hotels in der bayerischen Oberpfalz. Der Auftrag an die Architekten: die nachhaltige regionale Philosophie der Bauherrenfamilie und deren hohen Gestaltungsanspruch widerspiegeln. Das Ergebnis sehen Sie ab Seite 6.

Regionaler Naturstein als zentrales Gestaltungselement

Wie ein Indoor-Schwimmbad in einem Einfamilienhaus im Münchner Umland durch den Einsatz von Mosaikfliesen eine besondere Verbindung zur Karibik aufnimmt, ist unser Thema ab Seite 16. Der Flamingo, Symbol für Leichtigkeit und Lebensfreude, stand Pate für das ästhetische Konzept dieses Projekts. Dies findet sich in der geschwungenen Form der Wände und den weichen Linien des Schwimm- und Spa-Bereichs sowie in der lebendigen Farbgestaltung wieder. Im Spa dominieren leuchtende Flamingo-Rosa-Nuancen, während im Schwimmbad ein tiefes Grün-Blau, inspiriert von tropischen Regenwäldern, den Raum prägt.

Karibik-Flair im eigenen Schwimmbad

Das zeitgemäße Bad ist zur Wohlfühloase geworden – mit allerlei technischen Raffinessen, aber auch mit immer mehr aussagekräftigem, großformatigem Naturstein sowie Engineered Stones und Keramik. Nur wer seinen Maschinen- und Werkzeugpark entsprechend ausgestattet hat, kann am Ende auch im hochwertigen Bäderbau den ausgefallenen Wünschen der Kunden entsprechen. Wie dieser aussehen kann, hat unser Maschinenspezialist Michael Spohr für Sie herausgefunden. Lesen Sie dazu mehr ab Seite 30.

Der moderne Bäderbau und technische Raffinessen

Wer von Ihnen es in diesem Jahr nicht nach Verona geschafft hat, kann in dieser STEIN-Ausgabe noch einmal nachvollziehen, was es auf der Marmomac zu sehen und zu erleben gab. Nur so viel vorab: Die Messe war internationaler denn je und es gab wieder jede Menge Spektakuläres aus Naturstein zu bewundern. Was uns am Rande schwer beeindruckte: ein Bett aus Stein. Lesen Sie mehr zu den Marmomac-Highlights ab Seite 42.

Viel Spaß bei der Lektüre von STEIN wünscht Ihnen

Ihre Steinredaktion Redaktion@stein-magazin.de

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In unserer letzten Ausgabe 11/24 beschäftigen wir uns mit Grabmal + Sakralbau. Lesen Sie hier mehr dazu.

Marmomac – Internationale Messe-Highlights

In unserer Bäderausgabe präsentieren wir vollkommen unterschiedliche Spabereiche. Das reicht von dem eines 4-Sterne-Hotels in der Oberpfalz, der durch die harmonische Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich mit Pfraundorfer Dolomit besticht. Auch ein Spa in Bad Segeberg ist an Wänden und Boden mit Naturstein ausgestattet: Silberquarzit aus Südtirol machte hier mit seinen technischen Raffinessen das Rennen. Höchste Präzision in der Ausführung zeigen wir anhand eines Schwimmbades, in dem üppig Mosaik verlegt wurde. Darüber hinaus erfahren Sie das Wichtigste von der Marmomac in Verona. […]

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Das Bochumer Architekturbüro soan architekten hat die sandsteinfarbene „Alte Kirche“ in Bochum-Wattenscheid saniert und durch einen Anbau erweitert. Während in dem historischen Gebäude der Boden mit Platten aus regionalem Ruhrsandstein neu verlegt wurde, schmückt dunkler armenischer Basalt die Grundstücksmauer sowie die Fassade und den Boden des Neubaus.

Wie auf einer kleinen Insel, leicht erhöht und von einer langen Grundstücksmauer umgeben, steht die schlichte denkmalgeschützte Alte Evangelische Kirche im Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Seit letztem Jahr ergänzt ein moderner anthrazitfarbener Anbau, entworfen vom Bochumer Architekturbüro soan architekten, das historische Gebäude. Das kleine, kontrastreiche Ensemble dient den Gläubigen als Gemeindezentrum.

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Die „Alte Kirche“ mit ihrer sandsteinfarbenen Natursteinfassade ist umgeben von einem neuen Anbau und einer Mauer aus armenischem Basalt. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein schöner Kontrast: Die helle hammergerechte Ruhrsandsteinfassade und die antrazithfarbene lineare Fassade des Neubaus. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Auch im Inneren des Anbaus findet sich der armenische Basalt in Form von Bodenplatten wieder. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein rechteckiger Durchbruch im ehemals zugemauerten Rundbogen dient als neuer Zugang zur alten Kapelle. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Neuer Ruhrsandstein schmückt den Boden der „Alten Kirche“. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)

Der eingeschossige Anbau mit seiner dunklen Fassade aus massiven Basaltsteinen steht in schönem Kontrast zu der kleinen „Alten Kirche“ mit ihrer hellen Außenhülle aus hammergerechten Ruhrsandsteinen. L-förmig konzipiert, scheint der Neubau sich wie ein Arm um das historische Bauwerk zu legen. Der schlichte, lichtdurchflutete Saal der „Alten Kirche“ hat im Zuge der Baumaßnahmen neue Bodenplatten aus regionalem Ruhrsandstein bekommen. Einige noch recht gut erhaltene Steinelemente wurden aussortiert und mit großer Sorgfalt wie ein Puzzle um den Altarbereich wieder neu verlegt. Die restliche Bodenfläche wurde mit neuen Platten ausgestattet. Den hierfür verwendeten Ruhrsandstein haben die Steinbruchbetriebe Grandi aus Herdecke geliefert, während alle Natursteinarbeiten des Projekts von Hanser + Pfafferott aus Kaarst vorgenommen wurden.

Wie die großen anthrazitfarbenen Namenstafeln auf dem „Platz des europäischen Versprechens“ in Bochum kommt auch der Basalt für das neue Gemeindezentrum aus Armenien. Aber nicht nur die Verkleidung der Fassade ist aus armenischem Basalt, sondern auch die verwendeten Bodenplatten – sowohl im Inneren des Anbaus als auch im Außenbereich. Die ursprüngliche Grundstücksmauer aus dem 19. Jahrhundert war statisch instabil geworden und musste abgetragen werden. Das bestehende Bild der idyllischen Kirche, die wie auf einem kleinen Podest thront, sollte beibehalten werden.

Die vereinzelten Ausblühungen, die man momentan vor allem an der Grundstücksmauer sieht und die den idyllischen Anblick etwas trüben, werden durch wasserlösliche Salze aus dem Mörtel verursacht. Sie werden aber durch den Regen im Laufe der Zeit abgewaschen, ansonsten können sie auch einfach abgebürstet werden. Ein kleiner Wermutstropfen sind die in drei verschiedenen Farbtönen verlegten Betonwerksteine links neben dem Eingang. Insgesamt ergibt sich aber, trotz einiger Kleinigkeiten, ein stimmiges, schönes Ensembles, das durch die kontrastreiche, aber dennoch zurückhaltende Gestaltung lebt.

Erfahren Sie mehr über die Sanierung der “Alten Kirche” in Bochum in STEIN im November 2016.

Steinmetz-Symposium in Braunfels im September 2019

Stein Magazin
Foto: Steinmetzinnung Hessen-Mitte



Die Steinmetzinnung Hessen-Mitte richtet zum 16. Mal ein Symposium aus und lädt Auszubildende, Gesellen sowie angestellte Meister ein.


Steinmetz-Symposium
Beim Steinmetz-Symposium auf Burg Schwarzenfels 2017, Foto: Steinmetzinnung Hessen-Mitte

Die Innung will mit ihrem alljährlichen Steinmetz-Symposium das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Zunft stärken und das Steinmetz-Handwerk einer breiten Öffentlichkeit näherbringen. Vom 6. bis 8. September 2019 findet es auf dem Marktplatz in Braunfels statt. Am 8. September 2019 ereignet sich gleichzeitig bundesweit der nächste Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Die Stadt Braunfels kombiniert die Angebote und bietet im Rahmen einer zweistündigen “Großen Stadtführung” besondere Einblicke.

Beim Steinmetz-Symposium arbeiten die Teilnehmer an Wappensteinen für Partnerstädte der Stadt Braunfels. Oder sie entscheiden sich für Schrifttafeln und Wappen für Spender und Gönner, etwa einem Sockelstein für das Schloss und Familienmuseum des Grafen Obersdorf. Man arbeitet von Hand. Die Teilnehmer bringen entsprechendes Werkzeug zur Sandsteinbearbeitung sowie Sicherheitsschuhe und Schutzbrille mit. Fehlende Werkzeuge werden ausgetauscht.

Die Innung trägt die Übernachtungskosten, Verpflegung sowie die Werkstücke für Teilnehmer aus Mitgliedsbetrieben. Teilnehmer aus anderen Innungen zahlen einen Pauschalbetrag von 50 Euro. Teilnehmer von Nicht-Innungsbetrieben zahlen eine Pauschale von 90 Euro. Die Anmeldung ist noch bis zum 31. Juli 2019 möglich.