Bildhau kauft Skulpturen coronageschädigter Bildhauer



Künstler und Künstlerinnen können sich bis 8. August 2020 mit ihren Werken bewerben: Insgesamt will der Werkzeughändler Bildhau sechs bis zwölf Arbeiten ankaufen.

Wasserspeier

Der Werkzeughändler Bildhau will in der Coronakrise Bildhauer unterstützen und kauft daher Werke an (Symbolbild). Foto: Pixabay/C00-Lizenz/LoggaWiggler

Die Bundesregierung senkt die Umsatzsteuer. Bildhau reagiert darauf nicht mit Preissenkungen. Stattdessen möchte der Werkzeughändler die Differenz „an Künstler weitergeben, die durch Honorar-, Ausstellungs- und Verkaufsausfälle in eine kritische Situation gekommen sind“. In den kommenden sechs Monaten will Bildhau sechs bis zwölf Arbeiten, die bis maximal 3.000 Euro netto kosten, ankaufen. Eine Jury wählt dafür 20 Arbeiten aus, die der Händler dann in einem Katalog vorstellt.



Bedingungen für eine Bewerbung

Die angekauften Werke stiftet Bildhau an soziale und pädagogische Einrichtungen. Bildhauer können sich mit je einem Werk bis 8. August 2020 bei Bildhau bewerben.

Die Voraussetzungen sind:
– Honorar-, Ausstellungs- oder Verkaufsausfälle
– Arbeit als professionell tätiger bildender Künstler
– Ausstellung einer Rechnung für das Werk bei Ankauf
– Skulptur / Plastik / Objekt bis zu einem Preis von 3.000 Euro netto
– Werk nicht älter als drei Jahre

Fairer Handel von Werkzeugen

Bildhau übernimmt die Transportkosten für die angekauften Arbeiten innerhalb Deutschlands. Alle Infos zu der Aktion gibt es auf der Website des Händlers. Bildhau startete 2004 zunächst als reiner Onlineshop für Werkzeuge und Materialien rund um die Bildhauerei. 2005 kam ein Ladengeschäft in Köln dazu. Der Händler versucht nach eigenen Angaben, gemeinwohlorientiert zu wirtschaften. Im Zuge dessen will Bildhau neue Wege in Sachen Unternehmertum beschreiten. Dafür sucht die Firma unter anderem eine passende Rechtsform, wie eine Genossenschaft oder ein genossenschaftsähnliches Modell.