Das Bauhüttenwesen soll Kulturerbe werden



Der Unesco-Ausschuss entscheidet Ende 2020, ob die europäischen Dombauhütten zum Immateriellen Kulturerbe zählen.

Xanten_Dom
Sorgen dafür, dass jahrhundertealtes Handwerkswissen beim Kirchenbau nicht verloren geht: die Dombauhütten. Der Xantener Dom, eigentlich keine Bischofskirche, ist wegen seiner Größe und Bedeutung als Dom bekannt. Bild: Pixabay, C00

Deutschland hat das Bauhüttenwesen gemeinsam mit Frankreich, Norwegen, Österreich und der Schweiz bei der Unesco nominiert. Die Bauhütten kombinieren seit Jahrhunderten traditionelles Handwerk und neue Technik. Außerdem sorgen sie für den Erhalt monumentaler Bauten Europas und sichern die Weitergabe von Wissen. Aus Deutschland haben die Bauhütten aus Aachen, Bamberg, Passau, Mainz, Lübeck, Soest, Dresden, Ulm, Köln, Freiburg, Regensburg, Schwäbisch Gmünd und Xanten an der Bewerbung mitgearbeitet.

Das Ziel der heutigen Bauhütten besteht vor allem darin, die Handwerkstechniken lebendig zu halten und weiterzugeben. Außerdem vermitteln sie der Öffentlichkeit Verständnis von Großbauwerken. Die Bewerbung fällt deshalb in die Kategorie Immaterielles Kulturerbe und das Register Guter Praxisbeispiele. Der Unesco-Ausschuss entscheidet Ende 2020 über die Nominierung. Der Titel brächte kein Geld, die Dombauhütten erhoffen sich aber die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Auf nationaler Ebene sind die deutschen Dombauhütten bereits als Kulturerbe anerkannt.