Fassade in Form – Der Stein im Juli 2025

Stein Magazin
Es ist eine strenge Fassade. Eine geometrische Kubatur mit großformatigen Mauerflächen. Nur eine Reihe bullaugenartiger Rundfenster durchbricht die Fassade. Doch trotz seiner monolithisch wirkenden Gebäudehülle zeichnet sich das Heidelberger Kongresszentrum durch Haptik und Lebendigkeit aus. Und das verdankt sie dem verwendeten Sandstein aus der Region. Die äußere Geschlossenheit des vom renommierten Basler Büro Degelo Architekten entworfenen Großbaus ist seiner inneren Funktionalität geschuldet. So bietet das Heidelberg Congress Center Platz für bis zu 3.800 Menschen und lässt sich räumlich besonders flexibel an unterschiedliche Veranstaltungsformate anpassen. Cover: Achim Birnbaum

In unserer Fassadenausgabe zeigen wir außergewöhnliche Außenhüllen aus Naturstein. Darunter das Kleid des Congress Center in Heidelberg, das sich trotz seiner monolithischen Wirkung durch Haptik und Lebendigkeit auszeichnet. Das wiederum verdankt sie dem verwendeten Sandstein aus der Region: dem Neckartäler Hartsandstein. Am Stachus in München fügt sich seit Kurzem ein Neubau mit kubistischen Versätzen elegant in die historische Umgebung ein. Die Travertin-Fassade des neuen Königshof ist an dieser Stelle ein echter Gewinn. Auch im weit entfernten Helsinki hat die Innenstadt an Klasse gewonnen. Die weltbekannte Finlandia Hall hat ein neues Kleid aus Laaser Marmor bekommen.

Gute Gründe für die Verwendung von Naturstein an Fassaden gibt es zuhauf: Naturstein ist langlebig, ökologisch vorteilhaft, optisch ansprechend und amortisiert sich durch geringe Unterhaltskosten und eine lange Lebensdauer. Und dennoch liegt der Marktanteil von Natursteinfassaden im Neubau laut Expertenschätzungen noch immer deutlich unter fünf Prozent. Aber ist die Entscheidung einmal getroffen, lohnt sich das Hinschauen. Ab Seite 6 nehmen wir Sie mit auf einen exklusiven Ortstermin nach Heidelberg mit Neckartäler Hartsandstein.

Unter fünf Prozent

Auch die Fassade des neuen Könighofs am Münchner Stachus ist ein spektakulärer Hingucker. Mit seinem edlen Kleid aus Travertin wertet das Luxushotel das Zentrum der Stadt weithin sichtbar auf. Mehr dazu erfahren Sie ab Seite 12. Mit einem besondersen Schmuckstück aus weißem Laaser Marmor wartet heute Helsinki auf: die Finlandia Hall am Ufer der Töölö-Bucht. Die weltbekannte architektonische Ikone des Stararchitekten Alvar Aalto musste einer Renovierung unterzogen werden. Warum dabei der Südtiroler Lasa Bianco zum Einsatz kam und welchen baulichen Herausforderungen er sich stellen musste, erfahren Sie in unserem Report ab Seite 22.

Von München nach Helsinki

Wie künstliche Intelligenz im Steinmetzhandwerk eingesetzt werden kann, haben wir bereits in Ausgabe 3/25 von STEIN berichtet. Jetzt schauen wir auf neue smarte Werkzeuge für das Design und den Entwurf von Natursteinobjekten. Alles fürs Handwerk Wesentliche über Möglichkeiten und Grenzen von KI-Bildgeneratoren finden Sie ab Seite 40. Vom 5. Juli bis zum 30. August erwartet Sie im oberbayerischen Sindelsdorf die Ausstellung „Rock your focus“. Der Steinmetz und Bildhauer Manfred Dangl zeigt hier seine Kunstwerke zusammen mit einer Fotografin. Sie rücken dabei Stein in einen ganz neuen, überraschen- den Zusammenhang. Unsere Autorin Bärbel Daiber war für uns vor Ort und konnte mit beiden Künstlern sprechen – sehr lesenswert ab Seite 48.

Viel Spaß bei der Lektüre von STEIN wünscht Ihnen

Ihre Steinredaktion Redaktion@stein-magazin.de

In unserer letzten Ausgabe 06/25 beschäftigen wir uns mit einem ganz besonderen Exemplar aus der Kreativabteilung des westfälischen Luxusküchen-Herstellers eggersmann vor. Lesen Sie hier mehr dazu.

„Rock your focus“

In unserer Fassadenausgabe zeigen wir außergewöhnliche Außenhüllen aus Naturstein. Darunter das Kleid des Congress Center in Heidelberg, das sich trotz seiner monolithischen Wirkung durch Haptik und Lebendigkeit auszeichnet. Das wiederum verdankt sie dem verwendeten Sandstein aus der Region: dem Neckartäler Hartsandstein. Am Stachus in München fügt sich seit Kurzem ein Neubau mit kubistischen Versätzen elegant in die historische Umgebung ein. Die Travertin-Fassade des neuen Königshof ist an dieser Stelle ein echter Gewinn. Auch im weit entfernten Helsinki hat die Innenstadt an Klasse gewonnen. Die weltbekannte Finlandia Hall hat ein neues Kleid aus Laaser Marmor bekommen. […]

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Ausgezeichnete Kücheninsel

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US-Expansionskurs von Strasser Steine trägt Früchte: St-One gewinnt den Preis für die beste Küche auf der Designmesse ICFF.

Strasser_New York
Die Naturstein-Kücheninsel St-One ist für Strasser Türöffner für neue Märkte, zum Beispiel die USA. Foto: Strasser Steine
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Die Kücheninseln sind für High-End-kunden konzipiert und individualisierbar. Foto: Strasser Steine

Strasser Steine, laut eigener Aussage Marktführer für Küchenarbeitsplatten in Mitteleuropa, hat schon seit 2018 den US-Markt im Blick. Als erste Maßnahme präsentiert das österreichische Unternehmen seit letztem Jahr in Schauräumen in Florida und in New York seine Produkte. Strasser will vor allem High-End-Haushalte, Architekten und Designer ansprechen. Dass auf der renommierten Design-Messe ICFF nun die extravagante Naturstein-Kücheninsel St-One ausgezeichnet wurde, passt in den Plan von Geschäftsführer Johannes Artmayr. Rund 25 Kücheninseln will er in den nächsten drei Jahren in den USA verkaufen.

St-One kommt als Kubus oder Quader mit Korpus und Laden aus Massivholz und Edelstahl-Kanten. Die Ummantelung aus Naturstein verleiht der Kücheninsel ihre monolithische Form. Sie beherbergt je nach Kundenwunsch Induktionsherd, Muldenlüftung, Weinkühlschrank oder Geschirrspüler. Das erste Modell kam 2012 in den Firmen-Schauraum in St. Martin im Mühlviertel. 100 Stück hat das Unternehmen inzwischen weltweit verkauft. Die Kücheninseln vertreibt Strasser ausschließlich über den Küchenhandel.

Weitere Informationen unter www.strasser-steine.at

Weitere Informationen zum ausgezeichneten Küchenblock St-one von Strasser gibt es in der STEIN-Ausgabe 06/2019: www.stein-magazin.de/stein-06-2019

Erfolgreiches Eventmanagement

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446 Aussteller und 15.161 Besucher waren 2015 auf der internationalen Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung Stone+tec in Nürnberg. So ein Großevent will gut organisiert sein. Veranstaltungsleiterin Beate Fischer von der NürnbergMesse weiß, worauf es bei der Planung ankommt und gibt uns einen kleinen Einblick in das Thema „Eventmanagement“.

 

STEIN: Was sind Ihre Aufgaben als Veranstaltungsleiterin der Stone+tec?

Beate Fischer: Als Veranstaltungsleiterin ist man für die gesamte Planung des Events verantwortlich. Das fängt schon mit der Hallenbelegung an. Die Hallen müssen nicht nur während der Laufzeit frei sein, sondern auch zur Vor- und Nachbereitung. Umrüstzeiten müssen eingeplant werden. Im nächsten Schritt muss geklärt werden, was die Messe abbilden soll. Daraufhin wird das Produktverzeichnis erstellt, Themen für mögliche Sonderschauen definiert. Bereits diese ersten Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Interessensvertretern. Da gehören natürlich die Austeller dazu, aber auch Verbände, die Fachpresse und die Besuchergruppen. Daraus wird dann ein Veranstaltungskonzept entwickelt. Im nächsten Schritt folgt die Erstellung eines Zeitplans mit den nächsten Meilensteinen. Ab diesem Zeitpunkt steigt der Vertrieb aktiv ein. Natürlich kann man erst organisieren, wenn man die Aussteller auf seiner Seite hat. Das Vertriebskonzept ist ausschlaggebend für alle weiteren Schritte. Dann geht es in die Hallenplanung. Wenn es unterschiedliche Branchenschwerpunkte gibt, stellen sich die Fragen: Macht man eine Mixplanung? Teilt man die Hallen nach Branchen auf? Wie viel Volumen ist von welcher Branche zu erwarten? Entsprechend muss man die Hallen dann inhaltlich konzipieren. Und schließlich geht es natürlich auch in Ausstellergespräche für die konkreten Platzierungen.

Wie viele Leute arbeiten an einem Großevent wie der Stone+tec mit?

Das lässt sich nicht genau beziffern. Es arbeiten ja nicht nur wir, das Projektteam der NürnbergMesse, daran. Wir haben innerhalb der NürnbergMesse auch eine Kommunikationsabteilung mit Pressevertretung. Wir haben eine Werbeabteilung, die die Gestaltung, das Layout und Drucksachen macht. Das digitale Marketing kümmert sich um alles, was den Webseitenauftritt umfasst. Wir haben ein Besuchermarketing, die sich speziell um die Besuchergruppen und die Mailings kümmern. Wir haben Techniker im Haus: Veranstaltungstechnik und Logistik. Dazu kommen noch viele Servicepartner, mit denen wir Hand in Hand arbeiten: Messebauer, die Energieversorger, Gastronomie, Parkplatzbewachung und so weiter.

Wie viel Vorlaufzeit muss man für eine Messe wie die Stone+tec für Planung und Organisation einkalkulieren?

Je nachdem welchen Rhythmus eine Veranstaltung hat, beginnt man mit der Planung zwei bis sechs Jahre im Voraus. Die Schritte sind je nach Projektphase unterschiedlich intensiv. Gerade befasse ich mich natürlich mehr mit der Stone+tec 2018 als mit der 2020, aber für 2020 hat schon die Hallendisposition und –abstimmung hier am Gelände stattgefunden.

Bei der Stone+tec wollen wir wieder gemeinsam einen StudentDay auf die Beine stellen – sozusagen eine Veranstaltung während der Veranstaltung. Welche Erfahrungen haben Sie mit Events gemacht, die Sie gemeinsam mit einem externen Partner geplant haben?

Sehr positive Erfahrungen, insbesondere was die Stone+tec angeht. Als Messeveranstalter ist es für uns wichtig, die richtigen Partner zu haben, mit denen man Höhepunkte während des Events setzen kann. Und dazu gehört natürlich auch ein StudentDay, der gut vorbereitet sein will und entsprechend vermarktet werden muss. Wir arbeiten mit vielen Multiplikatoren zusammen, um ein Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Wir als Veranstalter können thematisch gar nicht so tief drin sein. Deshalb sind Partner wie Fachzeitschriften oder Verbände extrem wichtig.

Wie wird ein Event zu einem echten Erfolg?

Ausschlaggebend ist, dass man die Veranstaltung zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat und mit den richtigen Partnern zusammenarbeitet. Ein Erfolg ist das Event für uns dann, wenn alle Seiten – Aussteller und Besucher – zufrieden sind und es für die nächsten Jahre ein fixer Termin wird.

Glauben Sie, dass auch kleine Handwerksbetriebe Kundenveranstaltungen oder Hausmessen als Marketing-Instrument nutzen sollten?

Events bieten natürlich die Möglichkeit, viele Kunden an einem Ort zu treffen mit überschaubarem Aufwand. Sie treffen Kunden, die sie sonst vielleicht nie angesprochen hätten. Auch kleine Handwerksbetriebe sollten diese Plattform, die ihnen da geboten wird, nutzen. Was das Handwerk noch mehr nutzen sollte, sind Branchenevents – sei es nun eine Messe oder eine andere Veranstaltung. Branchenevents bringen die Branche wirklich zusammen und haben großes Potential.

Gibt es Hilfsmittel, die bei der Planung eines Events unverzichtbar sind?

Ohne kleine Helferchen geht es in der heutigen Zeit natürlich gar nicht mehr. Wir arbeiten mit Programmen, die für Organisatoren ausgelegt sind. Wir planen beispielsweise mit einem CAD-Programm, das verbunden ist mit unserer Ausstellerdatenbank. Auf Ausstellerseite sind aber natürlich andere Tools notwendig, um so ein Event gut zu planen.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Punkte, an die man bei der Planung eines Events denken sollte?

Zunächst sollte man wissen, was man mit der Veranstaltung erreichen will. Daran macht sich fest, welche Maßnahmen man umsetzt. Ob man eine Abendveranstaltung daraus macht, oder ob es eine Messebeteiligung ist oder die Teilnahme an einem anderen Event. Man muss frühzeitig mit der Planung anfangen und sich Meilensteine setzen. Eine langfristige Planung ist zu empfehlen, um wirklich ans Ziel zu kommen.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Eventmanagement und wie Sie neue Kunden durch Veranstaltungen gewinnen können.