Fassaden – Der Stein im August 2024

Stein Magazin
Der Neubau des kriminaltechnischen Instituts des LKA Sachsen in Dresden ist als kompakter Solitärbaukörper in die Bestandsbebauung der weiteren LKA-Gebäude eingebunden. Die Körnigkeit des neuen Bauvolumens in Relation zu seiner Umgebung wirkt stimmig, die Ausrichtung und Orientierung an den angrenzen Gebäudezeilen ist logisch gewählt. Der eher introvertierte Baukörper mit großzügigem, gestaffeltem Innenhof schafft durch sein monolithisches Erscheinungsbild nach außen einen signifikanten Auftritt und eine starke Präsenz auf dem Areal des LKA. Titelbild: Brigida González
Titelbild: Brigida González

In der Fassadenausgabe stellen wir drei Gewinner des deutschen Natursteinpreises vor und zeigen darüber hinaus, wie ein Stein das mediterrane Ambiente eines Luxushotels unterstreichen kann. Harmonisch im Schieferkleid fügt sich ein weiteres Projekt in die regionale Gestaltung eines Ortes im Sauerland ein. Sogar im Mietwohnungsbau konnten wir eine Natursteinfassade entdecken. Der Sandstein „Hohenzollern Park“ setzt hier die gewünschten Akzente und punktet mit Nachhaltigkeit.

Nachhaltiges Bauen ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. In STEIN haben wir dazu in den letzten Jahren schon häufig berichtet. Dass Naturstein auch im Fassadenbau das Material der Stunde ist, stellen in jüngster Zeit immer mehr Architekten fest. Wir zeigen Ihnen ab Seite 6 drei völlig unterschiedliche Fassaden, die während der Stone+tec in Nürnberg mit dem Deutschen Natursteinpreis 2024 ausgezeichnet wurden. Zurecht, wie wir finden.

Deutscher Natursteinpreis

Wie ein Stein das mediterrane Ambiente eines Luxushotels unterstreichen kann, erfahren Sie ab Seite 12. Mit dem Quellenhof präsentieren wir ein kleines, feines Fünfsternehotel in Südtirol, an dessen Fassade ein spaltrauer Stein als Riemchen verbaut wurde. Elegant im Schieferkleid kommen die Fassaden eines privaten Bauherrn im Sauerland daher. Er legte großen Wert darauf, dass sich die Gebäude harmonisch in den Ort einfügen.

Schieferkleid im Sauerland

Außerdem ganz oben auf seiner Agenda: das Thema Nachhaltigkeit. Lesen Sie ab Seite 18, wie die Architekten die Anforderungen mit einem Dach und einer Fassade aus Schiefer gelöst haben. Dass auch beim Bau von Mietwohnungen inzwischen bei den Fassaden auf Naturstein zurückgegriffen wird, ist eine sehr erfreuliche Nachricht. Wie harmonisch das Ergebnis sein kann, sehen Sie ab Seite 24.

Mietwohnungen im Naturstein

Mit welchem Maschinenpark ein Stein verarbeitendes Unternehmen ausgestattet sein muss, wenn es im Fassadenbau mitmischen will, hat unser Autor Michael Spohr recherchiert. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 28. Falls Sie es zeitlich nicht geschafft haben, selbst nach Nürnberg zur Stone +tec zu reisen oder Ihre Eindrücke vor Ort einfach noch einmal auffrischen wollen, dann legen wir Ihnen unseren ausführlichen Nachbericht ab Seite 50 ans Herz. So viel sei hier schon mal gespoilert: eine rundum gelungene Veranstaltung, die auf dem besten Weg ist, zu alter Stärke zurückzukehren!

Viel Spaß bei der Lektüre von STEIN wünscht Ihnen

Ihre Steinredaktion

 

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In unserer letzten Ausgabe 7/24 beschäftigen wir uns mit dem neuen Mittelpunkt im Wohnbereich: der Küche. Lesen Sie hier mehr dazu.

Stone+tec

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Marmomac wie ein Labor für Designer

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sondern auch kommendes Jahr auf der Messe in Mailand. Foto: Friederike Voigt

Sind es die Menschen, die eine Stadt ausmachen, oder die Architektur? „Beides“, ist sich der Bildhauer und Architekt Craig Copeland sicher. Deshalb hat er für das Thema „Soul of the City“ im Italian Stone Theatre auf der Marmomac 2017 ein Werk kreiert, was beides vereint.

Auf einer Fläche von 4 x 4 Metern hat er zwei Wände aus jeweils 40 in sich gewundenen Platten aus Carrara Marmor und iranischem Grünschiefer aufgestellt, die sich wie zwei Hände ineinander verschränken. Entstanden ist ein Hohlraum, in dem sich Messebesucher auf Natursteinbänken ausruhen können.

„Meine Idee wurde auch dadurch beeinflusst, dass Südkoreas Hauptstadt Seoul sich als ‚City of the future’ bezeichnet. Das hat mich nachdenken lassen über die koreanische Flagge, die so einen wunderbaren Kreis in der Mitte aufzeigt. Wie Ying und Yang“, so Copeland. Die Balance hat er in sein Kunstwerk „Embrace“ übertragen. Kein Wunder, dass er die Marmomac als ein Labor für Designer beschreibt.


Daten über das Kunstwerk:

Architekt: Craig Copeland

Materiallieferant: Ca`D`Oro

Material: Bianco Carrara, Verde Picasso, Fantastic Black

Denkmalpfleger der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg haben ein neues Bildgebungsverfahren entwickelt, mithilfe dessen die Beschaffenheit von Naturstein nicht-invasiv ermittelt werden kann. (mehr …)