Faszination Marmomac – Der Stein im Oktober 2024

Stein Magazin
Bei der Präsentationen „Journey to the Centre of the Table“ während der diesjährigen Marmomac von Raffaello Galiotto sind zweidimensionale Tischplatten aus außergewöhnlichen Steinen mit dreidimensionalen Tafelaufsätzen in CNC-Bearbeitung zu sehen. Galiotto hat die einzelnen Objekte und das Ensemble entworfen. Die Idee dahinter: Wenn wir mit einem leeren Tisch konfrontiert werden, legen wir häufig einen Gegenstand in der Mitte ab. Laut Galiotto ist das eine beruhigende Geste, geleitet von unserem angeborenen Sinn für Ordnung und Ausgeglichenheit.

In unserer Marmomac-Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wie immer spektakulären Präsentationen während der Messe und stellen insbesondere den Designer Raffaello Galiotto vor, der seit Jahren eine feste Größe in Verona ist. Zudem beschäftigen wir uns mit einem weiteren Künstler aus Italien: Nazareno Biondo. Er ist bekannt für Alltagsgegenstände, die er aus Carrara-Marmor herstellt. Außerdem reisen wir gen Dänemark, wo das Parlament ein neues Entrée erhält. Der Belag im Parlamentshof wird mit gebrauchten recycelten Granitplatten gestaltet. So setzt man in Dänemark Zeichen für den grünen Wandel.

In wenigen Wochen öffnet die Marmomac ihre Pforten und wir dürfen uns wieder auf ereignisreiche Tage in Verona freuen. Neben all den wichtigen Verabredungen mit Ausstellern aus dem In- und Ausland sind wir in der STEIN-Redaktion wieder besonders gespannt auf die Präsentationen in Halle 10. Dort verheißt unter anderem die von Raffaello Galiotto kuratierte Ausstellung Full/Empty spektaktuläre Überraschungen. Internationale Designer und Unternehmen der Steinbranche haben Natursteinarbeiten angekündigt, die mit neuen digitalen Werkzeugen hergestellt wurden. Ein weiteres Highlight wird auch der von Giorgio Canale kuratierte „Walk of Stone“ sein, der die kreativen und technologischen Fortschritte der Branche vorstellt. Die Ausstellung versteht sich als eine „Ode an die Vielfalt und Schönheit natürlicher Materialien“. Das ist eine Ansage! Auf einem 300 Quadratmeter großen Laufsteg können Unternehmen der Steinindustrie jeweils einen Quadratmeter nutzen und ihre wertvollsten Kreationen zeigen.

Fachmesse für Marmor in Verona

Präzision und technische Reproduzierbarkeit sind Themen, mit denen sich der Designer Raffaello Galiotto intensiv beschäftigt. Seit Jahren ist er eine feste Größe auf der Marmomac. STEIN-Autorin Inge Pett hat sich mit dem Künstler und seinem Schaffenswerk genauer beschäftigt. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 6.

Was Sie, liebe Leserinnen und Leser, in Sachen KI und industrielle Fertigung auf der Messe erleben können, hat im Vorfeld unser Autor Michael Spohr für Sie herausgefunden. Erfahren Sie ab Seite 30, welche Unternehmen Sie unbedingt aufsuchen sollten, wenn Sie die Prozesse in Ihrer Maschinenhalle optimieren wollen.

Raffaello Galiotto | Künstliche Intelligenz in der Maschinenhalle

Dass beim Thema Kunst am Bau auch immer wieder einmal Naturstein zum Zuge kommt, freut uns in der Redaktion besonders. Ab Seite 42 präsentieren wir die Arbeit des libanesischen Künstlers Rayyane Tabet. 115 von ihm geschaffene Paletten aus Marmor werden künftig den Innenhof der Depots und Werkstätten der Staatlichen Museen zu Berlin schmücken.

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In unserer September Ausgabe dreht sich alles um Fliesen und Platten. Mehr dazu hier.

Naturstein von Rayyane Tabet

In unserer Marmomac-Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wie immer spektakulären Präsentationen während der Messe und stellen insbesondere den Designer Raffaello Galiotto vor, der seit Jahren eine feste Größe in Verona ist. Zudem beschäftigen wir uns mit einem weiteren Künstler aus Italien: Nazareno Biondo. Er ist bekannt für Alltagsgegenstände, die er aus Carrara-Marmor herstellt. Außerdem reisen wir gen Dänemark, wo das Parlament ein neues Entrée erhält. Der Belag im Parlamentshof wird mit gebrauchten recycelten Granitplatten gestaltet. So setzt man in Dänemark Zeichen für den grünen Wandel. […]

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Rocalia, der zweite Streich



Stein Magazin

“Acoustic Shell” im Rocalia Forum

Die französische Natursteinmesse Rocalia findet vom 3. bis 5. Dezember 2019 zum zweiten Mal statt. 125 Aussteller kommen nach Lyon, dazu gibt es Gewölbe-Innovationen und eine Design-Schau.

Wie bei der Premiere 2017 findet die Rocalia auch dieses Jahr zeitgleich mit der Garten- und Landschaftsmesse Paysalia statt. Die Zielgruppen – Architekten, Garten- und Landschaftsplaner, Restauratoren und Natursteinverarbeiter – überschneiden sich schließlich. Rund 125 Aussteller erwarten die Besucher, von Natursteinlieferanten über Werkzeughersteller und Maschinentechnologie bis hin zu Bauchemieanbietern und Dienstleistern wie Spediteuren und Software-Herstellern. Der große Gemeinschaftsstand “Emploi Formation” stellt alle Ausbildungsprogramme in der Natursteinbranche vor.

Die Veranstalter betonen stets, dass sie die Eigenschaften von Naturstein wieder stärker ins Bewusstsein von Architekten und Co rücken wollen. Wohl deshalb kündigten sie in der “Pierre Actual” an, dass sie keine Aussteller von “nicht natürlichen Materialien” zulassen. Engineered Stone und Quarzkomposit wird es auf der Rocalia demnach nicht zu sehen geben.

Der italienische Architekt Giuseppe Fallacara hat 2017  mit dem Gewölbe “Flux” beeindruckt. Auch 2019 stellt er ein innovatives Gewölbe aus, für das er nach dem Stereotomie-Prinzip das Gewicht des Steins für seine Konstruktion nutzt: Acoustic Shell ist eine doppelt gekrümmte Natursteinschale mit Fächerstruktur. Sie besteht aus sechseckigen Modulen und einem Stahlseil-System. Es gewährleistet die Stabilität der Konstruktion.

Der Architekt arbeitet seit Monaten mit Planern und den Steinmetzen der Compagnons du Devoir an dem Kunstwerk: Einer Studie über den nötigen Schnitt der Steine folgten Untersuchungen zur Metallbewehrung und den Steinelementen sowie die Herstellung der Fundamente und Hexagone.

 Es wird der Blickfang des Rocalia Forums sein. Dort bieten die Organisatoren eine Reihe von Vorträgen und Roundtables an. Kleiner Wermutstropfen: laut Website ausschließlich auf Französisch.

Vorträge zu Ausbildung, BIM-Praxis und Co

Ein Auszug aus dem Programm klingt dennoch spannend: Beim Roundtable zur Reform der Berufsausbildung spricht u.a. Jean-Claude Bellanger, Generalsekretär Les Compagnons du Devoir. Gaël Hamon wird ein BIM-Mock-up zum Wiederaufbau von Notre-Dame präsentieren. Wissenschaftler Eric Vincens spricht über die Beständigkeit von Trockenmauern aus Stein. Die Stadtplaner von Neuilly sur Seine stellen ihr Projekt vor, bei dem sie die Gassen der Stadt mit Naturstein sanieren. Alexandre Peutin, Direktor der Cité du Design matériauthèque, erklärt, was es mit dieser “Materialbibliothek” auf sich hat, die sich als Wissensvermittler für Handwerker, Künstler, Forscher und Architekten versteht.

Naturstein-Design auf der Messe

Mit der Rocalia Design Expo widmen die Organisatoren innovativen Projekten viel Raum. Die ausgestellten Exponate erfüllen allesamt folgende vier Kriterien: Der jeweilige Aussteller hat bei der Produktion mitgewirkt. Die Exponate stammen von Designern, die ihren Abschluss an einer Schule für Design, Architektur oder angewandte Kunst gemacht haben. Sie bestehen mindestens zu 80 Prozent aus Naturstein. Und sie gehören zu den Produktkategorien Möbel, Objekte, Geschirr, Wand- und Bodenbeläge oder Beleuchtung.

Der französische Verband SNROC und die Fachzeitschrift “Pierre Actual” – Messeausrichter gemeinsam mit der GL Events – organisieren darüber hinaus den Wettbewerb “Bauen mit Naturstein im 21. Jahrhundert”.

Zur Website der Messe

Skulptur des Monats: Stone Plant Sculpture

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Die Farben der „Stone Plant Sculpture“ erinnern an einen japanischen Zen-Garten. Zum ersten Mal aufgestellt wurde die grün-weiße Skulptur 2015 im United World College in Dilijan in Armenien – nun gewann sie den German Design Award 2018 in der Kategorie „Excellent Communications Design – Urban Space and Infrastructure“.

Die Abmessungen betragen 1,3 x 1,3 x 1,3 Meter. Ein diagonaler Schnitt teilt die Skulptur in zwei Bereiche: Sie besteht aus 60 Prozent Jura-Marmor und zu 40 Prozent aus Buchsbaum, welche den Kontrast der beiden Farben hervorhebt.

Mit der Skulptur möchten die Hersteller Bruns Pflanzenexport und Franken Schotter Natursteine die Wirkung ihrer Produkte in einer gemeinsamen Skulptur präsentieren. Der Entwurf stammt von den Garten- und Landschaftsarchitekten Glaßer und Dagenbach.

„Ein spannendes Projekt, das den natürlichen Gegensatz zwischen Stein
und Pflanze, leblosem Material und Lebewesen, in einer ästhetisch anspruchsvollen Skulptur zusammenführt“, begründet die Jury die Auszeichnung mit dem German Design Award 2018. Der Preis zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

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Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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August 2017: „Rocksound“. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-juni-UND-gabriele-berger
Juni 2017: Die Granitinstallation „UND“ beim historischen Schloss Pöggstall. (Foto: Wolfgang Woessner)
Skulptur des Monats Mai - Zylon von Ursula Rutishauser
Mai 2017: Die Skulptur „Zylon“ aus Marmor von Ursula Rutishauser. (Foto: Scuola di Scultura)
Skulptur des Monats Mai - Zylon Ursula Rutishauser
Mai 2017: Die Skulptur „Zylon“ aus Marmor von Ursula Rutishauser. (Foto: Scuola di Scultura)