Die große Klarheit – Der Stein im Mai 2025

Stein Magazin
Das Büro Brückner & Brückner Architekten hat das denkmalgeschützte Diözseanmuseum Freising in eine transparente, lichte Begegnungsstätte verwandelt. Neben dem Deutschen Natursteinpreis wurde das Museum auch mit dem Bayerischen Architekturpreis und Staatspreis für Architektur 2024 ausgezeichnet. „Sammeln, Bewahren, Dokumentieren, Präsentieren und Begegnen sind die Aufgaben eines Museums“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Diese habe das Diözesanmuseum zeitgemäß an einem historischen Ort gelöst: „Einzigartig, einladend und sinnlich geht von ihm in Freising heute eine besondere Strahlkraft aus“. Und dennoch fühlt es sich an, als ob es schon immer so war. Titelbild: : André Mühling, München

In STEIN 5/25 präsentieren wir große Flächen, die stark beansprucht werden. So wie der Quai Zurich Campus in der Schweiz. Drei Innenhöfe und die Fassade wurden hier mit Bollinger Sandstein gestaltet. Eine Hommage an Naturstein, wegen seiner Schönheit und Langlebigkeit aber auch in Bezug auf seine Nachhaltigkeit. Besonderer Hingucker: ein zwölf Meter langer Brunnen. Auch beim Umbau des Diözesanmuseums in Freising kam jede Menge Naturstein zum Einsatz. Historischer sowie neuer Dietfurter Kalkstein verleihen dem Gebäude eine besondere Wirkung und Wertigkeit, sowohl an der Fassade als auch im Innenraum. Dafür wurde das Museum mit dem Natursteinpreis 2024 ausgezeichnet. In der Nähe von Berlin werfen wir einen Blick auf Altlandsberg, wo sich das Schlossareal immer mehr zu einem begehrten Kultur- und Veranstaltungsort mausert.

Naturstein auf öffentlichen Plätzen liegt laut dem Deutschen Naturwerksteinverband (DNV) im Trend. Der nachhaltige Baustoff sei nicht nur witterungsbeständig, sondern auch resistent gegen Abnutzungserscheinungen in hochfrequentierten Zonen. Zudem ziehe Naturstein nur einen geringen Wartungsaufwand nach sich, was die langfristige Gestaltung von öffentlichen Räumen und stark beanspruchten Flächen zu einer kostengünstigen Option mache.

Geringer Wartungsaufwand

Beim Umbau des Quai Zurich Campus spielte auch eine wichtige Rolle, dass die Nutzung von Naturstein zur CO2-Reduktion und Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks beiträgt. Der Sitz der Zurich Insurance Group zählt zu den nachhaltigsten Gebäuden der Welt und verbindet historische Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert mit moderner Architektur. Wie der österreichische Architekt Adolf Krischanitz das Projekt angegangen ist, erfahren Sie ab Seite 6.

Nachhaltiges Projekt

Auch beim Umbau des denkmalgeschützten Diözesanmuseums in Freising, das zu einer transparenten, lichten Begegnungsstätte umgestaltet wurde, kam Naturstein zum Einsatz. Historischer und neuer Dietfurter Kalkstein verleiht dem Gebäude eine besondere Wirkung, sowohl an der Fassade als auch im Innenraum. Dafür wurde das Museum mit dem Natursteinpreis 2024 ausgezeichnet. Mehr dazu ab Seite 14.

Auszeichnung für eine besondere Wirkung

Große Flächen aus Naturstein im Außenbereich eignen sich hervorragend für die barrierefreie Stadtplanung. Insbesondere historische Pflasterbeläge finden sich auf zahlreichen Marktplätzen, in Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Straßen. Mit welchen Maschinen Steinmetzbetriebe ans Werk gehen, wenn der Zahn der Zeit den Naturstein zur Stolperfalle macht, Rutschgefahren bestehen oder schwierig zu überwindende Barrieren entstanden sind, lesen Sie ab Seite 34.

Für Barrierefreiheit

Und ein weiteres Thema, das derzeit für fast ein Drittel der Unternehmen sehr dringlich ist, möchten wir Ihnen ans Herz legen: die Nachfolgeregelung. Wie findet man überhaupt Interessenten und was gilt es zu beachten? Lesen Sie dazu mehr ab Seite 44.

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Petrologie, auch Steinkunde, ist die Lehre von der Entstehung, den Eigenschaften und der Nutzung der Gesteine. In unserer Online-Serie stellen wir Steinsorten und ihr Vorkommen vor: Diesmal Negro Marquina.

Der tiefschwarzer Grundfarbton des Negro Marquina, der auf die enthaltenen organischen Kohlenstoffverbindungen zurückzuführen ist, kommt am besten bei polierten Oberflächen zur Geltung. Foto: Abraxas Stone Experts/Giesen

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Bei König hat man auf den Ruf nach mehr Tempo mit den sogenannten UHS-Werkzeugen reagiert. Das Akronym steht für Ultra High Speed. Wie sich das in der Praxis auswirkt, erklärt König-Produktmanager Stefan Nichter: Waren bei drei Zentimeter starkem Granit früher 200 bis 300 Millimeter Vorschub in der Minute mit dem Fingerfräser üblich, erreichen die UHS-Fräser 400-500 Millimeter. Besonders deutlich werden laut Nichter die Fortschritte in der Werkzeugherstellung bei den Parametern für Kunststein. Erreichte ein Fingerfräser im zwei Zentimeter starken Engineered Stone früher 300 bis 350, leisten die UHS-Werkzeuge bis zu 600 Millimetern in der Minute. Wie fordernd dagegen Keramik ist, zeigen die derzeit empfohlenen Werte von 150 bis 250 Millimetern in der Minute.

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