Hessischer Ehren-Landesinnungsmeister Helmut Schön verstorben



Helmut Schön ist am 5. August im Alter von 84 Jahren verstorben. Der Verband trauert um einen „engagierten, richtungsweisenden Kollegen“.

Traueranzeige_Helmut_Schoen
Die Traueranzeige der Familie. Foto: LIV Hessen

Helmut Schön gründete 1962 eine Firma für Natursteinarbeiten in Frankfurt am Main. Zehn Jahre später siedelte das Unternehmen um, in eine neue Werkstatt vor den Toren Frankfurts. 1991 übernahmen drei seiner fünf Kinder das Unternehmen. Der Steintechniker und Steinmetzmeister war dem Handwerk jahrzehntelang auch ehrenamtlich verbunden: Von 1978 bis 1997 war Schön Obermeister der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Frankfurt. Ab 1984 fungierte er außerdem neun Jahre als Vorstandsmitglied des LIV Hessen. Die Innung fusionierte 1997. Danach übernahm Schön bis 2002 das Amt des Obermeister der Steinmetzinnung Hessen-Mitte. Übergangsweise übte er es von 2004 bis 2005 noch einmal aus. Von 1993 bis 2002 hielt er das Amt des Landesinnungsmeisters inne. 2002 ernannten ihn die Delegierten zum Ehren- Landesinnungsmeister.

Angehörige wünschen sich statt Blumen Beitrag zur Weiterbildung der Meisterschüler

Der Landesinnungsverband Hessen schreibt in seinem Nachruf: „Die Steinmetze verlieren mit ihm einen engagierten, richtungsweisenden und kompetenten Kollegen.“ Schön engagierte sich für die Meisterausbildung und war Naturstein-Sachverständiger. Er entwickelte Schulungen, nahm Fachkundeprüfungen ab und organisierte Sachverständigenseminare.

Seine Angehörigen zitieren ihn in der Traueranzeige mit den Worten: „Wir Steinmetze kennen es, unser Rezept. Uralt und immer aktuell: Nicht lange reden. Zupacken, handeln!“ Statt Blumen wollen sie in Schöns Gedenken einen Beitrag zur Weiterbildung der Aschaffenburger Steinmetz-Meisterschüler sammeln (Konto: Stadt Aschaffenburg, Sparkasse Aschaffenburg, IBAN: DE 07 7955 0000 0000 0107 51, BIG: BYLADEM1ASA, Stichwort: Helmut Schön).