Die neue leichte Küche – Der Stein im Juni 2025

Stein Magazin
Gemeinsam mit seinem Partner Glenn Pushelberg hat George Yabu „nami“ – japanische für Welle – für die westfälische Luxusküchen-Manufaktur eggersmann entworfen. „Es sollte eine Küche sein, die zwar sehr funktional ist, aber nicht auf den ersten Blick danach aussieht“, erklärt der kanadische Designer in einem Interview auf der Website des Küchenherstellers.Die Insel ist in zwei Maßen erhältlich: einmal 2,8 Meter breit und 1,25 Meter tief, zum anderen in der Breite von 3,8 Metern und der Tiefe von 1,45 Metern. Beide Varianten kann der Kunde mit integriertem Kochfeld oder Steinspülbecken sowie mit Auszügen und Schubkästen bestellen. Titelbild: eggersmann

Wir stellen in der Küchenausgabe von STEIN ein ganz besonderes Exemplar aus der Kreativabteilung des westfälischen Luxusküchen-Herstellers eggersmann vor: ein Objekt, das nach Wunsch der kanadischen Designer auf den ersten Blick erst einmal gar nicht an eine Küche erinnert. Der Kunde kann den Küchenblock mit integriertem Kochfeld oder Steinspülbecken sowie mit Auszügen und Schubkästen bestellen. Einen eigenen Akzent in der modernen Architektur des Hauses setzt eine weitere Küche aus „Tundra Grey“. Der Block wirkt eher wie ein langer Marmortisch und die Küche ist damit fast unsichtbar, auch weil die weißen, grifflosen Einbauschränke in die Wand integriert sind. 

Küchen liegen seit geraumer Zeit im Trend. Bei Kunden wie bei Küchengestaltern. Sie haben sich vom reinen Arbeitsplatz zum attraktiven Treffpunkt in Haus oder Wohnung entwickelt. Im Jahr 2023 bezifferte statista die Umsätze in der Herstellung von Küchenmöbeln in Deutschland auf rund 6,2 Milliarden Euro. Küchen bildeten damit die umsatzstärkste Möbelkategorie auf dem deutschen Markt. Besonders beliebt sind Kücheninseln. Hier findet man zum ersten Kaffee am Morgen oder zum Aperol am Abend zusammen. Ab Seite 6 stellen wir ein ganz besonderes Exemplar der Superlative aus der Kreativabteilung des westfälischen Luxusküchen-Herstellers eggersmann vor: ein Objekt, das nach Wunsch der kanadischen Designer auf den ersten Blick erst einmal gar nicht an eine Küche erinnert.

Der erste Kaffee

Einen eigenen Akzent in der modernen Architektur des Hauses setzt eine Küche aus „Tundra Grey“. Der Block wirkt eher wie ein langer Marmortisch und die Küche ist damit fast unsichtbar, auch weil die weißen, grifflosen Einbauschränke in die Wand integriert sind. Hintergründe zu den anspruchsvollen Natursteinarbeiten finden Sie ab Seite 14. Beim Einbau teurer Naturstein-Oberflächen können immer einmal kleinere Schäden entstehen. Das betroffene Teil wird dann oft komplett ausgetauscht. Wie man kleine Macken leicht ausbessern kann und damit nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt einen Dienst erweist, erfahren Sie im Interview ab Seite 22.

Kleiner Schaden, großer Aufwand

Kennen Sie Löhne? Die 40.000-Einwohner-Stadt im ostwestfälischen Kreis Herford ist vom 20.bis 25. September wieder der Nabel der Küchenwelt. Die Küchenmesse area30 ist auch für die Natursteinbranche ein Termin, der nicht mehr aus dem Kalender wegzudenken ist. Mehr dazu ab Seite 30. Eine Herausforderung, die nach wie vor vielen Handwerksbetrieben unter den Nägeln brennt, ist das Rekrutieren von geeignetem Nachwuchs. Welche Erfahrungen Steinmetze dabei mit Quereinsteigern gesammelt haben, lesen Sie ab Seite 44.

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In unserer letzten Ausgabe 05/25 beschäftigen wir uns mit großen Flächen, die stark beansprucht wurden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Nachwuchs gesucht

Wir stellen in der Küchenausgabe von STEIN ein ganz besonderes Exemplar aus der Kreativabteilung des westfälischen Luxusküchen-Herstellers eggersmann vor: ein Objekt, das nach Wunsch der kanadischen Designer auf den ersten Blick erst einmal gar nicht an eine Küche erinnert. Der Kunde kann den Küchenblock mit integriertem Kochfeld oder Steinspülbecken sowie mit Auszügen und Schubkästen bestellen. Einen eigenen Akzent in der modernen Architektur des Hauses setzt eine weitere Küche aus „Tundra Grey“. Der Block wirkt eher wie ein langer Marmortisch und die Küche ist damit fast unsichtbar, auch weil die weißen, grifflosen Einbauschränke in die Wand integriert sind.

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Nachruf Helga Elisabeth Trassl

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Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag.

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag. Foto: Unsplash

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl. Die 1940 in Wien geborene und zeitlebens überzeugte Österreicherin fühlte sich dennoch in Würzburg heimisch. Frau Trassl war öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein im Innenausbau. Ihre Vereidigung erfolgte 1996 von der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt. Sie war die erste weibliche Sachverständige bei der Kammer auf dem Natursteinsektor.

Die bei ihren ersten Gutachten noch vorhandene Skepsis in der von Männern dominierten Fachwelt war bald verflogen. Frau Trassl überzeugte durch ihre Fachkenntnis und durch ihr Verhandlungsgeschick auch in schwierig gelagerten Fällen. Im ehelichen Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb in Ardagger / Österreich sammelte sie Erfahrung im Versetzen von Naturwerkstein, gewann Überblick über viele Natursteinsorten mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Besonderheiten. Als gelernte Drogisten hatte sie überdies auch fundierte Kenntnisse in Chemie – was damals für Sachverständige in der Natursteinbranche eher selten der Fall war. Nachdem mit der Weiterentwicklung der Verlegematerialien und –Methoden Chemie eine immer größere Rolle spielte, kamen ihr diese Kenntnisse bei ihren Gutachten zugute. Ab 1985 war sie  bis zu dessen Tod mit ihrem zweiten Ehemann Heinz Trassl in dessen Gutachterbüro tätig.

Frau Trassl starb kurz nach ihrem 80. Geburtstag in Würzburg nach langem und mit viel Energie und großer Geduld ausgetragenem Kampf gegen ihre Krankheit.

Das bietet die Carrara Marmotec 2016

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Die 33. Ausgabe der internationalen Messe für Marmor, Technologie und Design Carrara Marmotec findet in diesem Jahr vom 18. bis 21. Mai statt. Die Besucher können sich auf einige Neuerungen und einen vollen Veranstaltungskalender freuen. Wir haben mit Luca Figari, Geschäftsführer der CarraraFiere, gesprochen.

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Die internationale Messe für Marmor, Technologie und Design Carrara Marmotec findet alle zwei Jahre in Carrara statt. (Foto: CarraraFiere)
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In einem eigenen Bereich auf der Messe sollen in diesem Jahr Beispiele für die regionale Kreativität präsentiert werden. (Foto: CarraraFiere)
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Carrara-Marmor ist einer der bekanntesten Marmore weltweit und wird in etwa 150 Brüchen im Raum Carrara abgebaut. (Foto: CarraraFiere)
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Die Marmorsteinbrüche um Carrara befinden sich in den Apuanischen Alpen, hauptsächlich in vier Tälern um Carrara. (Foto: CarraraFiere)

STEIN: Was können wir von der Carrara Marmotec 2016 erwarten?

Figari: Die Carrara Marmotec 2016 wird sich in einem ganz neuen Format präsentieren – im Vergleich zur Vergangenheit und dem, was man von Messen in dieser Branche kennt. Das Ziel der Messe ist es, ein Nischen-Event zu werden, das Tradition und Innovation innerhalb der Branche kombiniert. Das Geschäftliche wird mit einem Veranstaltungsprogramm verbunden, wodurch die Ausstellung zu einem Ort des Lern- und Technologie-Transfers von Industrie-Playern wird.

Der Fokus wird in diesem Jahr auf Innovation und Bildung, Architektur und Design, Nachhaltigkeit und natürlich Geschäftsangelegenheiten liegen. Wenn es um Marmor geht, ist Carrara weltweit ein Synonym für Exzellenz – das muss die Messe darstellen. Das Motto des Events ist nicht umsonst „Meet the excellence” (dt. „Treffen Sie die Exzellenz”), denn hier kann man auf Exzellenz in Form von Produktion und Technologie, die diese ermöglicht, treffen.

Was ist Ihr persönliches Highlight der Messe?

Die Stärke der diesjährigen Ausgabe ist der Fokus auf Inhalt und Innovation einerseits und das B2B-Meeting-Programm andererseits, das jedem Austeller die Möglichkeit gibt, eine ganze Reihe an Meetings mit hochqualifizierten, ausländischen Experten (Unternehmer, Architekten und Importeure) wahrzunehmen. Wir haben eine Software zur Partnervermittlung angeschafft, die – nach vorsichtiger Profilerstellung von Käufern und Verkäufern – die Agenda der Meetings über einen Algorythmus organisiert. So werden die Chancen eines effektiven Austauschs zwischen passenden Geschäftspartnern erhöht.

Welche Unternehmen werden ihre Innovationen in der Start-up-Arena präsentieren?

Die Start-up-Arena stellt der Öffentlichkeit ein Duzent junger, innovativer Unternehmen vor, die Produkte oder Services mit Bezug auf die Steinindustrie vertreiben. Besondere Aufmerksamkeit kommt Produkten zu, die den Naturstein mit dem Thema Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft verbinden.

Die innovativsten Start-ups werden mit dem Preis „Sustainable Stone – Best Innovation 2016” ausgezeichnet. Das Thema Aufbereitung von Abfall, Splittern und Mehl ist in allen Industriebranchen sehr aktuell – entsprechend der EU-Richtlinien zur Kreislaufwirtschaft. Es werden Unternehmen wie Catalyst Ltd Sustainable Building da sein, die den Staub, der durch das Schneiden entsteht, nutzen, um Sekundärrohstoffe wie Ziegelsteine herzustellen. Es wird Öko-Design-Objekte geben, wie die von Recycled Stones oder Bedifferent Srl. In der Start-up-Arena werden außerdem Vorführungen und Vorträge zu den Themen Robotertechnik, Internet der Dinge und Ökodesign stattfinden.

Warum sind die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität dieses Jahr so wichtig?

Der Grund dafür ist, dass die Messelandschaft dem Besucher heutzutage mehr bieten muss als das, was er an seinem Schreibtisch beim Surfen im Internet finden kann. Das einfache Ausstellen von Produkten reicht mittlerweile nicht mehr, um eine Messe attraktiv zu machen. Man muss aus dem Event eine temporäre Bündelung von Wissensaustausch machen, sich um den Inhalt kümmern und Lernen durch Erfahrung unterstützen. Um das zu erreichen, müssen die Organisatoren der Messe ein Projekt auf die Beine stellen, das die aktuellen Bedürfnisse der Industrie reflektiert und Aussteller dazu bringt, ihre Kommunikationsstrategie zu überdenken.

Was sind Ihre Ziele und Wünsche für die Carrara Marmotec 2016?

Das Ziel der CarraraMarmotec 2016 ist, sich selbst neu zu erfinden, indem sie eine hochspezialisierte Fachmesse wird. Eine Messe, die man nicht verpassen darf, um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich allem Neuen und Innovativen in der Natursteinindustrie zu bleiben. Ich hoffe, dass all unsere Bemühungen mit einer hohen Besucherzahl belohnt werden!