MARMO+MAC trifft Kunst – Der Stein im September 2025

Stein Magazin
Die Vorbereitungen für die Marmo+mac 2025 laufen auf Hochtouren. Die Fachmesse für Marmor und andere Natursteinsorten in Verona zieht alljährlich über 60.000 Besucher aus über 150 Nationen an. Diese viertägige Veranstaltung bietet nicht nur Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen der Branche zu informieren, sondern ist auch perfekt, um Austausch mit Kollegen und Lieferanten zu suchen. Hinzu kommt ein buntes Begleitprogramm, das in jedem Jahr mit neuen Attraktionen aufwartet. So widmet sich das Plus Theatre in diesem Jahr dem 60. Todestag des weltbekannten Architekten Le Corbusier und dem 100. Jubiläum seines visionären „Plan Voisin“, in dem er einen Teil von Paris völlig neugestalten wollte. Zusätzlich zu Seminaren für Fachleute sind im Plus Theatre auch Vorträge geplant, die Diskussionen rund um Marmor und zeitgenössische Kultur anregen sollen. Titelbild: Ennevi

In unserer Ausgabe zur Marmomac berichten wir ausführlich, was die Besucher in diesem Jahr an besonderen Ausstellungen und Vorträgen auf der Messe erwarten dürfen. Darüber hinaus haben wir mit Ausstellern über ihre Neuheiten gesprochen und vorab einen sehr intensiven Blick in die Maschinenhalle geworfen. Neben dem Vorgeschmack auf Verona stellen wir auch ein Mehrfamilienhaus aus der Schweiz vor, das aus massiven Natursteinelementen gebaut wurde. Zudem zeigen wir, wie man sich an BIM-Projekten beteiligen kann, ohne die entsprechende Software zu besitzen.

Die Marmo+mac rückt näher. Vom 23. bis 26 September treffen sich Natursteinexperten aus aller Welt wieder in Verona. Dort erwarten sie nicht nur Aussteller mit ihren Neuerungen aus aller Welt, sondern auch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm. Dazu gehört der Film „Il Capo“ des italienischen Filmemachers Yuri Ancarani. Er spielt in einem Marmorbruch in Carrara und wurde vor 15 Jahren erstmals bei den Filmfestspielen in Venedig vorgeführt. Passend dazu wird die erste Playlist vorgestellt, die sich der akustischen Welt des Marmors widmet – von der Gewinnung der Blöcke über das Sägen bis hin zur Bearbeitung in der Werkstatt. Erfahren Sie mehr über das geplante Kulturprogramm der Marmo+mac, was die Steinindustrie von der Messe erwartet und wie die aktuelle Stimmung am Markt ist. Unser Vorbericht startet ab Seite 30.

Film „Il Capo“

Welche Neuerungen es im Bereich Maschinen und Tools auf der Messe geben wird, hat unser Autor Michael Spohr für Sie ab Seite 36 zusammengestellt. Soviel aber schon einmal vorab: Die Stimmung bei den Maschinenherstellern ist optimistisch wie selten zuvor.

Optimistische Stimmung

Ein mehrgeschossiges Gebäude aus Naturstein stellt unsere Autorin Dr. Inge Pett Ihnen ab Seite 6 vor. Das Projekt aus der Schweiz könnte auch für die hiesige Baubranche Vorbildcharakter haben. Denn hier geht es nicht um ein exklusives Gebäude für Menschen mit einem prallen Portemonnaie, sondern um Sozialwohnungen.

Mit Vorbildcharakter

Eine logistische Meisterleistung, die ihresgleichen sucht, zeigt unsere Autorin Anne Fischer ab Seite 22: Eine tonnenschwere Sandsteinstele findet ihren Weg in den Innenhof des neu gebauten Zentrums für Islamische Theologie – Maßarbeit mit Gewicht.

Logistische Meisterleistung

Ab der Seite 50 zeigen wir Ihnen, wie Sie sich an BIM- Projekten beteiligen können, auch wenn Sie die entsprechende Software nicht besitzen. Inzwischen gibt es BIM- oder IFC-Viewer, mit denen sich BIM-Modelle anzeigen, auswerten, prüfen und kommentieren lassen. Echt praktisch.

Viel Spaß bei der Lektüre von STEIN wünscht Ihnen

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In unserer letzten Ausgabe 08/25 zeigen wir, wie es um den Beruf des Steinmetz bestellt ist. Lesen Sie hier mehr dazu.

Echt praktisch

In unserer Ausgabe zur Marmomac berichten wir ausführlich, was die Besucher in diesem Jahr an besonderen Ausstellungen und Vorträgen auf der Messe erwarten dürfen. Darüber hinaus haben wir mit Ausstellern über ihre Neuheiten gesprochen und vorab einen sehr intensiven Blick in die Maschinenhalle geworfen. Neben dem Vorgeschmack auf Verona stellen wir auch ein Mehrfamilienhaus aus der Schweiz vor, das aus massiven Natursteinelementen gebaut wurde. Zudem zeigen wir, wie man sich an BIM-Projekten beteiligen kann, ohne die entsprechende Software zu besitzen. […]

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Gestaltungswettbewerb Grabzeichen

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Der Landesinnungsverband Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk Baden-Württemberg führt seit 1965 jährlich den Gestaltungswettbewerb „Grabzeichen“ durch. Seit knapp 20 Jahren wird der Wettbewerb auch bundesweit ausgeschrieben. Die nächste Einreichungsrunde endet im Februar 2017.

Steinmetze aus ganz Deutschland können sich mit ihren Arbeiten bewerben. Die Jury legt dabei besonderen Wert auf die gestalterische Qualität der Grabzeichen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die eingereichten Arbeiten bereits auf einem Friedhof stehen müssen. Am Ende des Wettbewerbs darf sich der Gewinner über ein Preisgeld bis in Höhe von 1.000 Euro freuen. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Arbeiten zu fördern und die zeitgenössische Bestattungskultur zu stärken.

Erfahren Sie mehr über den Gestaltungswettbewerb und reichen Sie Ihre Arbeiten noch bis zum 28. Februar 2017 ein.

Grabpflege muss man sich leisten können. Das Problem betrifft nicht nur viele zeitgenössische Normalsterbliche, auch für die anstehende Ertüchtigung des Florentiner Grabmals von Michelangelo fehlen derzeit die Mittel. Daher lief ursprünglich bis zum 30. Oktober 2017 eine Spendenaktion der zuständigen gemeinnützigen Organisation Opera di Santa Croce. Weil der notwendige Betrag leider noch nicht zusammengekommen ist, wurde die Kampagne aktuell verlängert, die Arbeiten am Grabmonument und dem dazugehörigen Altar sollen baldmöglichst beginnen.

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Er hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Grablege Michelangelos und seiner Familie muss dringend gesäubert und restauriert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Doppelter Andachtsort: Links der Familienaltar der Buonarroti, rechts das Grabmal. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Vor dem Sarkophag aus Breccia di Seravezza (auch Breccia Medicea genannt) trauern die personifizierten Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei um Michelangelo. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Die Nahaufnahme zeigt: Die Skulpturen aus Bianco di Carrara müssen dringend gesäubert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Erst 2016 entdeckt: Am linken Bildrand etwa auf halber Höhe hat Vasari den verstorbenen Michelangelo als Pharisäer Nikodemus im Altargemälde versteckt. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Seit der Überschwemmung von Florenz 1966 weist das Gemälde des Familienaltars der Buonarroti gravierende Schäden auf, dazu kommen die Ablagerungen der Jahrhunderte. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Vormals Weiß trifft Purpur – Carrara-Marmor und Breccia di Seravezza am Grab Michelangelos und der Seinen. Noch bis 30. Oktober kann für die Restaurierung gespendet werden. (Foto: Opera di Santa Croce)

Es steht nicht gut um das Familiengrab der Buonarroti. Zusammen mit 66 Verwandten ruht Michelangelo in der Basilika Santa Croce zu Florenz, das Andenken an den berühmtesten Sohn des Geschlechts steht im Fokus des Grablege-Ensembles bestehend aus steinernem Monument und angrenzendem Altar. Für die dringenden erhaltenden Maßnahmen werden insgesamt 100.000 Euro benötigt, 15.000 stehen bis dato noch aus.

„Die Skulpturen aus Carrara-Marmor wurden zum letzten Mal vor 22 Jahren gesäubert und haben seither wieder viele Ablagerungen angesetzt“, erklärt Paola Vojnovic, zuständig für die Spendenaktion #InTheNameOfMichelangelo bei Opera di Santa Croce. „Aufgrund der porösen Struktur des Steins können diese eindringen und ihn zerbröseln lassen.“ Eine Säuberung des Ensembles, das im Zentrum eine Büste des Meisters aus Bianco di Carrara auf einem Sarkophag aus purpurner Breccia di Seravezza zeigt, vor dem weiße Carrara-Marmor-Allegorien seiner drei Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei trauern, ist unbedingt sinnvoll.

Direkt links neben dem Grabmal, 1570 von Michelangelos Freund Giorgio Vasari entworfen, findet sich der Familienaltar der Buonarroti mit einem Altargemälde, geschaffen vom selben Künstler. Hier reichen die Schäden weiter – und das seit vielen Jahren. Das Bild (Öl auf Pappelholz, 1572) wurde durch die große Überschwemmung in Florenz 1966 stark beschädigt. Weil der gesamte Reparaturbedarf in der Stadt immens war, wurde das Gemälde damals nur notdürftig gesichert. Zudem ist es durch Staub und Schmutzablagerungen der Jahrhunderte stark eingedunkelt. So entdeckte man erst kürzlich eine Darstellung Michelangelos in der Figurenkomposition, der zu seiner eigenen letzten Ruhestätte hinüberblickt. Säuberungs- und Sicherungsarbeiten sind dringend durchzuführen.

Für das Projekt werden noch 15.000 Euro benötigt, spenden kann man online über den Donate-Button auf http://santacroceopera.it/michelangelo/. Auch Kleinbeträge helfen, wie Paola Vojnovic unterstreicht: „Wir freuen uns über jeden, der vielleicht auch nur 25 oder 50 Euro beisteuert.“ Alle Spender werden übrigens ebenfalls in Santa Croce verewigt: In einem Buch der Spender im Archiv dieser Basilica minor. Für größere Zuwendungen von Privatpersonen oder Firmen (5.000, 10.000 oder gar 15.000 Euro) sind noch speziellere Ehrungen vorgesehen, wie z. B. eine Plakette am Eingang des Gotteshauses.

 

Zu Carrara-Marmor, aus dem Michelangelo zu Lebzeiten herausragende Kunstwerke schuf und welchen auch Vasari für das Grabmal des Meisters heranzog, lesen Sie übrigens mehr in STEIN 11/17 in Teil 3 unserer Serie „Italiens Klassiker“.