Naturstein macht aus dem Bad eine elegante Wellness-Oase. Doch Wasser, Kalk, Seifenreste und falsche Reiniger können die empfindlichen Oberflächen belasten. Mit der richtigen Natursteinpflege lässt sich die besondere Optik langfristig erhalten.
Wer sein Bad mit Naturstein gestaltet, entscheidet sich für ein Material mit Geschichte. Schon seit Jahrtausenden wird Stein in Bädern eingesetzt. Heute sorgen moderne Herstellungsmethoden dafür, dass Naturstein vielseitig einsetzbar ist – vom Fußboden über die Wandverkleidung bis hin zu Waschtischen und Ablagen. Hinzu kommt die große Auswahl an natürlichen Dekoren. Gerade die individuelle Optik macht das Material attraktiv. Doch wo viel Wert auf die Oberfläche gelegt wird, stellt sich auch die Frage nach ihrem langfristigen Erhalt. Denn Naturstein ist nicht gleich Naturstein. Während Granit als besonders robust bekannt ist, reagieren andere Gesteinsgruppen empfindlicher. Im Bad zeigt sich das vor allem dort, wo Wasser und Reinigungsmittel regelmäßig auf die Oberfläche treffen. Eine durchdachte Natursteinpflege beginnt deshalb bereits nach dem Verlegen.
Wenn nach dem Verfugen der erste Schleier bleibt
Nach dem Verfugen kann ein mehr oder weniger sichtbarer Zementschleier zurückbleiben. Das Problem: Die Reste des Fugmaterials machen die Oberfläche rauer und begünstigen damit die Schmutzanhaftung. Bei säurebeständigen Hartgesteinen kann hier der Lithofin MN Zementschleier- und Rostentferner eingesetzt werden. Zuvor sollte die Fläche allerdings vorgenässt werden. So lässt sich verhindern, dass das Produkt zu tief eindringt und möglicherweise die Fugen schädigt.
Nicht jeder Naturstein ist für die Behandlung mit säurehaltigen Reinigern geeignet. Gerade bei weniger bekannten Gesteinen lohnt sich deshalb ein kurzer Test an einer unauffälligen Stelle, bevor die gesamte Fläche behandelt wird. So lässt sich feststellen, wie der Stein auf das Produkt reagiert. Noch sensibler reagieren Weichgesteine wie Marmor oder Limestone. Säurehaltige Reiniger können diese Materialien angreifen. Für solche Oberflächen ist ein mildalkalischer Reiniger wie Lithofin MN Grundreiniger vorgesehen. Die Rückstände werden damit eingeweicht und anschließend vorsichtig mit einem weißen Pad abgerieben.
Eine Besonderheit gibt es bereits vor dem Verfugen: Bei empfindlichen und saugfähigen Natursteinen kann die gewählte Imprägnierung dünn aufgetragen werden. Durch die wasserabweisende Wirkung wird das Aufbrennen des Mörtels verzögert und das spätere Abwaschen erleichtert. Natursteinpflege beginnt damit schon zu einem Zeitpunkt, an dem das fertige Bad noch gar nicht sichtbar ist.
Wasser, Kalk und Seifenreste: die tägliche Belastungsprobe
Ist das Bad fertig, beginnt die eigentliche Herausforderung. Flächen, die dauerhaft nass werden, sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Lotionen, Seifenreste, Körperfett und Kalkrückstände treffen auf Naturstein und Fugen. Häufig kommen verschiedene Reinigungsmittel hinzu. Eine entsprechende Schutzbehandlung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Natursteinpflege.
Lithofin MN Fleckstop rüstet den Stein wasser- und ölabweisend aus. Für Kleinflächen kann alternativ die höherwertige Werkstattimprägnierung Lithofin NanoTOP verwendet werden. Die Behandlung verhindert, dass schmutzbelastetes Wasser sowie ölige und fettige Verunreinigungen ungehindert in die Oberfläche eindringen. Dadurch lassen sie sich leichter beziehungsweise mit milderen Reinigern entfernen. Das schont Stein und Fugen und unterstützt zugleich eine längere Wirksamkeit der Imprägnierung.
Die Imprägnierung zieht in den Stein ein und bleibt in der Regel unsichtbar. Eine Ausnahme bilden farbvertiefende Produkte, bei denen der sogenannte Nasseffekt erwünscht ist. Auch die Trittsicherheit bleibt bei sachgemäßer Verarbeitung weitgehend erhalten. Für Weichgestein können im privaten Bereich schichtbildende Produkte wie Lithofin MN Politur Creme zusätzlichen Schutz bieten. Da sich diese Schichten jedoch schnell abnutzen, müssen sie regelmäßig erneuert werden. Auf Waschtischabdeckungen und Wänden sollte ihr Einsatz aus Gründen der Rutschsicherheit begrenzt bleiben.

Imprägnierungen ziehen in den Stein ein und bilden zumeist einen „unsichtbaren“ Schutz, abgesehen von farbvertiefenden Produkten, wo der „Nasseffekt“ erwünscht ist. Die Trittsicherheit der Oberfläche bleibt unberührt. Messungen zeigen, dass sachgemäß verarbeitete Imprägnierungen, wenn überhaupt, die Rutschfestigkeit nur geringfügig verändern.
Foto: Lithofin
Bei der Reinigung kommt es auf den richtigen Reiniger an
Im Alltag entscheidet die Empfindlichkeit des Steins darüber, welches Produkt zum Einsatz kommen sollte. Lithofin KF Sanitärreiniger eignet sich für säurebeständige Steine sowie für Keramik und Armaturen. Verdünnt angewendet, entfernt er Seifenreste und Kalkablagerungen. Säurehaltige Reiniger sollten nur nach Bedarf eingesetzt werden. Eine übermäßige oder konzentrierte Anwendung kann die zementäre Verfugung schädigen. Auch hier sollten die Fugen vorher mit Wasser genässt werden.
Marmor und Kalkstein benötigen besondere Aufmerksamkeit. Gerade in der Dusche ist die Belastung durch Wasser und darin gelösten Kalk hoch. Wer die Natursteinpflege hier auf wenige Handgriffe reduziert, kann bereits viel bewirken: Nach dem Duschen sollte die Fläche mit einem Gummiwischer abgezogen werden. Anschließendes Trockenreiben mit einem Lappen oder alten Handtuch entfernt Kalk, bevor sich hartnäckige Rückstände bilden.
Auch bei der Reinigung von Armaturen ist Vorsicht angebracht. Der säurehaltige Nebel eines Kalkentferners aus der Sprühflasche kann sich beispielsweise auf einem dahinterliegenden Marmor niederschlagen und dessen Politur erblinden lassen. Für die regelmäßige Unterhaltsreinigung empfiehlt sich Lithofin MN Wischpflege im Wischwasser.
Auf Waschtischen, Ablagen und ähnlichen Kleinflächen kann Lithofin KF Badreiniger verwendet werden. Seine mildalkalische Formulierung eignet sich für jede Art von Naturstein. Bei stärkeren Verschmutzungen kommt Lithofin MN Grundreiniger zum Einsatz.
So zeigt sich: Natursteinpflege muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist vielmehr, die unterschiedlichen Empfindlichkeiten zu berücksichtigen und Reinigung, Schutz und Werterhalt aufeinander abzustimmen. Wer diese Grundregeln beachtet, schafft die Voraussetzung dafür, dass die charakteristische Oberfläche des Natursteins auch im anspruchsvollen Bad langfristig erhalten bleibt.
Info
Für öffentlich genutzte Bereiche sind intensivere Reinigungs- und Pflegemaßnahmen erforderlich. Um eine wirtschaftliche und Stein schonende Unterhaltsreinigung sicherzustellen, sollte für das Reinigungspersonal ein detaillierter Reinigungsplan erstellt werden. Für private Endverbraucher ist eine Pflegeanleitung hilfreich.
Kontakt:
LITHOFIN AG, Heinrich-Otto-Str. 36, D-73240 Wendlingen, Tel.: +49 7024 9403-20,
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