Steinexpo auf 2021 verschoben



Die Demomesse im hessischen Nieder-Ofleiden kann wegen Corona nicht im August stattfinden. Sie verschiebt sich auf 2021, das genaue Datum folgt.

Bei der Steinexpo präsentieren sich aller drei Jahre Baumaschinenhersteller, Anbieter von Aufbereitungs-Technik, Zusatzausrüster und Dienstleister. Bei Live-Vorführungen vor der Kulisse von Europas größtem Basaltsteinbruch zeigen sie Bau- und Arbeitsmaschinen, Nutzfahrzeuge und Anlagen zur Rohstoffgewinnung und -aufbereitung. Veranstaltet wird die Steinexpo von der Geoplan GmbH. Die Verantwortlichen haben die Messe nun aufs kommende Jahr verschoben. Den neuen Termin wollen sie zeitnah bekannt geben. Für die 11. Messe war erstmals ein Innovationspark unter dem Motto „Quarry Vision“ geplant.

Innovationen bei Quarry Vision

In diesem Areal sehen Besucher nun 2021 Technologie-Innovationen. Die sind nicht zwingend marktreif, aber immerhin „zum Anfassen“. Neben intelligenten Maschinen und Fahrzeugen handelt es sich um Dienste mit fortschrittlicher Datenvernetzung, die neue Möglichkeiten im separaten Einsatz sowie in der Interaktion mit anderen intelligenten Maschinen ermöglichen.

Vollautomatisierte Technik der Zukunft

Denn die Forschung zu autonomen Baufahrzeugen trägt inzwischen sehenswerte Früchte: Volvo CE hat zum Beispiel im Rahmen des Forschungsprojekts „Electric Site“ – dem ersten vollelektrifizierten Steinbruch – eine Konzeptstudie eines autonomen und mit Batteriestrom betriebenen Lastenträgers entwickelt. Mit dem Prototyp „HX02“ können die Kohlendioxidemissionen um bis zu 98 Prozent reduziert und die Energiekosten um bis zu 70 Prozent gesenkt werden.

Praxisnahe Demonstrationen im Steinbruch

Die Steinexpo ist in zehn Angebotsbereiche unterteilt:
– Bohr- und Sprengtechnik
– Gewinnungs- und Transportgeräte
– Aufbereitungstechnik
– Veredelung
– Abbruch und Recycling
– Zubehör
– Automatisierung und Digitalisierung
– Dienstleistungen
– Fachverlage/Verbände/Institutionen
– Sonstiges

Größter Basaltbruch Europas

Auch der Veranstaltungsort, der Basaltsteinbruch der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie AG, ist außergewöhnlich. Er ist einer von 25 Steinbrüchen der Gruppe, die neben Basalt auch Diabas, Gabbro, Grauwacke und Kalkstein abbaut und handelt. Das Unternehmen übernahm den Bruch 1909, bis dahin war er privat geführt worden. Sie baute ihn aus, unter anderem mit einer Edelsplitt- und Bitumenanlage.

Weil er bis heute aktiv ist, verändert er sich stetig. Deshalb müssen die Messeflächen bei jeder Steinexpo komplett neu geplant werden. 
Die letzte Steinexpo zog 2017 rund 53.900 Besucher an, 92 Prozent davon waren Fachbesucher. Rund ein Viertel reiste aus dem Ausland an. 293 Aussteller präsentierten insgesamt 432 Marken auf 180.000 Quadratmetern Fläche.