Die Marmomac ist die internationale Leitmesse für Marmor und Granit. In diesem Jahr beschäftigt sich die Schau mit dem Thema Wellness: Im Mittelpunkt steht die Kombination von Wasser und Stein.
Kuratoren sind der Designer Raffello Galiotto und der Architekte Vincenzo Pavan – sie entschieden sich für das Leitthema „Wellness und Gastfreundschaft“. Dafür entwickelten sie fünf Ausstellungsbereiche und transformierten Halle 1 in ein „italienisches Steintheater“:
1. „Liquid, solid: Stone“ widmet sich dem Thema Wellness:Hier werden neue Ideen für Naturstein zum Wohlfühlen vorgestellt. Veranschaulicht durch Prototypen für Möbel sowie Accessoires für Bäder, Sauna, Thermal- und Wellnessbäder.
2. „Architecture for water“ stellt die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Architekten in den Vordergrund. Hier sollen Ideen zum Thema Verkleidung von Fassaden und reflektierenden Architekturelementen entwickelt werden.
3. „Brand + Stone“ soll Unternehmen mit Möbelmarken zusammen bringen, welche an der Entwicklung von Konzepten und Prototypen interessiert sind.
4. „Art-Ways“ beschäftigt sich mit dem künstlerischen Aspekt: Die Räume, die dem Wasser in der Halle gewidmet sind, werden durch Kunstrouten ergänzt.
5. „Ristorante d’Autore“: Das Messerestaurant besteht aus Installationen, welche Wasser als natürliches Element in den Fokus rücken sollen.
Bei der Marmomac handelt es sich um eine der wichtigsten Messen der Branche. Im vergangenen Jahr waren 1.650 Aussteller vertreten – ein neuer Teilnahmerekord. Neben der Ausstellung finden Seminare und Konferenzen statt. Darunter zum vierten Mal in diesem Jahr die Weltkonferenz zum Thema Naturstein „International Stone Summit“, an der internationale Marmorverbände teilnehmen.
Die Marmomac 2018 findet vom 26. bis 29. September in Verona 2018 statt.
„Unerwartet rollte 1991 aus einem kleinen Inserat im Tagesanzeiger das große Wort STEIN auf mich zu. Das war der Beginn einer Freundschaft mit dem Tessin, mit den Menschen in Peccia, mit dem Cristallina-Marmor und dem Spitzeisen“, schildert die Bildhauerin Ursula Rutishauser ihre Anfänge mit der Bildhauerei. Das Werk „Zylon“ – unsere Skulptur des Monats Mai – ist Teil ihrer Ausstellung im Infocentro der Scuola di Scultura im Innenhof des Museo di Valmaggia, die noch bis 16. August 2017 besucht werden kann.
Die Bildhauerschule Scuola di Scultura von Peccia ist eine Bildhauerschule in der Schweiz, in der – egal ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis – die Kreativität und das künstlerische Schaffen entfaltet werden kann. Neben Bildhauerkursen mit Marmor, Holz und Metall werden auch Modellier- und Zeichenkurse sowie kunstgeschichtliche Seminare von verschiedenen Künstlern angeboten.
„Die Infrastruktur der Scuola di Scultura in Peccia bietet alles, was das Bildhauerherz begehrt. Alles passt wunderbar zusammen: der Steinbruch, das Marmorwerk und die Bildhauerschule. Eine richtige Symbiose, ein Ort der Energie, der Kraft und Besinnung“, stellt Rutishauser fest. 2014 feierte die Scuola bereits ihr 30-jähriges Jubiläum. Seit ihrer Gründung 1984 hat sie sich zum Treffpunkt und zum Mittelpunkt in Sachen Bildhauerei entwickelt.
Die Skulptur Zylon
Die gebürtige Schweizerin Ursula Rutishauser ist seit 1991 freischaffende Bildhauerin an der Scuola di Scultura di Peccia im Maggiatal. Nach zahlreichen Gruppenausstellungen im Tessin, Weesen und Männedorf sowie Auftragsarbeiten und einer Einzelausstellung in Peccia zum 20. Jahresjubiläum der Bildhauerschule folgt nun eine weitere Ausstellung mit allen Werken aus Cristallina-Marmor, die die Künstlerin während ihrer 26 Jahre in der Scuola di Scultura geschaffen hat.
Für Rutishauser war die Scuola di Scultura der wichtigste Ferienort. „Fast ohne Ausnahme reiste ich jedes Jahr mindestens zweimal ins Maggiatal, um mich der Steinbearbeitung zu widmen“, erklärt sie. „Geprägt von meinem Beruf als Dekorationsgestalterin arbeitete ich anfänglich sehr ziel- und produktorientiert. Mit einem Konzept und einer fixen Vorstellung im Kopf entstanden meine Formen und Skulpturen.“
Aus dieser Zeit stammt auch ihre Skulptur „Zylon“. Abgeleitet von dem Wort Zyklon, das für Ursula Rutishauser jedoch zu hart klingt, sodass sie sich dazu entschieden hat, den Buchstaben K wegzulassen. „Es ging mir bei der Namensgebung vor allem um die kraftvolle Dynamik, das Abheben himmelwärts und den Ausdruck von Energie”, erklärt die Künstlerin. Der Zylon ist ein 170 Zentimeter hohes Werk aus Marmor mit Eisenkonstruktion, das auch Teil der Kunstausstellung ist. Die Arbeit erforderte viel Disziplin und Genauigkeit. „In Folge waren es drei Werke, bei denen ich die Standfläche des Steins auflöste und in Verbindung mit einem Träger aus Eisen Leichtigkeit, Beweglichkeit und Dynamik suchte. Mich faszinierte das Zusammenspiel der beiden schweren Materialien“, sagt Rutishauser.
Faszination Marmor und klare Formen
Die Künstlerin ist seit Langem von der Marmorwelt beeindruckt: Bei Sonnenlicht glitzern die Kristalle, bei Nässe kommen Farbe und Struktur des Materials besonders zur Geltung. Die Bildhauerin hat sich von Beginn an reduzierten Formen orientiert. „Ich liebe das Einfache, Schlichte, Klare und fühle mich mit Grundformen wie Rechteck, Quadrat und Kreis im Einklang“, erklärt sie. Ihre Arbeiten werden zudem von der Formenvielfalt der Natur beeinflusst. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch ihr Umgang mit dem Stein verändert: In ihren Arbeiten legt Rutishauser zunehmend Wert darauf, dem schweren Material mehr Leichtigkeit zu geben.
Erfahren Sie mehr über die Bildhauerin Ursula Rutishauser und ihre Werke.
Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:
April 2017: Die Triologie von Tim Bennett „Rose“, „Bouquet“ und „Marble“(Foto: Constanza Meléndez, 2016 / Galerie Jo van de Loo, München)März 2017: Die Skulptur fertigte Robert Schmidt-Matt aus rotem Schweinstäler Sandstein. (Foto: Thomas Brenner)Februar 2017: Die „Dancing Column“ aus Seeberger Sandstein von Tony Cragg. (Foto: Charles Duprat)Januar 2017: Das Oloid aus kretischem Marmor von Sabine Rassow. (Foto: Piet Freitag)Dezember 2016: „Der Mops“ von Steve Seguin aus Udelfanger Sandstein. (Foto: Bernd Decker)November 2016: „Homme“ aus weißem Marmor von Alberto Giacometti. (Foto: Foto: Kunstmuseum Basel / Martin P. Bühler)Oktober 2016: Der liegende Eisbär aus Carrara Marmor von Peter Hecht. (Foto: Peter Hecht)September 2016: Die Skulptur „Traumsaat“ aus grünlichem Diabas von Emanuel Wagner. (Foto: Steinmetz Hans Wagner KG)August 2016: Die Schwingungen der Skulptur „Steinskúfa“ von Karin Reichmuth versetzen sie in Bewegung. (Foto: Þröstur Eggertsson)Juli 2016: „Nautilus“ aus Marmor von Ulrike Glaubitz. (Foto: Künstlerin)Juni 2016: „Hände“ aus Carrara Marmor von Sabine Harborth . (Foto: Künstlerin)Mai 2016: „Die Träumende“ von Florian Widmann aus Untersberger. (Foto: Birgit Rilk)April 2016: „Der goldene Schlüssel“ von Ralf Ehmann in Hanau. (Foto: Künstler)März 2016: Die Skulptur „Letzter Herzschlag“ aus Portokalk von Julia Dietrich auf dem Friedhof in Lauterhofen. (Foto: Künstlerin)Februar 2016: „Wa(a)gnis Geometrie“, Figurenensemble aus Anröchter Grünkalkstein, von Ina Michalski. (Foto: Künstlerin)Januar 2016: „Sternenhimmel“, eine hängende Skulptur aus Carrara Marmor und Blattgold, von Riccardo Atta. (Foto: Künstler)
Der Winter naht und auf vielen Außenbaustellen kehrt langsam Ruhe ein. Um die Wartezeit auf das frische Grün im Frühling zu überbrücken, hat Besco Berliner Steincontor einige Best-ofs von Außenanlagen und Fußgängerzonen zusammengestellt.
Überlingen – Buchinger Wilhelmi. Foto: Besco Berliner SteincontorBrunnenanlage bei der Gartenschau Aschersleben 2010. Foto: Besco Berliner SteincontorStuttgart, Killesberg – Grüne Fuge – in Kooperation mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Pfrommer + Roeder. Foto: Besco Berliner SteincontorFußgängerzone in Wiesbaden – in Kooperation mit ST raum a. Landschaftsarchitektur. Foto: Besco Berliner Steincontor
Neue Broschüren online
Vor über 15 Jahren machten sich Ulrich Klösser, Frank Dickmann und Florian Geyer auf, um das reiche Natursteinangebot Asiens und später auch Europas für europäische Bauprojekte verfügbar zu machen. Entwickelt wurde das Markenprodukt Belgrano-Naturstein, das nach strengen Vorgaben fair und sozial verträglich gefertigt und regelmäßig kontrolliert wird. Inzwischen wurden zahlreiche Natursteinprojekte in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schottland und dem Mittleren Osten durchgeführt. Dazu gehören Fußgängerzonen, Stadt- und Marktplätze, Innenstädte, Bahnhöfe, Gartenschauen, Fassaden und Innenböden, wo Natursteine nachhaltig eingesetzt wurden. In einer interaktiven Broschüre hat Besco seine besten Natursteinprojekte im Bereich Gartenschauen, Parkanlagen und Promenaden zusammengestellt (zugänglich nach Registrierung): www.besco-gmbh.de/broschuere
Die Neugestaltung von Fußgängerzonen stellt Städte und Gemeinden oft vor große Herausforderungen, die es zu meistern gilt. „Aufgrund der hohen Kosten und erheblichen Einschränkungen für die Bürger und Gewerbetreibenden beim Bau, überwiegen ganz klar die Vorteile von Naturstein bei der Wahl des Bodenbelages“, heißt es in der Presseerklärung von Besco. Daher hat der Berliner Steincontor eine weitere Broschüre herausgegeben, in der realisierte Fußgängerzonen mit ihren unterschiedlichen Farben, Formen und Gesteinen dargestellt werden. Dabei sind Städte wie Binz, Bayreuth, Fuschl am See, Hamburg, Lübeck, Luxemburg, Rostock, Wiesbaden, Wuppertal und Würzburg, die Zusammenstellung kann auch ohne Anmeldung betrachtet werden:
In beiden Broschüren sind jeweils die allgemeinen Angaben zum Projekt, die Architekten, die Aufgabe und die Art des Natursteins angeführt.
Info: Belgrano-Natursteine stammen überwiegend aus Europa und Asien, wo sie nach strengen Vorgaben gefertigt werden. Besco ist Partner von “Win=Win Fair Stone” für die sozial und umweltverträgliche Produktion von Natursteinen aus Asien. Die zertifizierten Produktionsstätten werden regelmäßig von unabhängigen Auditoren (z. B. TÜV Rheinland) kontrolliert.
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