Globaler Wind

Stein Magazin

Italien ist das Maß aller Dinge. Zumindest in der Steinwelt. Nach der 48. Marmomacc vom 25.–28. September 2013 möchte mancher der rund 56.000 Besucher hier ein »noch« einfügen. Der globale Wind frischt auf und bläst der führenden internationalen Natursteinmesse entgegen. Produzentenländer wie Indien, Brasilien, Nordafrika und die Türkei machen ihre na­tionalen Messen internationaler und Verona als Standort Konkurrenz. Mit hochprozentigen Beteiligungen an Messen wie der im brasilianischen Vitória wappnen sich die Macher der Marmomacc für den Wandel.

Italienische Steine, Steinfertigkeit und Maschinen sind weltweit an der Spitze, lautet die Devise. Glaubt man den Statistiken, werden Steine und Maschinen tatsächlich gekauft, nur nicht in Italien. Bei der Messe und ihren 1.400 Ausstellern ruhten auch in diesem Jahr alle Hoffnungen auf dem Export. Kein Wunder angesichts der andauernden Krise in Südeuropa. Die Hoffnungsträger sind längst ausgemacht: Brasilien, Australien, Kanada und der arabische Raum. Der stärkste Impuls kommt aus den wieder erstarkenden USA, sowohl bei Steinen als auch bei Maschinen.

Und China? Das Land der Mitte wandelt sich vom billigen Jakob zum anspruchsvollen Kunden und kauft Maschinen aus Europa, um die Qualität der eigenen Produktion zu steigern. In einer Halle stellten China und Taiwan gemeinsam aus. Auf politischem Parkett undenkbar, doch Steine kennen keine Grenzen. Auch die Lieferanten aus Fernost müssen umsatteln. Die Preissteigerungen beim Transport machen sich bemerkbar. Vor allem bei dickerem Rohmaterial und Fertigware aus der Grabmalproduktion verliert China Marktanteile.

Zahlen und Fakten

Etwa 1.400 Aussteller aus rund 60 Ländern präsentierten sich dieses Jahr auf der Marmomacc in Verona. Neu hinzu kamen Aussteller aus Singapur, Slowenien und Irland. Etwa 56.000 Menschen besuchten die Messe. Die meisten kamen aus Deutschland, gefolgt von Besuchern aus Indien, Spanien, der Türkei, Frankreich, den USA, Großbritannien, China, Russland und Brasilien. Zum siebten Mal wurde der »Best Communicator Award« verliehen. Gewonnen haben die Unternehmen Fibra, Scandola Marmi und die Testi Group.

Lesen Sie hier mehr zur Marmomacc 2013.

Bilder: Richard Watzke, Gertrud Halas

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die Handwerksbranche auf die Digitalisierung vorzubereiten. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen

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Eröffnung der Lernwerkstatt 4.0. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen
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Ziel des Modellprojekts ist es, die Handwerksbranche auf die Digitalisierung vorzubereiten. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen

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