Lithofin ProBox: modulares Reinigungssystem für Verarbeiter von Naturstein

Stein Magazin

Professionelle Steinverarbeiter benötigen ein umfangreiches Sortiment an Reinigungsprodukten. Die verschiedenen Produkte sind dabei oft nicht optimal aufeinander abgestimmt und zudem schwer zu transportieren und wenig repräsentativ. Mit der modularen Lithofin ProBox bietet der Experte für Spezialreiniger, Schutz- und Pflegeprodukte für Stein eine Lösung für diese Herausforderung.

Das Unternehmen Lithofin aus Wendlingen am Neckar steht schon seit 70 Jahren für spezialisierte Reinigungs-, Schutz- und Pflegeprodukte für Naturstein, Betonwerkstein, Keramik und mehr. Mit dem Steinpflegesystem „Reinigen, Schützen, Pflegen“ bietet das international agierende Familienunternehmen eine breite Produktpalette, die sowohl bei professionellen Verarbeitern als auch bei anspruchsvollen Endkunden beliebt ist.

Das neue modulare ProBox System von Lithofin richtet sich vor allem an verarbeitende Betriebe und deckt gleich mehrere Anwendungsbereiche ab. Die modularen Systeme sind speziell für die professionelle Reinigung und Pflege von Steinoberflächen konzipiert und enthalten eine Auswahl an Reinigungs- und Spezialprodukten, notwendigen Werkzeugen und Extras wie Mikrofasertüchern. Das Lithofin ProBox System 1-2-3 ist ideal für Natursteinwerke und Küchenarbeitsplattenpflege geeignet, während sich die ProBox Clean Tile (außen) am besten im Garten- und Landschaftsbau macht.

Lithofin ProBox Clean Tile (außen) als Servicebox für GaLaBau mit Spezialreinigern für den Außenbereich

Die Reinigungs-, Schutz- und Pflegeprodukte der Lithofin ProBox befinden sich in einem robusten Kunststoffeimer mit 20 Litern Volumen, der lösemittelresistent und luftdicht ist. Darin sind alle Lithofin-Produkte in Größen von 500 bis 1.000 ml enthalten. Während das Modul ProBox System 1-2-3 für Natursteinwerke und Küchenarbeitsplatten gedacht ist, bietet das Modul ProBox Clean Tile praktische Produkte für die Außenreinigung im Bereich GaLaBau.

Lithofin hat das modulare System speziell für die professionelle Reinigung und Pflege von Steinoberflächen entworfen. Monteure und andere Experten der Steinverarbeitung erhalten mit der Lithofin ProBox eine effiziente und umfassende Lösung für die Pflege und den Schutz von Naturstein. Die richtige Anwendung der Produkte trägt dazu bei, die Qualität und das Erscheinungsbild von Naturstein langfristig zu erhalten.

Qualität und Erscheinungsbild von Naturstein erhalten

Naturstein ist als hochwertiges, ästhetisches und haltbares Material sehr geschätzt. In hochbelasteten Bereichen wie der Küche ist es wichtig, die Küchenarbeitsplatte gut zu schützen und zu pflegen, um die Oberflächen dauerhaft schön aussehen zu lassen. Denn ohne angemessene Pflege können Oberflächen aus Naturstein schnell unansehnlich werden und auch an Qualität verlieren.

Lithofin empfiehlt, Natursteinoberflächen zu imprägnieren. Das schützt den Stein vor Flecken und Flüssigkeiten, die in dem porösen Material Flecken verursachen können. Diese sollte bereits im Natursteinwerk erfolgen. Durch regelmäßiges Reinigen verhindern Küchenbesitzer die Ansammlung von Schmutz und bewahren die natürliche Farbe und Textur des Steins. Auf diese Weise verlängern sie die Lebensdauer von Natursteinoberflächen und reduzieren langfristig die Instandhaltungskosten.

Da das ProBox System 1-2-3 relativ komplex ist, bietet das Unternehmen einen kostenfreien Workshop an. Dieser wird unverbindlich vor Ort durch den erfahrenen Lithofin-Gebietsleiter durchgeführt, der auch langfristig als persönlicher Ansprechpartner regionaler Kunden dient. Interessierte Verarbeiter können sich so schon vor dem Kauf ein Bild von den Produkten, der Verarbeitung und dem Anwendungsansatz machen.

Kostenfreier Workshop zur Einführung in das Lithofin ProBox System 1-2-3

Das Modul ProBox System 1-2-3 bezieht sich auf die Systemschritte der Pflege von Naturstein. Es besteht aus diesen drei Hauptkomponenten:

1.ProBox Protect (Küche): Diese Box enthält alle wichtigen Produkte und Werkzeuge zur Imprägnierung von Naturstein und Quarzkompositen für die Küche. Damit lässt sich werkseitig das Risiko von Flecken reduzieren und die Oberflächenpflege erleichtern. Schon vor der Auslieferung ist der Naturstein so optimal geschützt. Die Hochleistungsimprägnierungen Lithofin NanoTop und Lithofin FVE bieten kurze Verarbeitungszeiten, hohe Wirksamkeit und schnelle Trocknung – ideal für die Werkstatt. In der Box sind auch Reiniger zur Vorbereitung der Oberfläche, Mikrofasertücher, Nylonpads, Melaminpad, Einmalhandschuhe, Pinsel und Becher enthalten.

2.Pflegeset für die tägliche Unterhaltsreinigung durch den Endkunden: Der zweite Systembestandteil des Lithofin ProBox Systems 1-2-3 ist für die tägliche Reinigung gedacht und soll dauerhaft schöne Oberflächen ermöglichen. Dafür bietet Lithofin Pflegesets für Küchenarbeitsplatten. Die hochwertigen Produkte sind speziell für den Einsatz in der Küche entwickelt und zugelassen. Sie sind leicht zu verarbeiten und lassen sich mit dem Kundenlogo personalisieren.

3.ProBox Clean (Küche): Mit dieser Servicebox für Küchenmonteure bietet Lithofin Unterstützung für die professionelle Reinigung von Küchen. Die Box enthält Spezialreiniger und Werkzeuge für Küchenarbeitsplatten aus Naturstein, Quarzkomposit und Keramik. Verarbeiter haben diese Box typischerweise bei der Installation oder Wartung der Arbeitsplatte dabei, um Flecken schnell und effektiv zu entfernen. Zu den enthaltenen Produkten gehören Lithofin ASR, Lithofin LEV und Lithofin Lösefix sowie Mikrofasertücher, Nylonpads und Schwämme. Das System sorgt für eine einheitliche Ausstattung der Mitarbeiter und gewährleistet eine konsistente Qualität der Reinigungsarbeiten.

Schutz, Pflege und Reinigung

Lithofin ProBox Clean (Küche) als Servicebox für die Installation der Küchenarbeitsplatte oder Wartungsarbeiten

Stufe 2 ‚Pflege‘ des ProBox Systems 1-2-3 für die Küche

Das modulare ProBox System für Verarbeiter zum 70-jährigen Firmenbestehen von Lithofin

Auch für den Garten- und Landschaftsbau gibt es eine passende Lithofin ProBox namens Clean Tile. Sie bietet entscheidende Vorteile für die Reinigung und Pflege von Außenflächen aus Naturstein oder Feinsteinzeug. Die optimierten Reiniger helfen dabei, Verunreinigungen effektiv zu entfernen, sodass die Langlebigkeit und Ästhetik der Außenbereiche erhalten bleiben. Am besten eignet sich die ProBox Clean Tile (außen) für professionelle GaLaBau-Firmen sowie für Fliesenleger, die für ihre Kunden exzellente Ergebnisse erzielen möchten.

Diese Box bietet den großen Vorteil einer einfachen Reinigung. Dank der Spezialreinigung lassen sich Oberflächen aus Stein einfach und professionell reinigen, sodass saubere Oberflächen zu sehen sind. Die Pflege mit den ProBox Clean Tile Produkten unterstützt außerdem die Langlebigkeit von Natursteinflächen und erhält ihre natürliche Schönheit. Die professionelle Pflege ist dank der hochwertigen Produkte leicht umsetzbar und führt zu hervorragenden Ergebnissen. Darüber hinaus tritt die Lithofin ProBox Clean Tile wie alle Serviceboxen des Unternehmens professionell im einheitlichen Design auf.

Übrigens: Anlässlich des 70-jährigen Firmenbestehens bietet Lithofin mit den ProBox Modulen eine Neuheit für natursteinverarbeitende Betriebe. Die Boxen sind bestens für die Küche und für den Außenbereich geeignet. Ihre Produkte richten sich an Oberflächen aus Naturstein, Quarzkomposit und Keramik. Bei Bedarf sind die Produkte in ihren Einheiten einzeln nachrüstbar. Der Deckel der Box garantiert einen luftdichten Verschluss, was den Transport erleichtert.

 

Weiterlesen: Mehr zu den Systemen ProBox Protect und ProBox Clean von Lithofin erfahren Sie hier.

Professioneller Auftritt für GaLaBau-Betriebe

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Spurensuche auf Slate Islands

Stein Magazin
Der Gedichtband „Schiefern“ von Esther Kinsky erkundet die Analogie von menschlicher Erinnerung und metamorphem Gestein. Foto: Suhrkamp

Der Gedichtband „Schiefern“

Der Gedichtband „Schiefern“ von Esther Kinsky erkundet die Analogie von menschlicher Erinnerung und metamorphem Gestein – eine sinnliche Suche nach Leblosem.

Der Gedichtband „Schiefern“ von Esther Kinsky erkundet die Analogie von menschlicher Erinnerung und metamorphem Gestein. Foto: Suhrkamp

Der Gedichtband „Schiefern“

Auf der Karte sind es kleine Flecken vor der Westküste Schottlands, so klein, dass es leicht ist, sie zu übersehen. Man muss sie gezielt aufsuchen, um sie zu finden. Man stößt nicht einfach auf sie. Die Inneren Hebriden Schottlands, eine Inselgruppe am oberen Zipfel des Britischen Königreichs, sind eine beliebte Reiseregion. Wer hierherkommt, sehnt sich nach dem Ursprünglichen, dem Wilden, dem Zerklüfteten. Nach salzigem Wind, der sich in Haaren und Kleidung verfängt und sie starr werden lässt. Nach dem Atlantik, dessen Wogen an das schwarze Gestein prallen. Gneise. Granit. Basalt. Schiefer.

Esther Kinsky, Übersetzerin und Lyrikerin und 2018 für „Hain. Geländeroman“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet, hat dem Schiefer und der Region, in dem das Sedimentgestein jahrhundertelang abgebaut wurde, einen Gedichtband mit dem so einfachen wie bezeichnenden Titel „Schiefern“ gewidmet.

Die Steinbrüche auf Slate Islands sind noch da, die Überbleibsel einer inzwischen stillgelegten Industrie auch. Kinsky begibt sich auf Entdeckungsreise und verpackt ihre Naturbeobachtung in Worte, die rätselhaft zu entziffern sind und hinfortreißen in die Entlegenheit der Inneren Hebriden, zum schwarzen tosenden Meer, über dem der Leser wie ein unsichtbar Schwebender im Gedankenraum treibt, den Kinsky mit ihren Worten spinnt.

Genau dort, in diesem Gedankenraum, sind auch die Analogien zwischen etwas durch und durch Leblosem und Menschlichem zu finden. Nur wenige Menschen stecken in diesem dreiteiligen Band, das Menschliche jedoch fehlt ihm nicht. Es ist sogar ganz erstaunlich, wie sinnlich über Gischt tragende Wellen und „platten mit einer / oberfläche wie versteinerter leiser wellengang“ geschrieben werden kann, ohne in kitschige Romantik abzurutschen.

„Nature Writing“

Natur verleitet bereits seit dem 18. Jahrhundert Schriftsteller dazu, über sie als Hauptprotagonistin zu schreiben. „Nature Writing“ nennen sich im Angelsächsischen die ausschweifenden literarischen Beschreibungen von Bäumen, Wiesen, Blumen, Wolkenbrüchen. Auf Deutsch hat sich der Begriff der „Naturpoesie“ oder auch „Naturlyrik“ eingebürgert. Esther Kinsky sticht seit Jahren mit solcher Naturpoesie in der Literatur hervor.

2013 flicht sie in „Naturschutzgebiet“ ausgehend von einem verwahrlosten Stadtpark vier Gedichtzyklen über Verfall und Wachstum. Ordnet man Kinskys Werk nun der Gattung des „Nature Writing“ zu, widerspricht sie gern. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte sie einmal, sie sähe sich nicht in der Tradition des Nature Writing. Zu diffus sei dieser Begriff, zu ausufernd darin, was er umschließt und was nicht. „Nature Writing“ kann alles sein, sagt sie. Warum dann nicht auch ihre neueste Arbeit „Schiefern“, möchte man entgegenhalten?

Die Schichten der Zeit

Früh fällt in „Schiefern“ das Wort der Erinnerung „als raum der abwesenheiten, bewegt von der durchsichtigen hand unberechenbarer synapsen und unwägbarer verschiebungen von ablagerungen in den langsam entstandenen und vertieften furchen und falten des hirns“. Kinsky geht es um die Schichten der Zeit, die sich über Erinnerungen lagern. Erst ganz sacht, dann deutlicher zieht sie sprachliche Parallelen zwischen menschlichem Gedächtnis und der konservierten Geschichte auf der Oberfläche der Gesteinsbrocken, an der die Gezeiten und Zeiten vorübergingen, über Millionen von Jahren hinweg.

Im Stein liegt das Vergangene konserviert, sie müsse nur anhand seiner Falten abgelesen werden, als wäre der Stein ein alter, lieb gewonnener Greis, dessen verwittertes Gesicht die Spuren des Lebens tragen. Kinsky schreibt von „zeichen ohne hand und fuß / im stein auf die sich keiner / einen reim zu machen weiß / als den größtmöglicher vergangenheit“.

„Schiefern“ könnte die moderne Fortsetzung von Adalbert Stifters 1853 erschienenen Erzählungen „Bunte Steine“ sein und sich einreihen in die Titel „Granit“, „Kalkstein“ und „Turmalin“. Doch so tückisch idyllisch die detaillierten, biedermeierlichen Naturdarstellungen Stifters sind, so wenig lieblichheimelig sind auch Kinskys beschriebene Slate Islands. Die Kühle der Umgebung schneit in ihren Worten hindurch. Da liegt eine Härte in ihnen, die man sich nicht wegdenken möchte.

Information zum Buch

Esther Kinsky: Schiefern.
D: 24,00 Euro
A: 24,70 Euro
CH: 34,50 Schweizer Franken
Erschienen: 23.03.2020
Gebunden, 103 Seiten
ISBN: 978-3-518-42921-1

Wie aus 120 Tonnen Laaser Marmorsand Kunst wird



Stein Magazin

Die Laaser Marmorwerke nutzen Marmor-Reste für Pflaster-, Mauersteine und Split sowie dafür, ehemalige Stollen aufzufüllen. – Und für Kunstprojekte.

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Das Produktionsgelände von Lasa Marmo mit Sand und Split aus der Vogelperspektive. Foto: Klemens Werner/Lasa Marmo
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Die Installation „Fault Line“ von Rayyane Tabet. 
Foto: Fondazione Antonio Dalle Nogare
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Ein elementarer Teil davon sind 120 Tonnen Marmor-Sand aus Laas. Foto: Fondazione Antonio Dalle Nogare
Transport Seil 03
Die Marmor-Seilbahn am Weißwasser-Bruch transportiert Blöcke umweltschonend ins Werk. Foto: Klemens Werner/Lasa Marmo
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Der Laaser Künstler Jörg Hofer, hier in seinem Studio, nutzt für seine Gemälde Marmorstaub, den er mit Farbpigmenten mischt. Foto: Georg Tappeiner



Marmorwerke in Laas liefern den Rohstoff für Kunst

“Fault Line” heißt das Kunstwerk von Rayyane Tabet, mit dem er zur Zeit die Ausstellungsräume der Stiftung Dalle Nogare in Südtirol einweiht. Es ist noch bis 1. Juni 2019 zu sehen. Bauunternehmer und Sammler Antonio Dalle Nogare hat die Stiftung im September 2018 gegründet. Er will mit ihr zeitgenössische Kunst in der Region fördern.

Tabet, der aus dem Libanon stammt, recherchierte also ein Jahr lang in Südtirol für sein Kunstwerk. Er sprach unter anderem mit den Betreibern der Marmorbrüche von Laas, dem Amt für Geologie und verschiedenen Besitzern von Porphyr-Steinbrüchen. Das Ergebnis seiner Arbeit, eine große Installation, besteht aus Marmor, Stahl und einem Gemälde. Sie stellt einerseits die Südtiroler Landschaft dar, andererseits drei wichtige Momente der Lokalgeschichte.

Der Marmorsand für die Installation stammt von “nebenan”, aus Laas. Als Recyclingprodukt spielt er bei den Laaser Marmorwerken eigentlich eine untergeordnete Rolle. Außer, ein Künstler braucht wie in diesem Fall gleich mal 120 Tonnen.

Sabine Patscheider, Product Managerin bei Lasa Marmo, erinnert sich: “Wir lieferten fünf LKW-Ladungen Marmorsand zunächst an ein Hoch- und Tiefbau-Unternehmen in der Nähe von Schlanders. Dort wurde der Sand ausgelegt und getrocknet und anschließend weiter transportiert zum Ausstellungsort in Bozen.”

Das rund 55.000 Quadratmeter große Werksgelände der Lasa Marmo GmbH befindet sich am südlichen Rand des Dorfes. Dort mündet der letzte Teil der 1930 errichteten und bis heute funktionierenden Laaser Marmorbahn. Sie ist ein technisches Denkmal, das nach wie vor für den umweltschonenden Transport ins Tal genutzt wird.

Recyclingprodukte: Pflastersteine, Weißbeton – und Gemälde-Staub

Zum ressourcenschonenden Ansatz der Marmorwerke zählt auch die weitestgehende Verwertung der jährlich rund 3.000 Tonnen Marmor-Reste aus der Produktion. Sie werden zu Pflastersteinen, Füllmaterial für Gabionen, Splitt und eben Sand weiterverarbeitet. Bei Architekten sei derzeit auch Weißbeton auf Basis von Marmor-Edelsplit gefragt, sagt Patscheider. Ein Beispiel dafür ist der Weiße Würfel der Hilti Art Foundation, die Erweiterung eines Ausstellungsgebäudes in Liechtenstein.

Rissige, nicht verwertbare Blöcke aus dem Bruch sowie der Marmor-Schlamm, der in der Produktion entsteht, verwendet Lasa Marmo, um jene Stollen im Marmorbruch aufzufüllen, in denen das Unternehmen nicht mehr abbaut. “Auch das ist Teil unseres nachhaltigen Abbaus unter Tage direkt im Nationalpark Stilfserjoch”, unterstreicht Patscheider. 
Dass aus Marmor-Derivaten Kunst entsteht, ist in der Region nicht neu: Der Laaser Künstler Jörg Hofer malt beispielsweise mit Marmorstaub.

Er kauft dafür seit Jahrzehnten Sandreste aus dem Werk, siebt sie mal fein, mal grob und mischt Farbpigmente bei. Wenn ein Gemälde vollendet ist, besteht es aus bis zu 20 Schichten gefärbtem Marmorsand (Video). Ganz nach dem Motto: Das wird noch Kunst, das kann nicht weg.