SAKRET: Thermoelastisches Dünnschichtsystem für anspruchsvolles Verlegen von keramischen Belägen im Außenbereich

Stein Magazin
Der thermoelastische Aufbau der Keramik auf einer Betonplatte.
Der thermoelastische Aufbau der Keramik auf einer Betonplatte.

Keramische Beläge im Außenbereich sind sehr beliebt, bergen aber auch so einige Tücken beim Verlegen. Damit selbst anspruchsvolle Designs gelingen, bietet SAKRET mit seinem thermoelastischen Dünnschichtsystem eine Lösung für Verlegematerialien mit minimaler Einbauhöhe an. 

Das Unternehmen SAKRET bietet kunden- und problemorientierte Lösungen so auch thermoelastische Dünnschichtsysteme an. Diese punkten durch aufeinander abgestimmte Verlegematerialien und können selbst bei einer minimalen Einbauhöhe Qualität und Funktionalität bieten. Diese technologische Entwicklung ist vor allem im Garten- und Landschaftsbau signifikant. Sie stellt eine optimale Verbindung zwischen Keramikplatten und Untergrund dar.

Terrassen, die mit Fliesen gestaltet sind, wirken edel und sind außerdem langlebig und robust. Aber gerade bei großformatigen, dünnschichtigen Keramikmaterialien ist das Verlegen der Fliesenbeläge oft eine Herausforderung und erfordert ein fachmännisches Vorgehen. SAKRET bietet hierfür ein bewährtes System für die Verlegung von Outdoorkeramik im Dünnschichtverfahren an.

Dünnschichtige Keramik im Außenbereich muss langlebig sein und zugleich Beständigkeit angesichts der wechselnden Wetterbedingungen anbieten. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen bei der Verarbeitungsweise und den verwendeten Materialien. SAKRET bietet hierfür eine Lösung an, die auf einer sorgfältig abgestimmten Kombination spezialisierter Produkte basiert. So kann das Unternehmen eine optimale Funktionalität und Ästhetik sicherstellen.

Die Komponenten des thermoelastische Dünnschichtsystem von SAKRET bestehen aus einem Grundier- und Mörtelharz EPG als Haftvermittler, dem Drainmörtel EPD als Dünnschichtbettung, und dem darauf abgestimmten kunstharzgebundenen Pflasterfugenmörtel PF 1 plus fein. Letzterer stellt sicher, dass die Beläge dauerhaft fest sind und zugleich flexibel bleiben. Die abgestimmte Drainagematte Gutjahr Aquadrain EK schützt die Konstruktion im Außenbereich vor Risiken wie Wasser und Frost.

Das System von SAKRET

Die Komponenten des Dünnschichtsystems von SAKRET bieten Langlebigkeit, da die hochwertigen, bestens aufeinander abgestimmten Materialien dauerhaft verlegt werden können. Zudem ist das System flexibel: Es kompensiert thermische Dehnungen und Kontraktion, wodurch sich die Lebensdauer und Beständigkeit des Aufbaus verlängert.

Ein weiterer Vorteil ist das integrierte Wassermanagement bei der dünnschichtigen Verlegung der Keramikplatten. Drainage und Abdichtungen sind Teil des thermoelastischen Systems, was den Unterbau der Fliesen vor Wasseransammlungen und daraus resultierenden Frostschäden schützt.

Darüber hinaus unterstützt das Verlegen im thermoelastischen System die Ästhetik des Gesamtbildes der verlegten Keramikplatten.

Übrigens: SAKRET bietet einen partnerschaftlichen Service für alle Fragen rund um den Aufbau des Dünnschichtsystems. Die Experten des Unternehmens sind für technische Beratungen erreichbar und können detaillierte Verlege-Anleitungen zur Verfügung stellen.

Nahtlose Optik für zeitlose Ästhetik

Aus dem breiten Produktspektrum von SAKRET als kompetenter Baustoffsystem-Hersteller kommen bei der Umsetzung des thermoelastischen Dünnschichtsystem folgende Produkte zum Einsatz:

1.Haftbrücke: Die Haftbrücke mit der SAKRET Spezialgrundierung SG bildet die grundlegende Verbindung zwischen der Tragschicht und den folgenden Systemkomponenten. Sie verbessert die Haftung und optimiert die Grundlage für weitere Schichten, indem sie eine gleichmäßige effektive Adhäsion gewährleistet. Der Untergrund muss dabei fest, tragfähig und frei von Rissen sein.

2.Bettung mit Drainagemörtel: Die einzelnen Bestandteile des Dünnschichtsystems lassen sich je nach Anforderungen an das Vorhaben anpassen. Zur Auswahl stehen SAKRET EP Drainmörtel EPD, SAKRET Epoxidharzdrainageestrich EHE Drain, sowie eine Kombination aus SAKRET Spezialgrundierung SG und Quarzsand. All diese Materialien bieten eine solide Basis für Keramikplatten und haben zugleich sehr gute Drainageeigenschaften, um Wasser effektiv abzuleiten und Wasserstau sowie Frostschäden zu vermeiden.

3.Drainagematte Gutjahr Aquadrain EK: Unter der Bettung befindet sich eine speziell für das thermoelastische Dünnschichtsystem konzipierte Drainagematte, die Wasser schnell und effektiv ableitet. So trägt sie zur Langlebigkeit und Funktionalität des verlegten Belages bei.

  • Abdichtungssystem: Zur Abdichtung des Belages empfiehlt SAKRET eine Kombination aus den SAKRET Flexiblen Dichtungsschlämmen FDS oder der SAKRET Schnellbauabdichtung SBA zusammen mit dem GALA Multi Flexband GMF und dem Bau- und Naturstein-Silikon NS. Letzterer hat auch fungizide Wirkung und ist UV-beständig. Die Kombination der Produkte bietet eine zuverlässige Wassersperre, um die Struktur für Feuchtigkeit zu schützen und das Gesamtsystem widerstandsfähig zu machen.
  • Pflasterfugenmörtel: Der SAKRET Pflasterfugenmörtel PF 1 plus fein ist ein bewährter Fugenmörtel, der entwickelt wurde, um Festigkeit und Wasserdurchlässigkeit beim thermoelastischen Dünnschichtsystem zu ermöglichen. Dieser Mörtel sichert die Langlebigkeit der Fugen und gewährleistet, dass die Platten fest und dauerhaft verlegt wurden. Er widersteht auch Hochdruckreinigern und Kehrmaschinen.

Hochspezialisierte Produkte für optimale Funktionalität

Das thermoelastische Dünnschichtsystem eignet sich für anspruchsvolles Verlegen von keramischen Belägen im Außenbereich. Speziell für großformatige Fliesen bietet sich das System an. So entstehen edle, langlebige und robuste Terrassen und Außenbereiche von höchster Qualität. Das bewährte Vorgehen des Dünnschichtsystems gilt als ideale Verbindung zwischen Keramikplatten und Untergrund.

Als Partner der Fliesenleger und des Handwerks bietet SAKRET ein ganzheitliches Service-System für die thermoelastische Dünnschichtbettung von Keramikfliesen mit fachlicher Beratung und begleitenden Informationen an. Damit soll die Anwendung erleichtert und die Qualität der Fliesenverlegung auf höchstem Niveau gehalten werden. Bereits 1936 erfand der amerikanische Bau-Ingenieur Arthur C. Avis den verarbeitungsfähigen Werktrockenmörtel „Sakret“. Seit 1967 ist dieser auch als Werktrockenmörtel-Gemische in Deutschland und Europa erhältlich und wird von der SAKRET Gruppe mit seinen 5 Lizenzpartner-Unternehmen angeboten.

 

Weiterlesen: Im September 2023 beschäftigte sich die Druckausgabe des Stein mit Fliesen und Platten.

Eine breit gefächerte Produktpalette

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Spurensuche auf Slate Islands

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Der Gedichtband „Schiefern“ von Esther Kinsky erkundet die Analogie von menschlicher Erinnerung und metamorphem Gestein. Foto: Suhrkamp

Der Gedichtband „Schiefern“

Der Gedichtband „Schiefern“ von Esther Kinsky erkundet die Analogie von menschlicher Erinnerung und metamorphem Gestein – eine sinnliche Suche nach Leblosem.

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Auf der Karte sind es kleine Flecken vor der Westküste Schottlands, so klein, dass es leicht ist, sie zu übersehen. Man muss sie gezielt aufsuchen, um sie zu finden. Man stößt nicht einfach auf sie. Die Inneren Hebriden Schottlands, eine Inselgruppe am oberen Zipfel des Britischen Königreichs, sind eine beliebte Reiseregion. Wer hierherkommt, sehnt sich nach dem Ursprünglichen, dem Wilden, dem Zerklüfteten. Nach salzigem Wind, der sich in Haaren und Kleidung verfängt und sie starr werden lässt. Nach dem Atlantik, dessen Wogen an das schwarze Gestein prallen. Gneise. Granit. Basalt. Schiefer.

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Genau dort, in diesem Gedankenraum, sind auch die Analogien zwischen etwas durch und durch Leblosem und Menschlichem zu finden. Nur wenige Menschen stecken in diesem dreiteiligen Band, das Menschliche jedoch fehlt ihm nicht. Es ist sogar ganz erstaunlich, wie sinnlich über Gischt tragende Wellen und „platten mit einer / oberfläche wie versteinerter leiser wellengang“ geschrieben werden kann, ohne in kitschige Romantik abzurutschen.

„Nature Writing“

Natur verleitet bereits seit dem 18. Jahrhundert Schriftsteller dazu, über sie als Hauptprotagonistin zu schreiben. „Nature Writing“ nennen sich im Angelsächsischen die ausschweifenden literarischen Beschreibungen von Bäumen, Wiesen, Blumen, Wolkenbrüchen. Auf Deutsch hat sich der Begriff der „Naturpoesie“ oder auch „Naturlyrik“ eingebürgert. Esther Kinsky sticht seit Jahren mit solcher Naturpoesie in der Literatur hervor.

2013 flicht sie in „Naturschutzgebiet“ ausgehend von einem verwahrlosten Stadtpark vier Gedichtzyklen über Verfall und Wachstum. Ordnet man Kinskys Werk nun der Gattung des „Nature Writing“ zu, widerspricht sie gern. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte sie einmal, sie sähe sich nicht in der Tradition des Nature Writing. Zu diffus sei dieser Begriff, zu ausufernd darin, was er umschließt und was nicht. „Nature Writing“ kann alles sein, sagt sie. Warum dann nicht auch ihre neueste Arbeit „Schiefern“, möchte man entgegenhalten?

Die Schichten der Zeit

Früh fällt in „Schiefern“ das Wort der Erinnerung „als raum der abwesenheiten, bewegt von der durchsichtigen hand unberechenbarer synapsen und unwägbarer verschiebungen von ablagerungen in den langsam entstandenen und vertieften furchen und falten des hirns“. Kinsky geht es um die Schichten der Zeit, die sich über Erinnerungen lagern. Erst ganz sacht, dann deutlicher zieht sie sprachliche Parallelen zwischen menschlichem Gedächtnis und der konservierten Geschichte auf der Oberfläche der Gesteinsbrocken, an der die Gezeiten und Zeiten vorübergingen, über Millionen von Jahren hinweg.

Im Stein liegt das Vergangene konserviert, sie müsse nur anhand seiner Falten abgelesen werden, als wäre der Stein ein alter, lieb gewonnener Greis, dessen verwittertes Gesicht die Spuren des Lebens tragen. Kinsky schreibt von „zeichen ohne hand und fuß / im stein auf die sich keiner / einen reim zu machen weiß / als den größtmöglicher vergangenheit“.

„Schiefern“ könnte die moderne Fortsetzung von Adalbert Stifters 1853 erschienenen Erzählungen „Bunte Steine“ sein und sich einreihen in die Titel „Granit“, „Kalkstein“ und „Turmalin“. Doch so tückisch idyllisch die detaillierten, biedermeierlichen Naturdarstellungen Stifters sind, so wenig lieblichheimelig sind auch Kinskys beschriebene Slate Islands. Die Kühle der Umgebung schneit in ihren Worten hindurch. Da liegt eine Härte in ihnen, die man sich nicht wegdenken möchte.

Information zum Buch

Esther Kinsky: Schiefern.
D: 24,00 Euro
A: 24,70 Euro
CH: 34,50 Schweizer Franken
Erschienen: 23.03.2020
Gebunden, 103 Seiten
ISBN: 978-3-518-42921-1

Wie aus 120 Tonnen Laaser Marmorsand Kunst wird



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Die Laaser Marmorwerke nutzen Marmor-Reste für Pflaster-, Mauersteine und Split sowie dafür, ehemalige Stollen aufzufüllen. – Und für Kunstprojekte.

Produktion 06
Das Produktionsgelände von Lasa Marmo mit Sand und Split aus der Vogelperspektive. Foto: Klemens Werner/Lasa Marmo
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Die Installation „Fault Line“ von Rayyane Tabet. 
Foto: Fondazione Antonio Dalle Nogare
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Ein elementarer Teil davon sind 120 Tonnen Marmor-Sand aus Laas. Foto: Fondazione Antonio Dalle Nogare
Transport Seil 03
Die Marmor-Seilbahn am Weißwasser-Bruch transportiert Blöcke umweltschonend ins Werk. Foto: Klemens Werner/Lasa Marmo
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Der Laaser Künstler Jörg Hofer, hier in seinem Studio, nutzt für seine Gemälde Marmorstaub, den er mit Farbpigmenten mischt. Foto: Georg Tappeiner



Marmorwerke in Laas liefern den Rohstoff für Kunst

“Fault Line” heißt das Kunstwerk von Rayyane Tabet, mit dem er zur Zeit die Ausstellungsräume der Stiftung Dalle Nogare in Südtirol einweiht. Es ist noch bis 1. Juni 2019 zu sehen. Bauunternehmer und Sammler Antonio Dalle Nogare hat die Stiftung im September 2018 gegründet. Er will mit ihr zeitgenössische Kunst in der Region fördern.

Tabet, der aus dem Libanon stammt, recherchierte also ein Jahr lang in Südtirol für sein Kunstwerk. Er sprach unter anderem mit den Betreibern der Marmorbrüche von Laas, dem Amt für Geologie und verschiedenen Besitzern von Porphyr-Steinbrüchen. Das Ergebnis seiner Arbeit, eine große Installation, besteht aus Marmor, Stahl und einem Gemälde. Sie stellt einerseits die Südtiroler Landschaft dar, andererseits drei wichtige Momente der Lokalgeschichte.

Der Marmorsand für die Installation stammt von “nebenan”, aus Laas. Als Recyclingprodukt spielt er bei den Laaser Marmorwerken eigentlich eine untergeordnete Rolle. Außer, ein Künstler braucht wie in diesem Fall gleich mal 120 Tonnen.

Sabine Patscheider, Product Managerin bei Lasa Marmo, erinnert sich: “Wir lieferten fünf LKW-Ladungen Marmorsand zunächst an ein Hoch- und Tiefbau-Unternehmen in der Nähe von Schlanders. Dort wurde der Sand ausgelegt und getrocknet und anschließend weiter transportiert zum Ausstellungsort in Bozen.”

Das rund 55.000 Quadratmeter große Werksgelände der Lasa Marmo GmbH befindet sich am südlichen Rand des Dorfes. Dort mündet der letzte Teil der 1930 errichteten und bis heute funktionierenden Laaser Marmorbahn. Sie ist ein technisches Denkmal, das nach wie vor für den umweltschonenden Transport ins Tal genutzt wird.

Recyclingprodukte: Pflastersteine, Weißbeton – und Gemälde-Staub

Zum ressourcenschonenden Ansatz der Marmorwerke zählt auch die weitestgehende Verwertung der jährlich rund 3.000 Tonnen Marmor-Reste aus der Produktion. Sie werden zu Pflastersteinen, Füllmaterial für Gabionen, Splitt und eben Sand weiterverarbeitet. Bei Architekten sei derzeit auch Weißbeton auf Basis von Marmor-Edelsplit gefragt, sagt Patscheider. Ein Beispiel dafür ist der Weiße Würfel der Hilti Art Foundation, die Erweiterung eines Ausstellungsgebäudes in Liechtenstein.

Rissige, nicht verwertbare Blöcke aus dem Bruch sowie der Marmor-Schlamm, der in der Produktion entsteht, verwendet Lasa Marmo, um jene Stollen im Marmorbruch aufzufüllen, in denen das Unternehmen nicht mehr abbaut. “Auch das ist Teil unseres nachhaltigen Abbaus unter Tage direkt im Nationalpark Stilfserjoch”, unterstreicht Patscheider. 
Dass aus Marmor-Derivaten Kunst entsteht, ist in der Region nicht neu: Der Laaser Künstler Jörg Hofer malt beispielsweise mit Marmorstaub.

Er kauft dafür seit Jahrzehnten Sandreste aus dem Werk, siebt sie mal fein, mal grob und mischt Farbpigmente bei. Wenn ein Gemälde vollendet ist, besteht es aus bis zu 20 Schichten gefärbtem Marmorsand (Video). Ganz nach dem Motto: Das wird noch Kunst, das kann nicht weg.