10. steinexpo: Ein Meilen-Stein

Stein Magazin

Die zehnte Ausgabe der „steinexpo” stellte einen neuen Rekord auf: Vom 30. August bis 2. September 2017 lockte die Internationale Demonstrationsmesse für die Baustoffindustrie 53.890 Besucher auf das Ausstellungsgelände in Homberg/Ohm.  

Das Ziel der Veranstalter der zehnten „steinexpo” stand fest: Die Besucherzahl der letzten Messe im Jahr 2014 sollte geknackt werden. Dass das Ergebnis 2017 ganze zwölf Prozent über dem der Ausgabe vor drei Jahren liegt, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Die Jubiläumsedition der Steinbruch-Demonstrationsmesse, welche seit 1990 im Dreijahrestakt durchgeführt wird, gilt durch diesen Rekord jetzt als „Meilen-steinexpo“ in der bisherigen Chronik, wie im Schlussbericht der Organisatoren festgehalten wird.

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Messegelände von oben. Im MHI-Steinbruch Nieder-Ofleiden feierte die steinexpo Ende August bis Anfang September ihre zehnte Ausgabe. Foto: Mario Jeschke
Farbfeuerwerk
Zur Eröffnung startete im Außenbereich des Messegeländes ein pyrotechnisches Farbfeuerwerk. Foto: Bodo Wistinghausen
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Gemeinschaftsdemos von schwerem Gerät in weitläufiger Kulisse. Foto: gsz/steinexpo
Gemeinschaftsdemonstration
Die große Zuschauertribüne bot gute Sicht auf die Gemeinschaftsdemos. Foto: gsz/steinexpo
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Ein Teil des Messeteams beim traditionellen Schaufelfoto. Foto: gsz/steinexpo
Basaltsteinbruch
180.000 Quadratmeter umfasste die Ausstellungsfläche auf dem Gelände des Basaltsteinbruchs Nieder-Ofleiden. Foto: gsz/steinexpo
Maschinentechnik
Spannende Live-Shows und Demonstrationen kamen bei den Besuchern noch besser an als die Infostände. Foto: gsz/steinexpo
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Aussteller wie Besucher lobten die gute Messeorganisation und bestätigten exzellente Fachgespräche. Foto: gsz/steinexpo
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Eine Stichprobenbefragung ergab, dass 65 Prozent der Besucher als Entscheidungsträger in Steinbruchunternehmen agieren. Foto: gsz/steinexpo
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Die Hersteller zeigten ihre Maschinen im Einsatz. Foto: gsz/steinexpo

Großzügige Kulisse und breites Angebot

293 Aussteller demonstrierten getreu dem Messetitel auf dem Gelände im MHI-Basaltsteinbruch Nieder-Ofleiden ihre Angebote. In praxisgerechten Einsätzen wurden Brech- und Siebprozesse zur Aufbereitung von Basalthaufwerk, Bauschutt, Altasphalt, Bodenaushub so dargestellt, wie es die Entscheidungsträger der jeweiligen Branchen schätzen. Der damit gebotene Vergleich von Möglichkeiten macht die anstehende Investitionsentscheidung leichter. Anfassbar und in Bewegung, so mussten die Messestände aufgebaut sein, um nicht übersehen zu werden.

Als Messehighlight etablierte sich die stündliche moderierte Gemeinschaftsdemonstration verschiedener Baumaschinenmarken. Markenfachleute standen für Interviews bereit und erklärten technische Aspekte, die einen Überblick über kosten- und leistungsoptimierte Einsätze boten. Die Besuchertribüne und der Arena-Stil der Kulisse machten die Präsentation realistischer Arbeitsabläufe zum Besuchermagneten. Vorgestellt wurden außerdem viele Premierenmodelle, ausgestattet mit IT-Features, mit welchen die Maschinen der Zukunft bestückt sein werden. Auch für Handwerker, die meist kleineres Gerät benutzen, gab es dennoch Produkte zu entdecken, die künftig ihren Arbeitsalltag erleichtern könnten: etwa Pumpen, Werkzeuge, Lagersysteme oder Anbauten für ihre Maschinen.

Laut einer Stichprobenbefragung der Besucher im Auftrag der Messeleitung waren diesmal fast 65 Prozent Entscheidungsträger oder Mitentscheider in Unternehmen, die selbst Steinbrüche oder Kies- und Sandgruben betreiben oder als Bau- oder Baustoffunternehmen an solchen beteiligt sind. Alle angesprochenen Besucher lobten das vollständige Kernangebot, vor allem die Tendenz zur Bauausführung.

Steinexpo kommt Branchenimage zugute

Die hohe Besucherzahl zeigt nicht nur, dass die Messe national wie international anerkannt und geschätzt wird, sondern sie hilft auch, aktiv zum positiven Branchenimage beizutragen und dieses zu bestärken. In diesem Image-Kontext ist ebenfalls die Gemeinschaftsaktion „Think Big!“  für technisch interessierte Schüler auf der Messe zu sehen, mit der für relevante Ausbildungsberufe geworben wurde.

Messechef Friedhelm Rese von der veranstaltenden Geoplan GmbH resümiert: „Es war die anstrengendste ‘steinexpo’, die wir jemals organisiert haben.“ Er sei stolz auf das ganze Team und dankbar für das beständige Vertrauen der Aussteller in das Messekonzept. Sein Dank gelte auch den Besuchern und ihrem Interesse für das „auf dem europäischen Festland einzigartigen Angebot“. Nun gelte es, diese hohe Messlatte im Jahr 2020 erneut zu übertreffen, so Rese.

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Öffentlichkeit und Nachwuchsförderung durch die Titel Miss und Mister Handwerk

Die 26-jährige Dana Bernert ist Steinmetzin im Saarland und nimmt als einzige Kandidatin für das Steinmetz-Handwerk am Wettbewerb “Germany’s Power People” teil. Eine Jury kürt im März 2020 Miss und Mister Handwerk.

Der Wettbewerb, der Miss und Miss Handwerk kürt, läuft so ab: Handwerkerinnen und Handwerker bewerben sich im ersten Schritt für ein Fotocasting. Auf der Wettbewerbs-Plattform können Nutzer alle Bewerber sehen, nach Kategorien filtern und selbst mitvoten. Die Stimmen aus dem Voting und eine Jury entscheiden, wer an dem Shooting teilnimmt.

Hier kann für Dana Bernert gevotet werden: www.germanyspowerpeople.de/kandidaten

In den Kalender, der aus den Fotos entsteht, schaffen es zwölf Handwerkerinnen und Handwerker. Aus diesen “Kalenderstars” nominiert die Jury sechs weibliche und sechs männliche Kandidaten, die sich schließlich auf der Internationalen Handwerksmesse um den Titel Miss und Mister Handwerk bewerben.

Der Wettbewerb flankiert die Imagekampagne des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Er soll die Handwerksberufe einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und dient der Nachwuchsförderung. Miss und Mister Handwerk vertreten ihre Zunft und die gesamte Branche anschließend ein Jahr lang in der Öffentlichkeit, zum Beispiel auf Messen und Veranstaltungen.

Kandidatin Dana Bernert sagt der “Saarbrücker Zeitung”, sie nehme teil, um andere zu inspirieren – vor allem Frauen. Sie sollen “das machen, woran sie glauben”. Die Steinmetzin selbst hat nach Abi und Bundesfreiwilligendienst in der Steinmetzwerkstatt Blug gelernt und arbeitet dort inzwischen als Gesellin. Sie will ihren Meister anhängen und später vielleicht selbst eine Firma aufbauen. Wer will, kann bis 30. August auf der Wettbewerbsseite für Bernert voten.

Aktuelle Branchennews und Fach-Know-how für steinverarbeitende Betriebe gibt es auch in der aktuellen Ausgabe des STEIN-Magazins: www.stein-magazin.de/zeitschriften

Erfolgreiches Eventmanagement

Stein Magazin

446 Aussteller und 15.161 Besucher waren 2015 auf der internationalen Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung Stone+tec in Nürnberg. So ein Großevent will gut organisiert sein. Veranstaltungsleiterin Beate Fischer von der NürnbergMesse weiß, worauf es bei der Planung ankommt und gibt uns einen kleinen Einblick in das Thema „Eventmanagement“.

 

STEIN: Was sind Ihre Aufgaben als Veranstaltungsleiterin der Stone+tec?

Beate Fischer: Als Veranstaltungsleiterin ist man für die gesamte Planung des Events verantwortlich. Das fängt schon mit der Hallenbelegung an. Die Hallen müssen nicht nur während der Laufzeit frei sein, sondern auch zur Vor- und Nachbereitung. Umrüstzeiten müssen eingeplant werden. Im nächsten Schritt muss geklärt werden, was die Messe abbilden soll. Daraufhin wird das Produktverzeichnis erstellt, Themen für mögliche Sonderschauen definiert. Bereits diese ersten Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Interessensvertretern. Da gehören natürlich die Austeller dazu, aber auch Verbände, die Fachpresse und die Besuchergruppen. Daraus wird dann ein Veranstaltungskonzept entwickelt. Im nächsten Schritt folgt die Erstellung eines Zeitplans mit den nächsten Meilensteinen. Ab diesem Zeitpunkt steigt der Vertrieb aktiv ein. Natürlich kann man erst organisieren, wenn man die Aussteller auf seiner Seite hat. Das Vertriebskonzept ist ausschlaggebend für alle weiteren Schritte. Dann geht es in die Hallenplanung. Wenn es unterschiedliche Branchenschwerpunkte gibt, stellen sich die Fragen: Macht man eine Mixplanung? Teilt man die Hallen nach Branchen auf? Wie viel Volumen ist von welcher Branche zu erwarten? Entsprechend muss man die Hallen dann inhaltlich konzipieren. Und schließlich geht es natürlich auch in Ausstellergespräche für die konkreten Platzierungen.

Wie viele Leute arbeiten an einem Großevent wie der Stone+tec mit?

Das lässt sich nicht genau beziffern. Es arbeiten ja nicht nur wir, das Projektteam der NürnbergMesse, daran. Wir haben innerhalb der NürnbergMesse auch eine Kommunikationsabteilung mit Pressevertretung. Wir haben eine Werbeabteilung, die die Gestaltung, das Layout und Drucksachen macht. Das digitale Marketing kümmert sich um alles, was den Webseitenauftritt umfasst. Wir haben ein Besuchermarketing, die sich speziell um die Besuchergruppen und die Mailings kümmern. Wir haben Techniker im Haus: Veranstaltungstechnik und Logistik. Dazu kommen noch viele Servicepartner, mit denen wir Hand in Hand arbeiten: Messebauer, die Energieversorger, Gastronomie, Parkplatzbewachung und so weiter.

Wie viel Vorlaufzeit muss man für eine Messe wie die Stone+tec für Planung und Organisation einkalkulieren?

Je nachdem welchen Rhythmus eine Veranstaltung hat, beginnt man mit der Planung zwei bis sechs Jahre im Voraus. Die Schritte sind je nach Projektphase unterschiedlich intensiv. Gerade befasse ich mich natürlich mehr mit der Stone+tec 2018 als mit der 2020, aber für 2020 hat schon die Hallendisposition und –abstimmung hier am Gelände stattgefunden.

Bei der Stone+tec wollen wir wieder gemeinsam einen StudentDay auf die Beine stellen – sozusagen eine Veranstaltung während der Veranstaltung. Welche Erfahrungen haben Sie mit Events gemacht, die Sie gemeinsam mit einem externen Partner geplant haben?

Sehr positive Erfahrungen, insbesondere was die Stone+tec angeht. Als Messeveranstalter ist es für uns wichtig, die richtigen Partner zu haben, mit denen man Höhepunkte während des Events setzen kann. Und dazu gehört natürlich auch ein StudentDay, der gut vorbereitet sein will und entsprechend vermarktet werden muss. Wir arbeiten mit vielen Multiplikatoren zusammen, um ein Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Wir als Veranstalter können thematisch gar nicht so tief drin sein. Deshalb sind Partner wie Fachzeitschriften oder Verbände extrem wichtig.

Wie wird ein Event zu einem echten Erfolg?

Ausschlaggebend ist, dass man die Veranstaltung zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat und mit den richtigen Partnern zusammenarbeitet. Ein Erfolg ist das Event für uns dann, wenn alle Seiten – Aussteller und Besucher – zufrieden sind und es für die nächsten Jahre ein fixer Termin wird.

Glauben Sie, dass auch kleine Handwerksbetriebe Kundenveranstaltungen oder Hausmessen als Marketing-Instrument nutzen sollten?

Events bieten natürlich die Möglichkeit, viele Kunden an einem Ort zu treffen mit überschaubarem Aufwand. Sie treffen Kunden, die sie sonst vielleicht nie angesprochen hätten. Auch kleine Handwerksbetriebe sollten diese Plattform, die ihnen da geboten wird, nutzen. Was das Handwerk noch mehr nutzen sollte, sind Branchenevents – sei es nun eine Messe oder eine andere Veranstaltung. Branchenevents bringen die Branche wirklich zusammen und haben großes Potential.

Gibt es Hilfsmittel, die bei der Planung eines Events unverzichtbar sind?

Ohne kleine Helferchen geht es in der heutigen Zeit natürlich gar nicht mehr. Wir arbeiten mit Programmen, die für Organisatoren ausgelegt sind. Wir planen beispielsweise mit einem CAD-Programm, das verbunden ist mit unserer Ausstellerdatenbank. Auf Ausstellerseite sind aber natürlich andere Tools notwendig, um so ein Event gut zu planen.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Punkte, an die man bei der Planung eines Events denken sollte?

Zunächst sollte man wissen, was man mit der Veranstaltung erreichen will. Daran macht sich fest, welche Maßnahmen man umsetzt. Ob man eine Abendveranstaltung daraus macht, oder ob es eine Messebeteiligung ist oder die Teilnahme an einem anderen Event. Man muss frühzeitig mit der Planung anfangen und sich Meilensteine setzen. Eine langfristige Planung ist zu empfehlen, um wirklich ans Ziel zu kommen.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Eventmanagement und wie Sie neue Kunden durch Veranstaltungen gewinnen können.