11.09.2017

Technik

10. steinexpo: Ein Meilen-Stein

von Carolin Werthmann

Die zehnte Ausgabe der „steinexpo” stellte einen neuen Rekord auf: Vom 30. August bis 2. September 2017 lockte die Internationale Demonstrationsmesse für die Baustoffindustrie 53.890 Besucher auf das Ausstellungsgelände in Homberg/Ohm.  

Das Ziel der Veranstalter der zehnten „steinexpo” stand fest: Die Besucherzahl der letzten Messe im Jahr 2014 sollte geknackt werden. Dass das Ergebnis 2017 ganze zwölf Prozent über dem der Ausgabe vor drei Jahren liegt, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Die Jubiläumsedition der Steinbruch-Demonstrationsmesse, welche seit 1990 im Dreijahrestakt durchgeführt wird, gilt durch diesen Rekord jetzt als „Meilen-steinexpo“ in der bisherigen Chronik, wie im Schlussbericht der Organisatoren festgehalten wird.

Messegelände von oben. Im MHI-Steinbruch Nieder-Ofleiden feierte die steinexpo Ende August bis Anfang September ihre zehnte Ausgabe. Foto: Mario Jeschke
Zur Eröffnung startete im Außenbereich des Messegeländes ein pyrotechnisches Farbfeuerwerk. Foto: Bodo Wistinghausen
Gemeinschaftsdemos von schwerem Gerät in weitläufiger Kulisse. Foto: gsz/steinexpo
Die große Zuschauertribüne bot gute Sicht auf die Gemeinschaftsdemos. Foto: gsz/steinexpo
Ein Teil des Messeteams beim traditionellen Schaufelfoto. Foto: gsz/steinexpo
180.000 Quadratmeter umfasste die Ausstellungsfläche auf dem Gelände des Basaltsteinbruchs Nieder-Ofleiden. Foto: gsz/steinexpo
Spannende Live-Shows und Demonstrationen kamen bei den Besuchern noch besser an als die Infostände. Foto: gsz/steinexpo
Aussteller wie Besucher lobten die gute Messeorganisation und bestätigten exzellente Fachgespräche. Foto: gsz/steinexpo
Eine Stichprobenbefragung ergab, dass 65 Prozent der Besucher als Entscheidungsträger in Steinbruchunternehmen agieren. Foto: gsz/steinexpo
Die Hersteller zeigten ihre Maschinen im Einsatz. Foto: gsz/steinexpo

Großzügige Kulisse und breites Angebot

293 Aussteller demonstrierten getreu dem Messetitel auf dem Gelände im MHI-Basaltsteinbruch Nieder-Ofleiden ihre Angebote. In praxisgerechten Einsätzen wurden Brech- und Siebprozesse zur Aufbereitung von Basalthaufwerk, Bauschutt, Altasphalt, Bodenaushub so dargestellt, wie es die Entscheidungsträger der jeweiligen Branchen schätzen. Der damit gebotene Vergleich von Möglichkeiten macht die anstehende Investitionsentscheidung leichter. Anfassbar und in Bewegung, so mussten die Messestände aufgebaut sein, um nicht übersehen zu werden.

Als Messehighlight etablierte sich die stündliche moderierte Gemeinschaftsdemonstration verschiedener Baumaschinenmarken. Markenfachleute standen für Interviews bereit und erklärten technische Aspekte, die einen Überblick über kosten- und leistungsoptimierte Einsätze boten. Die Besuchertribüne und der Arena-Stil der Kulisse machten die Präsentation realistischer Arbeitsabläufe zum Besuchermagneten. Vorgestellt wurden außerdem viele Premierenmodelle, ausgestattet mit IT-Features, mit welchen die Maschinen der Zukunft bestückt sein werden. Auch für Handwerker, die meist kleineres Gerät benutzen, gab es dennoch Produkte zu entdecken, die künftig ihren Arbeitsalltag erleichtern könnten: etwa Pumpen, Werkzeuge, Lagersysteme oder Anbauten für ihre Maschinen.

Laut einer Stichprobenbefragung der Besucher im Auftrag der Messeleitung waren diesmal fast 65 Prozent Entscheidungsträger oder Mitentscheider in Unternehmen, die selbst Steinbrüche oder Kies- und Sandgruben betreiben oder als Bau- oder Baustoffunternehmen an solchen beteiligt sind. Alle angesprochenen Besucher lobten das vollständige Kernangebot, vor allem die Tendenz zur Bauausführung.

Steinexpo kommt Branchenimage zugute

Die hohe Besucherzahl zeigt nicht nur, dass die Messe national wie international anerkannt und geschätzt wird, sondern sie hilft auch, aktiv zum positiven Branchenimage beizutragen und dieses zu bestärken. In diesem Image-Kontext ist ebenfalls die Gemeinschaftsaktion „Think Big!“  für technisch interessierte Schüler auf der Messe zu sehen, mit der für relevante Ausbildungsberufe geworben wurde.

Messechef Friedhelm Rese von der veranstaltenden Geoplan GmbH resümiert: „Es war die anstrengendste ‘steinexpo’, die wir jemals organisiert haben.“ Er sei stolz auf das ganze Team und dankbar für das beständige Vertrauen der Aussteller in das Messekonzept. Sein Dank gelte auch den Besuchern und ihrem Interesse für das „auf dem europäischen Festland einzigartigen Angebot“. Nun gelte es, diese hohe Messlatte im Jahr 2020 erneut zu übertreffen, so Rese.

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