Markus Ramrath
Markus Ramrath

Rasterfassade aus Naturstein schafft harmonische Verbindung zum Altbau

Das Hafengebiet von Osnabrück ist durch eine industrielle Umgebung geprägt. Hier befindet sich auch die Verwaltung der Q1 Energie AG. Für die Erweiterung des Firmenhauptsitzes wurde eine Lösung gesucht: Der Naturstein „Travertin Bauhaus“ verbindet heute geschickt den Altbau aus den 1950er Jahren mit dem barrierefreien Neubau.

Der Firmenhauptsitz der Q1 Energie AG liegt im Osnabrücker Stadtteil Hafen, der stark industriell geprägt ist. Aufgrund des stetigen Unternehmenswachstums entschied sich die Eigentümerfamilie dazu, das aus den 1950er Jahren stammende Verwaltungsgebäude um einen direkt angeschlossenen Neubau zu erweitern und anschließend zu sanieren. Die mit der Planung beauftragte Riemann Gesellschaft von Architekten mbH aus Lübeck sah es als eine der Hauptaufgaben an, dem Gebäude Kraft und Präsenz in einer eher groben Umgebung zu verleihen. Gleichzeitig sollte der neue Verwaltungssitz die Unterbringung moderner, lichtdurchfluteter Büro- und Schulungsräume ermöglichen und Kunden sowie Mitarbeitenden Offenheit und Transparenz vermitteln. Ziel war auch eine direkte Verbindung zwischen Neu- und Altbau. „Ein nicht ganz unwichtiges Thema war die barrierefreie Erschließung des Gesamtensembles; in den 50er Jahren noch kein Thema von Bedeutung, heute schon“, so die Architekten. Über den 2017 fertiggestellten Neubau sind nun alle Ebenen barrierefrei erschlossen, auch die des Altbaus über einen gläsernen Verbindungsbau aus Stahl.

Der Neubau übernahm nicht nur die Höhe des Altbaus, sondern auch die Fassade wurde vom strengen Raster des alten Gebäudes inspiriert. Im Gegensatz zum bestehenden Verwaltungsgebäude, dessen Fassade in den 1950er-Jahren aus einem Betonraster, geputzten Brüstungen und Giebelwänden aus gelbem Klinker realisiert wurde, ist die Fassade des Neubaus mit Naturstein verkleidet. Zum Einsatz kam der „Travertin Bauhaus“ der TRACO GmbH. Der hell- bis dunkelbeige Kalkstein ist ideal für Fassaden, massive Bauteile für Außenarchitektur sowie Böden, Treppen, Bäder. Schon berühmte Bauhaus-Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe, Walter Gropius und Bruno Paul schätzten den Naturstein für seine edle Anmutung und hohe Witterungsbeständigkeit.

Diese Eigenschaften überzeugten auch die Eigentümerfamilie des Energieunternehmens. Der Naturstein in geschliffener Ausführung verleiht dem Gebäude ein modernes, freundliches Erscheinungsbild. Dadurch wird auch sichergestellt, dass Alt- und Neubau keine zu großen Kontraste zueinander bilden und sich gemeinsam im industriell geprägten Umfeld des Osnabrücker Hafens behaupten.

Info: Die Traco Deutsche Travertin Werke GmbH wurde 1907 gegründet und hat einen Standort mit ca. 100 Mitarbeitenden in Bad Langensalza. Traco verfügt über zwölf Natursteinbrüche in Deutschland, in denen Kalk- und Sandstein, Travertin sowie Dolomit abgebaut wird. Weitere Informationen unter www.traco.de

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Individuell bis in den Tod

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In wenigen Schritten zum individuellen Grabstein

Die Kunstgießerei Strassacker stellte auf der Stone+tec 2018 ihren neuen Online-Tafelkonfigurator vor.

Individualität liegt im Trend – auch was den Grabstein anbelangt. Denn Kunden wünschen sich oftmals persönliche Motive und Gestaltungselemente, die Lebensbereiche oder Hobbys des Verstorbenen wiederspiegeln, eine Gedenktafel mit eigener Note. Dieses Bedürfnis nahm die Kunstgießerei Strassacker nun auf und entwickelte einen Tafelkonfigurator: Ein Tool, mit dem Steinmetze gemeinsam mit ihren Kunden das jeweils passende Design kreieren können. Auf der Messe Stone+tec, die vergangene Woche nach Nürnberg einlud, stellte das Unternehmen ihre Neuheit vor. Ab 15. Juli ist der Tafelkonfigurator online.

 

Ähnlich einem Baukastensystem, lassen sich alle Elemente der Grabplatte individuell zusammenstellen – angefangen beim Material. Hier kann man zwischen Aluminium oder Bronze wählen, mit oder ohne Patina, in dem die nach eigenen Formatvorgaben bemessene Platte gegossen wird. Neben diversen Schriftarten stehen mehrere Befestigungsmöglichkeiten zur Auswahl, ebenso wie eine umfangreiche Bibliothek mit Motiven, die als Reliefbilder, grafische oder vollplastische Symbole ausgearbeitet werden können. Eine Vielzahl an Möglichkeiten also.
Wer jedoch lieber auf vorgefertigte Gestaltungsbeispiele als Anregung zurückgreifen möchte, der kann aus einer umfangreichen Zusammenstellung schöpfen und diese wiederum nach seinen Wünschen individualisieren.

Einfach und transparent

Neben der einfachen Handhabung des Tafelkonfigurators, enthält das Tool die Funktion, das fortlaufend alle Parameter sowie der aktuelle Preis der entworfenen Grabplatte angezeigt werden. Sobald das Layout erstellt ist, können Benutzer ein PDF mit den Daten generieren und an ihre Kunden aushändigen. Auch ein Ausdruck im Maßstab 1:1 zur Prüfung und Betrachtung am realen Stein ist möglich.

Die Kunstgießerei Strassacker ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation. Im Stammhaus in Süßen sind heute insgesamt ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Repräsentationen in Frankreich, Schweiz, Österreich, Belgien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten gehört die Kunstgießerei Strassacker zu den weltweit führenden Manufakturen.

Die IranConMin 2018 zieht positive Bilanz

Stein Magazin
Geschäftsführer der IMAG GmbH

Die iranische Leitmesse für Baumaschinen und Bergbau Anfang November war laut Ausstellern ein Erfolg. Rückläufige Zahlen gab es dennoch. Grund ist die wirtschaftlich schwierige Lage.

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Peter Bergleiter, Geschäftsführer der IMAG GmbH, eröffnet die IranConMin 2018 gemeinsam mit hochrangigen Vertretern von Verbänden und Industrie. Foto: IMAG GmbH
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Baumaschinen auf dem Außengelände der IranConMin 2018. Foto: IMAG GmbH

Merklicher Rückgang bei den Ausstellern

Die iranische Bau- und Bergbaumesse IranConMin endet mit positivem Ausblick. Die 14. Ausgabe der Fachmesse für Baumaschinen und Bergbau fand vom 2. bis 5. November in Teheran statt. Sie gilt in Iran als Leitmesse und bringt internationale Aussteller mit der iranischen Branche zusammen. Rund 200 Aussteller aus acht Ländern und rund 15.000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast. Im Vorjahr waren noch 288 Aussteller aus 15 Ländern und 20.000 Fachbesucher gekommen.

Der merkliche Rückgang der Teilnehmerzahlen ist auf die aktuelle weltpolitische Lage zurückzuführen. Die USA hatten im August und erneut Anfang November entgegen internationalen Protests schwerwiegende wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran verhängt, um die Regierung zu schärferen Auflagen im Atomabkommen zu zwingen. Damit sind aktuell die iranische Wirtschaft und der internationale Zahlungsverkehr mit Iran stark beeinträchtigt.
Der Atomstreit war eigentlich 2016 beigelegt und die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben worden. Diese positive Entwicklung hatte sich auch auf die Teilnehmerzahlen der vorherigen Ausgaben der IranConMin ausgewirkt. Der Großteil der internationalen Aussteller war mit der diesjährigen Ausgabe der Messe dennoch sehr zufrieden und hob vor allem die geknüpften Kontakte und die persönlichen Kundengespräche hervor. Zudem äußerten sich die Teilnehmer sehr positiv über den wachsenden Markt in Iran, welcher auch international eine gute Plattform bietet.

Der deutsche Veranstalter IMAG GmbH, eine Tochtergesellschaft der Messe München, wertet die Veranstaltung insgesamt als Erfolg. Die IMAG veranstaltet die Messe jährlich mit den Partnern Palar Samaneh Co. und IranMineHouse. Die 15. IranConMin findet vom 3. bis 6. November 2019 in Teheran statt.