Berlins historischer Neubau

Stein Magazin

Allein die Zahlen beeindrucken: 8.000 Kubikmeter Natursteinarbeiten werden für den Neubau des Komplexes Berliner Schloss und Humboldtforum gebraucht. 15 Prozent davon sind bauplastische Schmuckelemente einschließlich der bildhauerischen Arbeiten. Rund 3.000 Einzelstücke sollen nach etwa 300 Modellen gefertigt werden. 85 Prozent werden Steinmetzstücke sein, die als Architekturelemente an den Fassaden verbaut werden.

Wenn das alles gehauen, abgenommen und versetzt ist, »wird das Zentrum Berlins seinen Bezugspunkt wiederhaben, das Gebäude, auf das sich die umliegenden historischen Bauten maßstäblich und inhaltlich beziehen«, so Manfred Rettig, Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, Bauherrin und Inhaberin des entstehenden Bauwerks. Doch das Gebäude soll nicht nur ein Nachbau eines Großteils des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten und 1950 von Walter Ulbrich gesprengten Preußenschlosses sein. Hier wird auch das Humboldtforum beheimatet sein, so Rettig weiter, ein offenes Zentrum gesellschaftlichen und kulturellen Lebens.

Zu diesem Zweck gründete die Bundesregierung im November 2009 die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, eine Stiftung bürgerlichen Rechts, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur, der Bildung, von internationaler Gesinnung und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens sowie des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege verfolgt. So beschreibt die Stiftung, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, ihre Ziele. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundes, der sich mit 478 Millionen Euro an den Kosten beteiligt, und des Landes Berlin, das für 32 Millionen Euro aufkommt.

Mit diesem Budget in Höhe von 510 Millionen Euro wird das Humboldtforum errichtet. Das Berliner Schloss, genauer die Rekonstruktion der Fassaden, wird von der Bevölkerung finanziert. Dafür sind 80 Millionen Euro veranschlagt und sollen aus privaten Spenden aufgebracht werden. In diesen insgesamt 590 Millionen Euro nicht enthalten sind allerdings zusätzliche bauliche Optionen wie die vollständige historische Kuppel über der Westfassade, die Rekonstruktion der Innenportale oder ein Dachrestaurant. Hierfür sind laut Stiftung weitere 28,5 Millionen Euro notwendig.

Lesen Sie mehr zur Rekonstruktion des Berliner Schlosses in STEIN im Januar 2014.

Bilder: Michael Senn, Boris Frohberg

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Der Boden des Pausenfoyers vom Gärtnerplatztheaters in München ist aus Jurakalkstein-Platten und Carrara-Marmor-Elementen. Foto: Christian POGO Zach
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Über die Firma Fliesen Röhlich

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Das Video gibt Einblick in die Bauphasen des Gärtnerplatztheaters:

 

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Weitere Informationen

 

Das familiengeführte Unternehmen Fliesen Röhlich aus Wendelstein bei Nürnberg gibt es seit 1971. Mit 270 Fliesen- und Natursteinlegern gehört es zu den größten Verlegebetrieben in Deutschland. Ein Viertel der 650 Bauprojekte pro Jahr setzt Fliesen Röhlich mit Naturstein um. Ein Erweiterungsbau am Hauptstandort der Firma soll neuen Raum für Arbeitsplätze schaffen – die Fassade wird aus Naturstein sein.