Bis in den letzten Winkel

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mit dem man auch an schwer zugängliche Stellen kommt. Foto:© Arbortech Europa GmbH

Bei einer Badsanierung gibt es häufig jene verqueren Stellen, die zu erreichen und zu bearbeiten Schwierigkeiten bereitet. Fliesen in den Ecken oder Enge unter dem Waschbecken zum Beispiel. Mit der Entwicklung des Winkelschleifers Mini Grinder Trade will Arbotech dieser Problematik entgegenwirken: 


Arbortech
Kommt auch an unzugängliche Stellen _ der Winkelschleifer von Arbortech hat einen 14cm-Verlängerungsarm, mit dem man auch an schwer zugängliche Stellen kommt. Foto:© Arbortech Europa GmbH

Mit einem 14 cm-Verlängerungsarm, an dem Schleif- und Trennscheiben mit 50mm Durchmesser angebracht werden können und der sich deshalb nicht nur für das Schneiden von Fliesen und Feinsteinzeug, sondern auch für die Metallbearbeitung eignet. Durch den nach vorne verlagerten Schneidebereich und dem geringeren Scheibendurchmesser im Vergleich zu herkömmlichen Winkelschleifern können Fugenmörtel oder Rost in der Ecke entfernt oder rechteckige und runde Aussparungen aus Fliesen geschnitten werden. Eine Vibrationsdämpfung erhöht den Arbeitskomfort und die Geschwindigkeit des Motors ist flexibel zu modifizieren.

Insgesamt sind am Motor sechs Geschwindigkeitsstufen verfügbar, die über den Keilriemenantrieb auf eine Scheibendrehzahl von 6000 bis 18000 U/min hochgestuft werden: die höheren Umdrehungen der Stufen 5 und 6 sind für das Fugen- oder Fliesenschneiden mit der Diamantscheibe geeignet oder auch für aggressive Metallbearbeitungen mit der Schleifmaschine. Für feinere Oberflächenbearbeitungen mit den Schleifscheiben oder Schleifpads sollten niedrigere Drehzahlen (Stufe 1 bis 4) ausgewählt werden.

Eine automatische Sicherheitsabschaltung gewährleistet, dass das Werkzeug nach einem Stromausfall nicht wieder anläuft. Viele Elektrogeräte stellen sich zwar – natürlich – ab, wenn die Stromversorgung unterbrochen wird, doch laufen sie, sobald wieder Strom verfügbar ist, direkt weiter. Und sollte sich die Scheibe im Werkstück verklemmen, wirkt der Keilriemenantrieb wie eine Sicherheitskupplung und verhindert einen Rückschlag des Werkzeugs.

Weitere Informationen unter www.arbortechtools.com

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Xiamen: Das neue Reich der Naturstein–Mitte?

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Anfang März war in China die 17. Xiamen International Stone Fair. Für die Messe rund um Naturstein und seine Verarbeitung kamen 2050 Händler in die Stadt im Süden der Provinz Fujian.

Seit 2001 findet in Xiamen jährlich die größte Natursteinmesse der Welt statt. Zur diesjährigen Xiamen International Stone Fair kamen über 150.000 Besucher. Ungefähr ein Fünftel davon kam aus dem Ausland zur Messe. Von den 2050 Ausstellern war circa ein Viertel nicht aus China.

Ziel der Messe ist es jährlich die neuesten Produkte, Technologien und die Ausrüstung rund um das Thema Naturstein zu präsentieren. Außerdem soll die Messe als Plattform für eine bessere weltweite Vernetzung der Steinindustrie dienen. Dabei liegt der Fokus darauf chinesische Firmen international bekannter zu machen. Xiamen selbst bezeichnet sich bereits als „global stone center“.

Nach mehreren Jahren starkem Besucherzuwachs war die Besucherzahl der Messe dieses Jahr stabil mit vergleichsweise geringerem Wachstum. Die Gestaltung der Stände war detailreich und die Präsentation der Ausstellungsobjekte gekonnt in Szene gesetzt. Die nächste Xiamen International Stone Fair wird 2018 in demselben Zeitraum wie dieses Jahr abgehalten werden.

Lichtspiele am Kloster aus Kalkstein

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Das Trierer Büro Architektur 9+ plante und realisierte ein Kloster aus Kalkstein am See Genezareth in Israel.

Fährt man über die Asphaltstraße zum biblischen Ort Kapharnaum, wird einem das neue Kloster kaum auffallen – es ist perfekt in die Landschaft am See Genezareth eingepasst. Der robuste Kalksteinbau liegt direkt am Fuß des Bergs der Seligpreisung, dort wo Jesus seine berühmte Predigt gehalten und unten am See das Wunder der Brotvermehrung gewirkt haben soll. Schon lange steht dort eine Kirche, die Gläubigen aus aller Welt zum Gebet dient. Zehntausende von Pilgern machen jedes Jahr hier Station auf ihrer Reise durch das Heilige Land.

Eine Herausforderung für die Mönche, die seit vielen Jahren diesen Ansturm bewältigen müssen. Das alte baufällige Kloster war keine angemessene Bleibe mehr für sie. So beschloss der Deutsche Verein vom Heiligen Land, ein neues Kloster zu errichten, und beauftragte die Trierer Architekten Alois Peitz, Hubertus Hillinger und Susanne Hoffman-Hillinger. „Das war wirklich nichts Alltägliches“, sagen die drei unisono. „Ein Kloster für die Menschen des 21. Jahrhunderts, gleichzeitig aber in benediktinischer Tradition – das macht man nur einmal im Leben.“

Zehn Jahre dauerte es alles in allem: vom Masterplan bis zur Einweihung. Ganz in Anlehnung an den klassischen St. Gallener Klosterplan der Benediktiner aus dem 9. Jahrhundert entstanden zwölf  Mönchszellen, ein Refektorium, ein Kapitelsaal, ein Oratorium, eine Bibliothek, eine Rekreation, Gästezimmer und eine Küche. Das Kloster ordnet sich architektonisch der Kirche unter, die Höhe orientiert sich an ihrem Giebel. Auch die Baustoffe sind die gleichen: Kalkstein aus Hebron, mit Kalksplitt angereicherter Beton, Holz und rote, stark reflektierende Tonziegel. „Es sind zwar die gleichen Materialien“, erklärt Susanne Hoffman-Hillinger, „aber modern bearbeitet – gesägt, geschliffen oder poliert. Damit ändert sich der Glanz und die Farbe von Kalkstein und Ziegeln.

Auf den Fußböden wurden unterschiedlich große Platten verlegt und an den zurückgesetzten Außenfenstern Steinstelen angebracht – orientalische, filigrane Elemente in dem Gebäude, das sonst eher massiv wirkt. Die Oberflächen der Außenwandbekleidung sind fein gespitzt. Und durch kleine Rücksprünge in der Fassade von nur einem Zentimeter Bänderung ergeben sich, bedingt durch die Lichtverhältnisse in Israel, starke, kontrastreiche Akzentuierungen. Im Inneren des Klosters schafft die Symbiose von Beton und Naturstein außergewöhnliche Effekte: Die Oberflächen der Betonkonsolen und Sichbetondecken sind gestockt. Dadurch  kommen die hellen Zuschlagstoffe des Kalksteins zum Vorschein.

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Der heimische „Jarraa fateh“-Kalkstein kommt aus Jamaain, Nablus City, Israel. Die Oberflächenbearbeitung variiert: Der Stein wurde gesägt, geschliffen oder poliert.

„Bauen im Heiligen Land heißt auch mit anderen Lichtverhältnissen“, sagt Hubertus Hillinger. „Es gibt weltweit kaum Orte, die heller sind als die Gegend rund um den See Genezareth.“ Daher muss das Kloster ausreichend Schatten spenden und die Maueröffnungen sind nach außen klein gehalten. Das Gebäude öffnet sich nach innen. Im Sommer bleibt es kühl, auch wenn die Hitze draußen 40 Grad erreicht; im Winter schützt es vor Kälte. In puncto Baudämmung und Isolation beschritten Peitz und Hillinger neue Wege. „Die mehrschaligen Wände sind 60 Zentimeter dick und die Kühlanlagen brauchen nur einen Bruchteil der dort sonst benötigten Energie“, erklärt Alois Peitz. Die Decken und Dächer statteten sie es mit einer Bauteiltemperierung als „Stille Kühlung“ aus und verwendeten Rohrregister, durch die kaltes Wasser läuft, das die Räume angenehm temperiert. „Die Energiekosten sind gering, weil die Dämmung so gut ist.“ Architekten aus Israel besuchten die Baustelle immer wieder, um Ideen für ihre eigenen Projekte aufzugreifen.

Lesen Sie mehr zum Kloster aus Kalkstein in Israel in STEIN im Mai 2015.