Bloombergs London Headquarters in Sandstein

Foster + Partners entwarfen einen Gebäudekomplex für den Medienkonzern Bloomberg in London. Dessen neuen Europa-Headquarters haben eine Fassade mit Sandsteinpfeilern – und nehmen so Bezug auf den historischen Städtebau in der Nachbarschaft.

Eine Sandsteinkonstruktion gliedert die Außenhülle der Zwillingsbauten horizontal wie vertikal. Die Pfeiler erstrecken sich über acht Stockwerke – dafür wurden 9.600 Tonnen Sandstein verbaut. Das Material hierfür wurde vom Natursteinhandel Grants of Shoreditch geliefert und stammt aus Stanton Moor in Yorkshire.

Ein weiteres Gestaltungselement der Fassade sind Streben aus Bronze. Sie haben eine dreieckigen Querschnitt und gliedern die Fenster des Gebäudes. Je nach Ausrichtung und Anforderungen an den Sonnenschutz haben sie unterschiedliche Größen und Neigungen. Die Bronzeplatten wurden in Japan gefertigt.

Städtebauliche Tradition

Laut dem Büro Foster + Partners wählte man den Naturstein in Anlehnung an historische Bauten in der Nachbarschaft: Beim angrenzenden Gebäude aus Viktorianischer Zeit wurde der gleiche Sandstein verwendet. In der Nähe befindet sich  mit der St. Paul’s Cathedral aus Portland-Kalkstein ebenfalls ein natursteinerner Monumentalbau.

Der Durchgang „Bloomberg Arcade“ soll an zwei historische Straßenverläufe erinnern, welche ursprünglich hier verliefen. Durch Bauten aus den 1950ern war diese Struktur verloren gegangen. In der Bloomberg-Arkade gibt es nun Cafés und Geschäfte.

Zudem befinden sich in diesem öffentlichen Raum drei Brunnen der spanischen Künstlerin Cristina Iglesias, in welchen Wasser über mehrere Lagen gegossener Bronze strömt. Diese sollen an den historischen Stadtbach Walbrook erinnern, der heute unterirdisch durch die City of London in Richtung Themse fließt. Die Pflasterung der öffentlichen Plätze besteht aus Scout Moor Hard Yorkstone, welcher aus dem Scout-Moor-Steinbruch in Ramsbottom stammt, nördlich von Manchester.

Zentrale Rampe

Einer dieser Plätze befindet sich vor dem Haupteingang der Konzernzentrale. Von hier gelangen Besucher zuerst in einen Vorraum mit Rezeption, daran schließt sich ein Geschoss-überfgreifendes Atrium an: Eine spiralförmige Rampe erschließt sechs der acht Etagen. Die Architekten erklären: „Die Rampe ist das Herzstück des Gebäudes. In gewissem Sinne geht es dabei um Gemeinschaft und Zusammenarbeit – sowohl innerhalb des Gebäudes als auch in seiner Umgebung.“