Der Brexit und der Natursteinmarkt

Stein Magazin
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Eine knappe Mehrheit britischer Bürger möchte die EU verlassen. Der Brexit steht bevor. Was das genau bedeutet und was uns nun erwartet, weiß keiner so genau. Um die möglichen Auswirkungen auf den Natursteinmarkt zu verstehen, haben wir unter Branchenführern eine Umfrage gestartet. Hier das erste Statement: 

Wie wird aus Ihrer Sicht der Brexit den europäischen Natursteinmarkt beeinflussen?

Niko Bagnara: In diesen Tagen ist es noch relativ früh eine Prognose zur weiteren Entwicklung in Bezug auf einen möglichen Brexit zu geben. Es handelt sich im Moment ja um ein Referendum, dessen Umsetzung sich erst in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen wird. Man kann jedoch beobachten, dass bereits jetzt eine negative Stimmung zu verzeichnen ist: Der Wechselkurs vom Britischen Pfund gegenüber dem Euro fällt, die Aktienmärkte reagieren sensibel auf diese demokratische Abstimmung, usw. All das wird höchstwahrscheinlich zu einem Abschwung der gesamten Wirtschaftsleistung Großbritanniens führen und das kann natürlich auch Einfluss auf den Natursteinmarkt haben.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es in Großbritannien wenige Steinbrüche gibt, die eher lokal operieren und ihre Produkte nur sehr selten exportieren. Wenn, dann beeinflusst der Brexit eher den Britischen Import von Natursteinprodukten. Der, durch den Währungsverfall, leichte Wirtschaftsabschwung wird meiner Meinung nach eher kurzfristig ausfallen. Dieser könnte sich negativ auf die Kaufkraft auswirken und den Import hemmen. Auch könnte es durch den Ausstieg aus der Europäischen Union zu bürokratischen Hürden kommen. Bestehende Wirtschaftsbeziehungen werden meines Erachtens jedoch weiterhin gut funktionieren und neue werden entstehen. Insgesamt gesehen, denke ich deshalb nicht, dass die Auswirkungen des Brexit auf den Natursteinmarkt gravierend sein werden.

 

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