07.07.2016

Baustelle

Die steinerne Brücke – Sanierung eines Welterbes

von Michaela Hofbauer

Die steinerne Brücke ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt Regensburg und zusammen mit der Altstadt UNESCO-Welterbe. Derzeit wird das mittelalterliche Kulturdenkmal aufwändig saniert.

Blick vom Brückturm auf die Steinerne Brücke in Regensburg (Foto: Stadt Regensburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Blick von der Steinernen Brücke Richtung Westen (Foto: Stadt Regensburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Blick auf die Steinerne Brücke und den Dom St. Peter (Foto: Stadt Regensburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Blick auf den Stadtteil Stadtamhof in Regensburg (Foto: Stadt Regensburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Die steinerne Brücke in Regensburg wurde bereits zwischen 1135 und 1146 erbaut und gilt als die älteste Steinbrücke Deutschlands. Von den Regensburger Kaufleuten in Auftrag gegeben, stellte sie zu dieser Zeit die einzige Möglichkeit dar, die Donau zwischen Ulm und Wien zu überqueren. Über die Jahrhunderte hinweg wurden immer wieder Teile der Brücke durch Kriegshandlungen zerstört und anschließend ausgebessert.

Die heutigen Schäden der 870 Jahre alten Brücke sind jedoch auf die hohe Verkehrsbelastung und die Witterung zurückzuführen. Durch das Niederschlagswasser und die mangelhafte Entwässerung der Brücke wurde das Natursteinwerk stark angegriffen und eine Instandsetzung notwendig. Da das Wasser nicht schnell genug abgeleitet werden kann, dringt es ins Innere des Mauerwerks ein und verursacht zusammen mit Salzeinlagerungen und Frostdruck erhebliche Schäden.

Instandsetzung der steinernen Brücke in Regensburg

Aus diesen Gründen begann 2015 die Instandsetzung der 315 Meter langen Brücke. Derzeit befindet sich das Projekt in der vierten und letzten Bauphase, in der eine vollständige Erneuerung der Brückenoberfläche vorgenommen wird. Um zu erproben, welches Material für die Oberfläche am besten geeignet ist und welches Entwässerungssystem die Brücke am effektivsten vor dem Niederschlagswasser schützt, wurden auf einem Bauhof 15 Meter der Brücke maßstabsgetreu nachgebaut.

An diesem Modell testeten die Beteiligten eine Vielzahl verschiedener Natursteine und Entwässerungssysteme, um bei der Instandsetzung des Originals optimale Ergebnisse zu erzielen. Da das Mauerwerk der Brücke aus gelblich-grünem Grünsandstein besteht, entschieden sich die Verantwortlichen, den warmtonigen Bayerwaldgranit als Oberflächenmaterial zu nutzen. Beidseitige Rinnen werden die Brücke in Zukunft vor Niederschlägen schützen. Bis 2017 soll das Instandsetzungsprojekt fertiggestellt werden.

Weitere Informationen zur Instandsetzung der steinernen Brücke finden Sie auf der Webseite der Stadt Regensburg.

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