Empfehlungen als Werbung nutzen

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Persönlichen Empfehlungen folgen die meisten Menschen am liebsten, oft tun sie es sogar fast blind. Das gilt nach wie vor und trotz aller »Gefällt-mir«-Klicks und virtueller Follower im Netz. Wollen Kunden ihr Bad sanieren, brauchen sie eine neue Küche oder soll eine Treppe hochwertig renoviert werden, dann fragen sie Menschen, die sie kennen, nach einem Rat. Für das Grabmal eines Angehörigen verlässt man sich am liebsten auf die Erfahrungen der Nachbarn oder von guten Freunden.
Die Empfehlungen von Freund zu Freund oder von Kollege zu Kollege bringen nicht nur neue Kunden, sie sind 
für das Handwerk aus einem weiteren Grund sehr wertvoll: Freunde oder Bekannte ticken oft ähnlich (ähnliche Erwartungshaltung, ähnliche Lebens- und Vermögenssituation). So gelangen Betriebe über persönliche Empfehlungen an Kunden, die zu ihnen passen, und um den Betrieb herum entwickelt sich so nach und nach ein eigener »Freundeskreis«: Kunden, die dieselben Werte und einen vergleichbaren Lebensstil teilen, die ähnliche Probleme, Bedürfnisse und Wünsche haben und die das Unternehmen wieder ihren Freunden mit ähnlichen »Eigenschaften« ans Herz legen.
Auf diesen speziellen Freundeskreis, der zum Leistungsspektrum und zum Stil des Unternehmens passt, können sich Betriebe perfekt einstellen. Sie merken auch schneller als mit einer bunten Kundenschar, wenn sich die Stimmung ändert und plötzlich andere Angebote gefragt sind. Auf das Lebensgefühl von Menschen einschwingen, denen man sich gedanklich nahefühlt, fällt eben leichter, als sich auf eine Vielzahl von Ansprüchen und Erwartungshaltungen einzustellen. Im Freundeskreis kauft man emotional und empfiehlt mit Begeisterung weiter.
Wird der Kunde zum Freund, gewinnt deshalb auch der Faktor Empfehlung eine ganze andere Bedeutung:
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Es gilt das Prinzip »Erst geben, dann nehmen«: Wer eine herausragende Leistung bietet, muss um Empfehlungen nicht betteln, sie sollten für den Kunden selbstverständlich sein.
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Freunde kümmern sich umeinander: Das Wohl des Kunden steht an oberster Stelle, genauso wird dieser am Erfolg des Betriebs interessiert sein.
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Freunden tut man gerne einen Gefallen: Warum sollte ich einen Freund nicht weiterempfehlen? Warum sollte ich ihm nicht helfen, wo er mir doch auch meine Wünsche erfüllt?
Kunden, die sich von einem Unternehmen wie von einem guten Freund betreut fühlen, sprechen deshalb gerne Empfehlungen aus. Außerdem hat nicht nur der Empfohlene etwas davon, auch der Empfehlungsgeber profitiert. Wer für Freunde, Nachbarn oder Kollegen einen wertvollen Tipp hat, wird zum geschätzten Experten und gewinnt in seinem Umfeld an Ansehen. Die meisten Empfehlungen werden jedoch eher spontan und zufällig ausgesprochen. Ob für ein schönes Restaurant, einen guten Wein, ein charmantes Hotel, einen Arzt oder eine Urlaubsre­gion. Die Erzähler sind sich dessen nicht einmal bewusst. Weitersagen ist für sie selbstverständlich. Wer etwas zu berichten hat, dem hört man zu. Wer empfehlen kann, dem geht es finanziell gut. Das alles spielt Inhabern in die Hand: Indem Sie Kunden gut betreuen, setzen Sie den Empfehlungskreislauf aktiv in Gang.

Wie Sie aktiv auf Kunden zugehen können und mit welchen Tipps sie leichter an Empfehlungen kommen, steht im neuen STEIN Heft!

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Das „steinerne Meer“ zwischen Öland und Gotland

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Skandinavien ist bekannt für seine Hartgesteine. Darum führt die Stein-Reise des Geokompetenzzentrum Freiberg in diesem Jahr nach Süd-Schweden – und auch in der STEIN wird es im Sommer eine Strecke zum Thema Skandinavien geben.

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Bei der Exkursion werden unter anderem Steinbrüche besucht. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Abbau von Braennhult-Granit. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Arbeit im Steinbruch Sjöström. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.

Schwedisch Schwarz

Die sechstägige Exkursion hat sich als feste Größe im jährlichen Exkursionskalender für die Steinmetzbranche etabliert. Wie in jedem Jahr bekommen Fachinteressierte einen Überblick über Natursteinvorkommen, -abbau und -referenzen des Landes. Besucht werden Firmen, Steinbrüche, Orte und Objekte in Kristianstad, Vanga, Borgholm (Öland), Gotland und Malmö.

Hilke Domsch vom Geokompetenzzentrum Freiberg erklärt: „In Südschweden gibt es Granite wie Bjärlöv, Bohus oder Flivik, Gneise wie Halmstad oder Vanga und natürlich die als ‚schwedisch Schwarz‘ bekannten Basalte. Etwas unbekannter und dabei traditionell sehr verankert sind die Kalksteine von den Ostseeinseln Öland und Gotland und auch Marmor wie der grüne Brännlykan.“

Auf Öland wird die Firma Naturstenkompaniet besucht – sie gewinnt und verarbeitet den Ölandkalkstein. Unter den Orten sticht die Ostseeinsel Gotland hervor, so Hilke Domsch: „Der Gotland-Kalkstein ist ein wunderschöner heller und harter Kalkstein mit einer einzigartigen Textur. In Verbindung mit der Geschichte der Hanse wird dies ein Highlight der Reise.“

Reiseinformationen

Die Exkursion findet vom 30. April bis 6. Mai 2018 statt – auf Wunsch kann der Reisezeitraum verkürzt werden. Anmeldeschluss ist der 28. März 2018.

Hier finden Sie den interaktiven Informations- und Anmeldeflyer zum Ausfüllen und Versenden.

Europäische Steinestapler starten eine Ausstellung

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram

Im schottischen Dunbar stapelten Künstler im April Steine bei einem Festival zu kunstvollen Skulpturen. Im Mai geben sie ihr Können an Interessierte weiter.

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram
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James Craig Page (Mitte links), Veranstalter des Festivals, mit der Jury. Foto: Laurence Winram
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Ein Teil der Gewinner-Skulptur von Pedro Duran. Foto: Laurence Winram
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Die Steinestapler überlegen gemeinsam, wie sie ihre Kunstform bekannter machen können. Foto: Laurence Winram
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Teil der Ausstellung in Summer Hall. Foto: Laurence Winram

Steinestapler stellen gemeinsam mit Land-Art-Künstlern aus

Steine sind ein tolles Baumaterial – nicht nur für Treppen, Säulen und Co., sondern auch für gestapelte Kunstwerke am Strand. Das zeigen die Ergebnisse des 2. Europäischen Wettbewerbs der Steinestapler, der Ende April für zwei Tage in Dunbar in Schottland stattgefunden hat. 30 Künstler haben angespülte Kiesel und größere Steine aus der Natur mit ruhiger Hand kunstvoll auf Felsen und Sand gestapelt und sich in den Kategorien “Die meisten Steine ausbalanciert”, “Juniormeisterschaft”, “künstlerischer Gewinner” und “Stapeln gegen die Zeit” gemessen. Der Gesamtgewinner ist – wie bereits im letzten Jahr – Pedro Duran aus Spanien. Er bekommt einen finanziellen Zuschuss für seinen Flug nach Texas, wo 2019 der weltweite Wettbewerb in Llano stattfindet.

Die Kunst besteht beim Steinestapeln darin, die Schwerkraft für sich zu nutzen, denn sie ist das einzige, was die Skulpturen zusammenhält. Versierte Künstler bauen zum Beispiel komplette Torbögen ohne eine einzige Kelle Mörtel. Seriöse Stapler verändern die natürliche Umgebung oder gar historisch bedeutende Stätten dabei nicht – beides sind Kritikpunkte von Naturschützern. Sie stapeln besonders gern an Stränden, Flüssen und Seen, weil sie dort häufig besonders schöne Steine finden. 
Noch ist die Steinestapler-Szene eher klein und familiär – und sie könnte ein bisschen mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Um die mediative Kunst in Europa noch bekannter machen, stellen deshalb bis 28. Mai bekannte Steine-Stapler, Land-Art-Künstler und Maler gemeinsam in der Summerhall Gallery in Edinburgh aus und geben an allen Mai-Wochenenden Workshops.