01.03.2019

Gestalten

Ähnlichkeit und Persönlichkeit – Fortbildung in Wunsiedel

von Martina Noltemeier

Am Europäischen Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk in Wunsiedel findet vom 12. bis 15. März ein Intensivkurs statt. Es geht um das Thema Sehen, Erfassen und Umsetzen eines lebenden Modells.

Eine Kursteilnehmerin 2018 beim Modellieren. Foto: Steinzentrum Wunsiedel
Kursteilnehmer im vergangenen Jahr beim Zeichnen nach lebendem Modell. Foto: Steinzentrum Wunsiedel
Die Kursteilnehmenden von 2018 mit Kursleiter Manfred Reinhart (rechts). Foto: Steinzentrum Wunsiedel

Skizzieren und Modellieren

Das Porträt bzw. Bildnis ist eine Darstellung der menschlichen Figur und gehört zu den ältesten Motiven der Geschichte der Malerei und der Bildhauerei. In der Prähistorie wurden individuelle Gesichtszüge nicht erfasst. Hingegen sollten in der antiken griechischen Kunst idealisierte Menschenbilder geschaffen werden. Später haben sich Bildhauer und Künstler intensiver mit dem Porträtierten befasst; die Blütezeit der Porträtmalerei war vom Ende des 15. Jahrhunderts bis um 1900. Durch die große Vielfalt der Darstellungsmöglichkeiten wird bis heute nicht nur eine körperliche Ähnlichkeit mit dem Modell angestrebt, sondern es soll möglichst auch die Persönlichkeit der porträtierten Person eingefangen werden.

Das wird der akademische Bildhauer und Künstler Manfred Reinhart im Porträtkurs vermitteln. Reinhart studierte nach der Steinbildhauerlehre in Italien am „Istituto statale d’arte di Firenze“ und anschließend Bildhauerei an der „Accademia di Belle Arti di Carrara“. In dem Porträtkurs müssen die Teilnehmenden das Modell ganz genau betrachten. Von den groben Umrissen über die Proportionen des Gesichts bis zu den Details der Gesichtszüge arbeiten sie sich an das Abbild heran. Die Zeichnungen von Ansicht, Profil und Dreiviertelansicht helfen dabei, den Aufbau des Kopfes zu verstehen und dienen später als Unterstützung beim Modellieren mit Ton. Das Tonmodell wird anschließend mit Gips ummantelt, um eine Negativform herzustellen. Diese wird nach Entfernen des Tons ebenfalls mit Gips ausgegossen und nach dem Erhärten abgenommen. Das Endprodukt, die selbst geschaffene Büste, kann jeder Teilnehmende mit nach Hause nehmen.

Die Kursteilnehmenden erweitern so in dem Intensivkurs, der vom 12. bis 15. März stattfindet, neben theoretischem Wissen vor allem ihre praktischen und künstlerischen Fähigkeiten.
Es sind noch Plätze frei, die Gebühr beträgt 290 Euro.

Weitere Infos:

Europäisches Fortbildungszentrum in Wunsiedel, info@efbz.de, Telefon: 09232-1038
www.efbz.de

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