Galabau – der Stein im Mai 2024

Stein Magazin
Titelbild: Roland Trachsel, Bärlocher
Titelbild: Roland Trachsel, Bärlocher

In unserer Ausgabe zum GaLaBau zeigen wir, wie Naturstein aus der Region, der bereits im Mittelalter abgebaut wurde, in dem Klostergarten des Benediktinerklosters Corvey dazu beitrug, dem Garten eine neue, zeitgemäße Gestalt zu verleihen.  Weiterhin lesen Sie, wie mit Natursteinpflaster als verbindendem Element in Flensburg ein neuer Natur- und Erlebnispark entstanden ist, der durch seine gelungenen Gestaltung für den deutschen Natursteinpreis vorgeschlagen wurde. Und auch ein Brunnen, bei dem die Kunst darin bestand, ihn als perfekten Kreis herzustellen, wird ihnen begegnen.

Wenn historische Natursteine wiederverwendet werden, ist das ein starkes Signal in Richtung Nachhaltigkeit. In Deutschland bilden Bau- und Abbruchabfälle den bei Weitem größten Abfallstrom. 2021 fielen 222 Millionen Tonnen Bauschutt an, das ist mehr als die Hälfte (54 Prozent) der gesamten Abfallmenge in Deutschland. Umso erfreulicher ist es, dass sich das Unternehmen Stonepark aus dem niedersächsischen Diepholz auf die Wiederverwendung alter Steine spezialisiert hat.

Wie nachhaltige Baukultur mit so aufbereiteten historischen Natursteinen rundum gelingt, zeigt das Beispiel des Klostergartens des mittelalterlichen Benediktinerklosters Corvey. Bei der Restaurierung und Neugestaltung des von Mauern umgebenen Klostergartens setzte das Berliner Landschaftsarchitekturbüro Franz Reschke vor allem auf Naturstein aus der Region: Sämtliche Pflastersteine, Blockstufen, Mauerwerke und Brunnenanlagen stammen aus dem umfangreichen Heimatfels-Programm von Stonepark. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 6.

Ein anderes Thema dieser Ausgabe ist erfreulicherweise vor Kurzem für den Deutschen Naturstein-Preis 2024 nominiert worden. Das Hamburger Landschaftsarchitekturbüro WES Architekten hat bei der Jury Eindruck hinterlassen, wie es in Flensburg den Museumsberg, den Alten Friedhof und den Christiansenpark miteinander verbindet und als Einheit erlebbar macht. Die Gestaltung der Pflasterflächen dient dabei an vielen Stellen als verbindendes Element. Lesen Sie mehr zu diesem außergewöhnlichen Stadtentwicklungskonzept ab Seite 12.

Wie ein Steinmetz sein ganz eigenes Marketingkonzept entworfen hat, und wie erfolgreich er damit ist, lesen Sie in unserem Interview ab Seite 42. Damit liegt er ganz im Zeitgeist. Denn es hat sich längst herumgesprochen, dass es Zeit ist, für ein neues Denken in der Branche. Was Sie selbst tun können, um auch in herausfordernden Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärt Annette Mühlberger ab Seite 46.

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In der April-Ausgabe drehte sich alles um große Flächen. Lesen Sie hier mehr. 

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Skulptur des Monats: Pastry Art

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Diana Kasko ist studierte Architektin und Hobby-Bäckerin. Mit ihren essbaren Skulpturen „Pastry Art“ vereint sie Beruf und Leidenschaft. Dass die Süßspeisen täuschend echt nach Baumaterialien aussehen, liegt auch an der fotografischen Tätigkeit der Ukrainerin.

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
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Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

„Chocolate Block“

Einer ihrer von Stein inspirierten Kreationen ist der „Chocolate Block“: Außen Steinoptik – innen Biskuit, Schokoladen-Creme und zwei Mousse-Sorten. „Der Kuchen ist einer meiner Lieblingsrezepte!“, erklärt Diana Kasko.

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Weitere Informationen

 

Für die äußere Form verwendet sie bei einigen Rezepten selbst entworfene Silikon-Backformen. Auch hier adaptiert die Künstlerin ihr Wissen aus der Baubranche: „Ich habe als Architektin und gearbeitet und 3-D-Modelle gebaut. Als ich angefangen habe, Patisserie zu machen, wollte ich dem Backen etwas Neues hinzufügen. Ich habe festgestellt, dass das Erscheinungsbild genauso wichtig ist wie der Geschmack.“

Weitere Informationen und Rezepte finden Sie auf www.dinarakasko.com.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
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September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
Play Panca 3_Screenshot cyrcus.it
So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

Praxisvorführung im Steinbruch

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die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)

Am 21. September findet im Steinbruch Epprechstein von 11 bis 14 Uhr eine praktische Vorführung der Untersuchungsmethoden für die Steinbrucherkundung aus dem EU-geförderten Projekt „Sustamining“ statt.

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José Luis Fernández (links) und Avelino Tirado vom Technologiezentrum Aitemin erheben Daten, die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)
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Mittels Bodenradar (GPR) werden räumliche Darstellungen des Steinbruchs ermöglicht und abbauwürdige Bereiche lokalisiert. (Foto: Julia Wolpert)
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Obwohl das System seit über 30 Jahren zur Erkundung von Untergrundstrukturen im Einsatz ist, wurde durch die Verbesserung der Geräte erst jetzt eine Anwendung im Steinbruch möglich. (Foto: Julia Wolpert)

Zum Aufgabenbereich der Initiative zählt unter anderem die Entwicklung einer neuen Technologie zur selektiven Nutzung der Gesteinsvorkommen unter Beachtung von Qualitätsanforderungen an das Produkt und den Bedarf. Darüber hinaus wird diese neue Methode zur Entwicklung und Nutzung neuer Steinbrüche eingesetzt. Hier soll die Qualitätskontrolle durch zerstörungsfreie geophysikalische Methoden ermöglicht werden. Geostatistische Auswertungen dienen zur Abschätzung von Naturstein-Reserven.

Ziel des Projekts ist es, den selektiven und nachhaltigen Abbau von Naturwerkstein zu fördern und zu erleichtern. Mit dem Projekt sollen Prüfmethoden zur zerstörungsfreien Erkundung von Steinbrüchen und die dreidimensionale Erfassung von abbauwürdigen Steinvorkommen entwickelt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich per E-Mail an info@natursteinverband.de für die Praxisvorführung anmelden.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.