Bad – Der Stein im März 2024

Stein Magazin

In der Badausgabe präsentierten wir Ihnen zwei außergewöhnliche Projekte, die nicht nur durch handwerkliche Raffinesse bestechen. Ein Masterbad aus Grigio-Imperiale-Marmor zeigt klare Kanten und der Steinmetz musste in Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken in extrem hoher Präzision arbeiten. Auch bei dem zweiten Projekt, einem Bad aus brasilianischem Quarzit spielte die Präzision eine tragende Rolle, mussten doch die Strukturübergänge in der Maserung des Steins beim Schneiden millimetergenau ausgeführt werden. Das A und O war hier eine fehlerfreie Planung, denn die Platten waren aufgrund ihrer einmaligen Struktur nicht austauschbar.

Ärgern Sie sich auch über die vielen Vorschriften und Dokumentationspflichten, die Sie als Unternehmer*in erfüllen müssen? Eine überbordende Bürokratie in unserem Land ist inzwischen Thema in vielen Diskussionen. Auch der Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) hat eine klare Haltung zum Thema. Als Mitglied des Zentralverbands des Deutschen Handwerks unterstützt er ZDH-Präsident Jörg Dittrich, der von der Politik fordert, endlich damit aufzuhören, alles bis ins kleinste Detail regeln zu wollen. Vor allem müssten die Betroffenen gehört werden, bevor neue Vorschriften erlassen werden. Ab Seite 22 widmen wir uns diesem brisanten Thema ausführlich.

Gleichzeitig möchten wir Sie einladen, mit uns einen ersten Blick auf die neuesten Projekte aus den Werkstätten der Steinmetze zu werfen. In unserem Bäderschwerpunkt präsentieren wir zum Beispiel ein Masterbad aus Grigio-Imperiale-Marmor, das nicht nur durch seine klaren Kanten, sondern auch durch ein perfektes Zusammenspiel der Gewerke besticht. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 6.

Grigio-Imperiale-Marmor

Höchste Handwerkskunst war auch bei einem weiteren Badezimmer aus edlem Naturstein gefordert. Für das Bad in ihrer Dachgeschosswohnung wünschten sich die Bauherren einen echten „Eyecatcher“. Dafür sorgte „Explosion Blue“, ein Naturstein aus Brasilien, der hier bislang noch wenig bekannt ist. Wie er überaus kunstvoll in den Werkstätten von Huber Naturstein verarbeitet wurde, erfahren Sie ab Seite 12.

Welche Maschinen und Werkzeuge für perfekte Gehrungsschnitte im Bäderbau am besten geeignet sind, erfahren Sie ab Seite 30. Unser Autor Michael Spohr hat sich dazu in gewohnter Manier bei drei Unternehmen umgesehen und von den Verantwortlichen viele spannende Lösungen aus der Praxis für die Praxis gezeigt bekommen.

Schließlich geht unser Blick noch ans andere Ende der Welt, nach Down Under: In Australien ist seit Kurzem Quarz-Komposit verboten. Was das für den deutschen Markt bedeutet, lesen Sie auf Seite 55.

Viel Spaß bei der Lektüre von STEIN wünscht Ihnen

Ihre Steinredaktion

Das Heft gibt es hier im Shop!

In unserer Februar- Ausgabe dreht sich alles um Restaurierungen und wie man die Kultur bewahren soll. Mehr dazu hier.

Australien : Quarz Verbot

In unserer März-Ausgabe dreht sich alles um den Badbau. Sei es Marmor oder Quarzit. Alles darüber finden sie bei uns.

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Individuell bis in den Tod

Stein Magazin

In wenigen Schritten zum individuellen Grabstein

Die Kunstgießerei Strassacker stellte auf der Stone+tec 2018 ihren neuen Online-Tafelkonfigurator vor.

Individualität liegt im Trend – auch was den Grabstein anbelangt. Denn Kunden wünschen sich oftmals persönliche Motive und Gestaltungselemente, die Lebensbereiche oder Hobbys des Verstorbenen wiederspiegeln, eine Gedenktafel mit eigener Note. Dieses Bedürfnis nahm die Kunstgießerei Strassacker nun auf und entwickelte einen Tafelkonfigurator: Ein Tool, mit dem Steinmetze gemeinsam mit ihren Kunden das jeweils passende Design kreieren können. Auf der Messe Stone+tec, die vergangene Woche nach Nürnberg einlud, stellte das Unternehmen ihre Neuheit vor. Ab 15. Juli ist der Tafelkonfigurator online.

 

Ähnlich einem Baukastensystem, lassen sich alle Elemente der Grabplatte individuell zusammenstellen – angefangen beim Material. Hier kann man zwischen Aluminium oder Bronze wählen, mit oder ohne Patina, in dem die nach eigenen Formatvorgaben bemessene Platte gegossen wird. Neben diversen Schriftarten stehen mehrere Befestigungsmöglichkeiten zur Auswahl, ebenso wie eine umfangreiche Bibliothek mit Motiven, die als Reliefbilder, grafische oder vollplastische Symbole ausgearbeitet werden können. Eine Vielzahl an Möglichkeiten also.
Wer jedoch lieber auf vorgefertigte Gestaltungsbeispiele als Anregung zurückgreifen möchte, der kann aus einer umfangreichen Zusammenstellung schöpfen und diese wiederum nach seinen Wünschen individualisieren.

Einfach und transparent

Neben der einfachen Handhabung des Tafelkonfigurators, enthält das Tool die Funktion, das fortlaufend alle Parameter sowie der aktuelle Preis der entworfenen Grabplatte angezeigt werden. Sobald das Layout erstellt ist, können Benutzer ein PDF mit den Daten generieren und an ihre Kunden aushändigen. Auch ein Ausdruck im Maßstab 1:1 zur Prüfung und Betrachtung am realen Stein ist möglich.

Die Kunstgießerei Strassacker ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation. Im Stammhaus in Süßen sind heute insgesamt ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Repräsentationen in Frankreich, Schweiz, Österreich, Belgien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten gehört die Kunstgießerei Strassacker zu den weltweit führenden Manufakturen.

Die IranConMin 2018 zieht positive Bilanz

Stein Magazin
Geschäftsführer der IMAG GmbH

Die iranische Leitmesse für Baumaschinen und Bergbau Anfang November war laut Ausstellern ein Erfolg. Rückläufige Zahlen gab es dennoch. Grund ist die wirtschaftlich schwierige Lage.

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Peter Bergleiter, Geschäftsführer der IMAG GmbH, eröffnet die IranConMin 2018 gemeinsam mit hochrangigen Vertretern von Verbänden und Industrie. Foto: IMAG GmbH
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Baumaschinen auf dem Außengelände der IranConMin 2018. Foto: IMAG GmbH

Merklicher Rückgang bei den Ausstellern

Die iranische Bau- und Bergbaumesse IranConMin endet mit positivem Ausblick. Die 14. Ausgabe der Fachmesse für Baumaschinen und Bergbau fand vom 2. bis 5. November in Teheran statt. Sie gilt in Iran als Leitmesse und bringt internationale Aussteller mit der iranischen Branche zusammen. Rund 200 Aussteller aus acht Ländern und rund 15.000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast. Im Vorjahr waren noch 288 Aussteller aus 15 Ländern und 20.000 Fachbesucher gekommen.

Der merkliche Rückgang der Teilnehmerzahlen ist auf die aktuelle weltpolitische Lage zurückzuführen. Die USA hatten im August und erneut Anfang November entgegen internationalen Protests schwerwiegende wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran verhängt, um die Regierung zu schärferen Auflagen im Atomabkommen zu zwingen. Damit sind aktuell die iranische Wirtschaft und der internationale Zahlungsverkehr mit Iran stark beeinträchtigt.
Der Atomstreit war eigentlich 2016 beigelegt und die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben worden. Diese positive Entwicklung hatte sich auch auf die Teilnehmerzahlen der vorherigen Ausgaben der IranConMin ausgewirkt. Der Großteil der internationalen Aussteller war mit der diesjährigen Ausgabe der Messe dennoch sehr zufrieden und hob vor allem die geknüpften Kontakte und die persönlichen Kundengespräche hervor. Zudem äußerten sich die Teilnehmer sehr positiv über den wachsenden Markt in Iran, welcher auch international eine gute Plattform bietet.

Der deutsche Veranstalter IMAG GmbH, eine Tochtergesellschaft der Messe München, wertet die Veranstaltung insgesamt als Erfolg. Die IMAG veranstaltet die Messe jährlich mit den Partnern Palar Samaneh Co. und IranMineHouse. Die 15. IranConMin findet vom 3. bis 6. November 2019 in Teheran statt.