präpandemischen Tagen: Die letzte Ausgabe der GaLaBau in Nürnberg fand 2018 statt. Weil Covid-19 die Durchführung 2020 unmöglich macht

Die GaLaBau 2020 in Nürnberg kann nicht wie geplant stattfinden. Das teilen die Nürnberg-Messe und der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) mit. Die GaLaBau findet normalerweise im zweijährigen Turnus auf dem Nürnberger Messegelände statt. Sie zeigt in 14 Hallen und auf Aktionsflächen für Maschinenvorführungen das gesamte Angebotsspektrum für Planung, Bau und Pflege von Urban-, Grün- und Freiflächen und gilt als internationale Leitmesse der Branche. 2018 nahmen 1.253 Aussteller aus 37 Ländern an der Messe teil und 72.000 Gäste besuchten die dreitägige Veranstaltung.

Die GaLaBau soll turnusgemäß wieder 2022 stattfinden. „In unsere Entscheidung […] flossen maßgeblich die Wünsche unserer Aussteller und Besucher mit ein. [Sie] beruht auf einer umfassenden Umfrage unter den für 2020 angemeldeten Ausstellern. Die GaLaBau ist eine Erlebnismesse. Sie lebt insbesondere von Live-Demonstrationen, Wettbewerben und der Möglichkeit, Maschinen, Geräte und Materialien anzufassen und auszuprobieren“, so Petra Wolf aus der Geschäftsleitung der Nürnberger Messe. Die Teilnahme an der Befragung war sehr hoch und habe gezeigt, dass die Bedenken in der Branche aufgrund der Covid-19-Pandemie zu präsent seien, um die Messe im gewohnten Format stattfinden zu lassen. „Oberste Priorität hat für uns, im Sinne der ganzen Branche zu agieren und keine Veranstaltung gegen deren Wunsch durchzuführen.“ ergänzt Lutze von Wurmb, Präsident des BGL. „Wir sind jedoch sehr zuversichtlich, dass Teile der GaLaBau, wie beispielsweise der beliebte Landschaftsgärtner-Cup, vor Ort realisiert und virtuell für Zuschauer übertragen werden könnten. An solchen Überlegungen arbeiten wir nun mit Hochdruck.“ Der bisher geplante Termin der GaLaBau vom 16. bis 19.9. sei dafür vorgesehen.

Die GaLaBau 2022 wird turnusgemäß vom 14. bis 17. September 2022 im Messezentrum Nürnberg stattfinden. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage der Messe unter https://www.galabau-messe.com/de

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LIV-Tagung in Lochau

Stein Magazin

Am 22. Juli 2016 fand die Tagung der Mitglieder des Landesinnungsverbands Bayerischer Steinmetze (LIV) im Seehotel Kaiserstrand im österreichischen Lochau statt. Die Teilnehmer erwartete neben interessanten Themen ein breites kulturelles Rahmenprogramm und eine Studienfahrt in den Bregenzer Wald.

Gruppenbild im Steinbruch
Gruppenbild im Steinbruch des Schwarzachtobler Quarzsandsteins. Foto: LIV
Hermann Rudolph begrüßt  Ernesto Ghenzi
Landesinnungsmeister Hermann Rudolph (rechts) begrüßt Ernesto Ghenzi, Präsident des VSBS, als Ehrengast. Foto: LIV
Johannes Braun Landeslehrlinswart
Lehrlingswart Johannes Braun berichtet von seiner Arbeit und ruft zu Nachwuchskampagnen auf. Foto: LIV
Ausstellung Grenzgänger Hotel Kaiserstand
Ausstellung „Grenzgänger“ des LIV und des VSBS im Garten des Hotels „Kaiserstrand“ in Lochau. Foto: LIV
Die Werke der Künstler können bis Ende August im Garten des Seehotels „Kaiserstrand“ besichtigt werden. Foto: LIV
Besuch des Werkraums in Andelsbuch
Besuch im „Werkraum Bregenzerwald“ in Andelsbuch. Foto: LIV

Zunächst begrüßte Landesinnungsmeister Hermann Rudolph die Teilnehmer und Ernesto Ghenzi, den Präsidenten des Schweizer Steinmetz- und Bildhauerverbands (VSBS). Im Anschluss machte Rudolph auf die Ausstellung „Grenzgänger“ aufmerksam, die gemeinsam mit den Kollegen aus der Schweiz organisiert wurde und bis Ende August auf dem Hotelgelände zu besichtigen ist.

Johannes Braun, Landeslehrlingswart, sprach den Lehrlingsmangel im Steinmetzhandwerk an und appellierte an seine Kollegen, professionelle Außenauftritte wie Nachwuchsmessen zu nutzen. Abschließend gab Hermann Rudolph den nächsten Termin der LIV-Tagung bekannt, die am 1. und 2. Juli 2017 in Landshut stattfinden wird.

Nach der Tagung bestand die Möglichkeit die Oper „Turandot“, eine Vorstellung der Bregenzer Festspiele, zu besuchen. Am Samstag fuhren die Teilnehmer gemeinsam zum „Werkraum Bregenzerwald“ nach Andelsbuch und zum Abschluss besichtigten sie den Steinbruch des Schwarzachtobler Quarzsandsteins.

Ausgezeichnetes Steineschichten

Stein Magazin

Die UNESCO erklärt das Handwerk des Trockenmauerbaus zum immateriellen Kulturerbe.

 

In ihrer Sitzung vom 28. November auf Mauritius hat die UNESCO die Kunst des Trockenmauerbaus zum immateriellen Kulturerbe erklärt. In der Begründung heißt es: „Trockenbaumauern verhindern Bergrutsche, Überschwemmungen oder Lawinen und sichern den Boden vor Erosion oder Verwüstung. Außerdem verbessern sie die Biodiversität und schaffen für die Landwirtschaft ein günstiges Mikroklima.“ Darüber hinaus würdigt die UNESCO die Herstellung von Trockenmauern, die „in perfekter Harmonie mit der Natur“ entstehen. Denn bei dieser Bautechnik, die ohne Mörtel oder ähnliche Bindemittel auskommt, werden bevorzugt Steine aus der direkten Umgebung verwendet. Muss eine Mauer restauriert werden, wird das ursprüngliche Baumaterial wiedereingesetzt.

Besonders in Frankreich, Griechenland, Italien, Slowenien, Spanien, in der Schweiz und auf Zypern prägen Trockenmauern die Landschaft. Aus diesen Ländern kam die Initiative zur Anerkennung der Handwerkstechnik. Die Schweizer Stiftung Umwelteinsatz, die den Antrag unterstützte, betont die kulturhistorische Bedeutung und nennt die Mauern „Landschaftselemente mit hohem ökologischen Potenzial“. Aber auch in anderen europäischen Ländern gibt es historische und neue Trockenmauern. In Deutschland sind sie vor allem in Weinbaugebieten, die an Hängen liegen, verbreitet.

Die ältesten Trockenmauern sind über 5000 Jahre alt

Den Menschen vor 5000 Jahren, aus dieser Zeit stammen die ältesten heute bekannten Trockenmauern, boten diese Mauern einen hervorragenden Schutz für ihre Felder und Tiere. Bauern in der Provence rettete eine Trockenmauer sogar das Leben. Sie errichteten 1721 eine 25 Kilometer lange Mauer als Schutzwall gegen die Pest. Heute gibt jede Gartenzeitschrift Tipps zum Bau von Trockenmauern. Das hat nicht nur mit deren optischer Attraktivität und der relativ einfachen Herstellung zu tun. Für viele Pflanzen und Tiere, deren Überleben bedroht ist, bieten sie beste Bedingungen.

Nachdem die Technik des Trockenmauerns Ende des 20.  Jahrhunderts fast vergessen war, werden heute in verschiedenen Ländern Ausbildungen angeboten. Auf Mallorca gibt es beispielsweise seit 1986 eine Ausbildung für Trockenmaurer, in Deutschland lernen Landschaftsgestalter diese spezielle Mauertechnik.