Fiandre

Not macht bekanntlich erfinderisch, doch müssen dabei keineswegs unliebsame Notlösungen herauskommen. Konferenzschaltungen und Videoseminare gehören mittlerweile zum Alltag und funktionieren. Doch wollten vier Industriepartner für ihre exklusiven Kundenevents, die von der persönlichen Begegnung leben, trotz der widrigen Umstände eine originellere und ansprechendere Form der Zusammenkunft ausprobieren. Seit acht Jahren organisieren der nordrheinwestfälische Sanitärtechnik- und Entwässerungsexperte Dallmer, der Schweizer Badkeramikhersteller Laufen, die belgischen Beleuchtungsexperte Kreon mit Showroom in Köln und das italienische Traditionsunternehmen für Feinsteinzeug Fiandre Architectural Surfaces jährlich fünfmal in wechselnden Städten Informationsveranstaltungen für Architekten. Dafür wählen die Partner stets interessante Architekturumgebungen aus, um ein anregendes und entspanntes Ambiente zu kreieren – den aktuellen Gegegbenheiten geschuldet und einem daraus entstandenen Trend aufgreifend, ging es diesmal in ein Autokino.

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Drive-in: Die Industriepartner Dallmer, Fiandre, Kreon und Laufen hießen am 25. Mai ihre Gäste im Pop-up-Autokino auf dem Hangar des Flughafens Mülheim an der Ruhr willkommen. (Foto: Fiandre Architectural Surfaces)
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Auf Abstand: Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter machten Vorfilme mit Produktpräsentationen der Partner den Auftakt im Kino. (Foto: Fiandre Architectural Surfaces)
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Film ab: Im Anschluss sorgte der Blockbuster „Das perfekte Geheimnis“ von Bora Daktegin für kurzweilige Unterhaltung. (Foto: Fiandre Architectural Surfaces)

Um diesem Anspruch auch während der Kontaktbeschränkungen gerecht werden zu können, organisierten die Partner daher am 26. Mai ein exklusives und bisher einzigartiges Autokinoevent für ihre Architekturkunden. Im Pop-up-Autokino beim Hangar des Flughafens Mülheim an der Ruhr begrüßten die vier Firmen kurz vor Sonnenuntergang etwa 200 Architekten in ihren Wagen. Einladung und Ticket gab es vorab per Mail, der Einlass konnte also kontaktlos durch das Fahrerfenster erfolgen, der Ton wurde über die kinoeigene Frequenz aufs Autoradio übertragen. Mit Popcorn und Getränken versorgt konnten die Teilnehmer komfortabel und sicher in das Abendprogramm starten, ohne aussteigen zu müssen. Nach einer Begrüßung durch Vertreter der Partnerunternehmen hieß es „Film ab“ für das Event.

Vier Vorfilme präsentierten Produktinformationen der Veranstalter: Die ausgeklügelten Dallflex Duschrinnen von Dallmer, die photokatalytische Keramiklinie Active von Fiandre, die maßgeschneiderten Sanitärobjekte „Bespoke“ von Laufen sowie Lichtkonzepte von Kreon Tools of Light. Als Langfilm des Abends stand der Kassenerfolg „Das perfekte Geheimnis“ von Bora Daktegin auf dem Programm.

Angesichts der weiterhin bestehenden Pandemie hatten sich die Partner ein Extra überlegt: Das für die Teilnehmer kostenlose Event war mit einer freiwilligen Spende zugunsten der momentan besonders geforderten Krankenhaus- und Gesundheitsmitarbeiter verbunden. So kamen 1.000 Euro zusammen, die für FFP-2-Atemschutzmasken an den Huyssens-Stift in Essen gehen. Vielleicht ist so eine Art von Veranstaltung ja auch eine interessante Idee für andere Unternehmen aus der Naturstein-, Kunststein- und Keramikbranche sowie den zuliefernden Industriezweigen. Laut Fiandre war das Event ein voller Erfolg – und mitnichten eine Notlösung.

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Steinpflege-Profis gefunden

Stein Magazin

Im Juni hatten wir bereits über die Sommer-Aktion „Best of Steinpflege“ der Finalit Deutschland GmbH berichtet. Das Unternehmen hat mit dem Wettbewerb die besten Vorher-Nachher-Fotos von gereinigten Fliesen, Natursteinen und Kunststeinen gesucht. Voraussetzung war, dass die Steine mit Finalit-Produkten behandelt wurden. Nun stehen die Preisträger fest.

„Die eingereichten Arbeitsbeispiele und die Vielfalt der behandelten Materialen von Betonstein, Schiefer, Granit, Feinsteinzeug, Marmor, Terrazzo, Solnhofener, Sandstein und Cotto hat uns überrascht und gefreut“ so Evangelos Iordanidis, Geschäftsführer Finalit Deutschland GmbH. Aus den zahlreichen Einsendungen kürte die Finalit-Jury die Gewinner des Wettbewerbs:

Die Preisübergabe fand am 21. Juli 2016 im neuen Büro von Finalit in München statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen über 50 Teilnehmer. Im Anschluss an die Prämierung der besten Fotos wurden Michael Duthoo, Andreas Falkensteiner und alle anderen Preisträger mit kühlen Getränken und einem Abendessen im Biergarten gefeiert.

Innovative Kombination

Erst in den 1980er–Jahren hatte die Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel den zentral gelegenen Marktplatz neugestalten lassen. Doch in halbgebundener Bauweise ausgeführt, nahmen die Mängel am Belag immer mehr zu. Der Stadt war klar, dass nur eine umfassende Baumaßnahme langfristig helfen konnte. Die erste Planung sah vor, den Platz in gebundener Bauweise zu sanieren. Doch durch die Firma Metten aus Overath bei Köln wurden die Verantwortlichen auf das Verlegesystem ecostone aus Belgien aufmerksam.

Aufgrund der großen Anzahl von auftretenden Schäden am Belag suchte der Bauingenieur Guy Van Camp aus Belgien nach den Gründen der Mängel und einer entsprechenden Lösung. Die Erkenntnis, dass die Fuge bei hoher Belastung die Schwachstelle ist, führte zu einem Umdenken. Anstatt die Fuge immer steifer auszubilden, um sie stabiler zu machen, musste sie entlastet werden. So entstand die Idee von ecostone.

Einfaches Prinzip

Die Verlegearbeiten hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Boymann aus Dortmund durchgeführt. Beim Reihenverband mussten die Pflasterer zunächst sorgfältig die rund zwei Meter langen Kunststoffschienen auf der ebenen, unverdichteten Bettung anordnen. Die Straße ist im Ellbogenverband verlegt. Aber die Verlegearbeiten folgen dem gleichen Prinzip, auch wenn sie etwas zeitintensiver sind. Denn bei diesem Muster setzt der Pflasterer immer einen Stein, dann eine Schiene, dann wieder einen Stein und so weiter. Und zwischen diesen Arbeitsschritten muss er auch noch die Abstandshalter richtig platzieren. Das Verfahren war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Mitarbeiter der Firma Boymann eine Premiere, die problemlos verlief.

Besonderheiten und positive Erfahrungswerte

Das System von ecostone hat etliche Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der geringeren Steindicke. Ein weiterer Pluspunkt des Schienensystems ist die sofortige Nutzung nach der Verlegung. Zudem ist die Verlegetechnik schnell zu erlernen. Und die Erfahrungen hinsichtlich der horizontalen Stabilität sind positiv, denn bis heute musste keine einzige Fläche ausgebessert werden.

Erfahren Sie mehr über die innovative Verlegetechnik in STEIN 06/2017.