Gotland-Kalkstein ist Schwedischer Stein des Jahres

Stein Magazin

Der fossilienreiche Kalkstein, polierbar, aber säureempfindlich, ist in Deutschland zum Beispiel an der schwedischen Botschaft in Berlin und dem Dom zu Lübeck verbaut.

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Eine der 17 Stationen entlang des neuen U-Bahn-Rings in Kopenhagen ist mit Gotland-Kalkstein verkleidet. Foto: Naturstein Wolf
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In Deutschland ist Naturstein Wolf General-Importeur des Kalksteins. Foto: Naturstein Wolf
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Er ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich geeignet und für einen Kalkstein relativ hart. Foto: Naturstein Wolf.

Fossilienreich, cremefarben bis grau, polierbar

Gotland-Kalkstein ist Teil des kulturellen Erbes im gesamten Ostseeraum. Der schwedische Steinindustrieverband hat ihn deshalb zum Stein des Jahres 2020 gekürt. “Die Idee bei der Ernennung ist, sowohl auf ein fantastisches Baumaterial zu achten, als auch den Stein in einen historischen Kontext zu stellen“, sagt Kai Marklin, Vorsitzender des schwedischen Verbands der Steinindustrie.

Schweden lag vor 400 Millionen Jahren in der Nähe des Äquators: Die heutige Insel Gotland war ein Korallenriff mit Muscheln, Fauna und Schwämmen. Sie finden sich als fossile Abdrücke im Kalkstein. Im frühen Mittelalter wurde Gotland durch seine strategische Lage und den einzigartigen Kalkstein zum Zentrum des Steinhandels im Ostseeraum.

In Deutschland ist Naturstein Wolf General-Importeur des Sedimentgesteins (und verschickt bei Bedarf die genauen Daten-Blätter). Gotland-Kalkstein ist polierbar, säureempfindlich und kommt in den drei Varietäten “Norrvange”, “Södervange” und “Kappelshamn” vor. Farblich reicht er von cremefarben bis grau, Fossilien wie Muscheln und Korralen sind gut sichtbar. Im Ostseeraum findet er sich zum Beispiel an der Sankt-Petri-Kirche, der SEB-Bank, der Sankt-Marien-Kirche, dem Dom und dem Rathaushof in Lübeck, außerdem am Zeughaus und Schnabbelhaus Wismar und am rathaus sowie der Nicolai-Kirche in Rostock.

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Skulptur des Monats: Pastry Art

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Diana Kasko ist studierte Architektin und Hobby-Bäckerin. Mit ihren essbaren Skulpturen „Pastry Art“ vereint sie Beruf und Leidenschaft. Dass die Süßspeisen täuschend echt nach Baumaterialien aussehen, liegt auch an der fotografischen Tätigkeit der Ukrainerin.

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November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
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Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

„Chocolate Block“

Einer ihrer von Stein inspirierten Kreationen ist der „Chocolate Block“: Außen Steinoptik – innen Biskuit, Schokoladen-Creme und zwei Mousse-Sorten. „Der Kuchen ist einer meiner Lieblingsrezepte!“, erklärt Diana Kasko.

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Weitere Informationen

 

Für die äußere Form verwendet sie bei einigen Rezepten selbst entworfene Silikon-Backformen. Auch hier adaptiert die Künstlerin ihr Wissen aus der Baubranche: „Ich habe als Architektin und gearbeitet und 3-D-Modelle gebaut. Als ich angefangen habe, Patisserie zu machen, wollte ich dem Backen etwas Neues hinzufügen. Ich habe festgestellt, dass das Erscheinungsbild genauso wichtig ist wie der Geschmack.“

Weitere Informationen und Rezepte finden Sie auf www.dinarakasko.com.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
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September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
Play Panca 3_Screenshot cyrcus.it
So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
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Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

Praxisvorführung im Steinbruch

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die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)

Am 21. September findet im Steinbruch Epprechstein von 11 bis 14 Uhr eine praktische Vorführung der Untersuchungsmethoden für die Steinbrucherkundung aus dem EU-geförderten Projekt „Sustamining“ statt.

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José Luis Fernández (links) und Avelino Tirado vom Technologiezentrum Aitemin erheben Daten, die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)
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Mittels Bodenradar (GPR) werden räumliche Darstellungen des Steinbruchs ermöglicht und abbauwürdige Bereiche lokalisiert. (Foto: Julia Wolpert)
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Obwohl das System seit über 30 Jahren zur Erkundung von Untergrundstrukturen im Einsatz ist, wurde durch die Verbesserung der Geräte erst jetzt eine Anwendung im Steinbruch möglich. (Foto: Julia Wolpert)

Zum Aufgabenbereich der Initiative zählt unter anderem die Entwicklung einer neuen Technologie zur selektiven Nutzung der Gesteinsvorkommen unter Beachtung von Qualitätsanforderungen an das Produkt und den Bedarf. Darüber hinaus wird diese neue Methode zur Entwicklung und Nutzung neuer Steinbrüche eingesetzt. Hier soll die Qualitätskontrolle durch zerstörungsfreie geophysikalische Methoden ermöglicht werden. Geostatistische Auswertungen dienen zur Abschätzung von Naturstein-Reserven.

Ziel des Projekts ist es, den selektiven und nachhaltigen Abbau von Naturwerkstein zu fördern und zu erleichtern. Mit dem Projekt sollen Prüfmethoden zur zerstörungsfreien Erkundung von Steinbrüchen und die dreidimensionale Erfassung von abbauwürdigen Steinvorkommen entwickelt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich per E-Mail an info@natursteinverband.de für die Praxisvorführung anmelden.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.