Handwerker ohne Website?

Das Handwerk spielt in Deutschland eine wichtige Rolle, dies zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von Gelbe Seiten. Dieser zufolge haben drei Viertel großes oder sehr großes Interesse an handwerklichen Themen und Projekten. Hieraus resultieren auch konkrete Aufträge: 52 Prozent der Deutschen haben in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal einen Handwerker beauftragt. Das Internet ist dabei eine gefragte Informationsquelle, zeigt die Untersuchung: 65 Prozent suchen dort Hilfe bei handwerklichen Projekten rund um Haus oder Wohnung. In der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen recherchieren sogar fast 80 Prozent online.

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James Cridland, Grafik: Gelbe Seiten

Die Handwerker sind auf diese Entwicklung jedoch nur unzureichend vorbereitet, wie eine weitere Studie ergab. Das Marktforschungsinstitut forsa fand – ebenfalls im Auftrag von Gelbe Seiten – heraus, dass lediglich 48 Prozent der Handwerker über eine eigene Webseite verfügen. Ein Grund für die geringe Online-Präsenz ist der Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen in den Unternehmen. Fast zwei Drittel der deutschen Handwerksbetriebe beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter. Auch die Mittel für Werbung sind gering. Bei 62 Prozent der Handwerker liegt das Marketingbudget unter 1.000 Euro pro Jahr. Auch in der mobilen Welt ist das Handwerk noch nicht angekommen. Obwohl mit zunehmender Verbreitung von Smartphones und Tablets Webseiten immer häufiger über mobile Geräte aufgerufen werden, bieten nur 15 Prozent der Handwerksunternehmen eine für mobile Endgeräte optimierte Version ihrer Internetpräsenz an.

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