Mobiles Internet immer wichtiger

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Die mobile Nutzung des Internets gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. 37 Prozent der Bevölkerung benutzt ein Smartphone (gegenüber 24 Prozent 2012). Zudem besitzen inzwischen 13 Prozent ein Tablet – 2012 waren es noch 5 Prozent. Dementsprechend ist der Anteil derjenigen, die das Internet über mobile Endgeräte nutzen auf 40 Prozent gestiegen.

Außerdem geht mit 53 Prozent mehr als jeder zweite stationäre Internetnutzer heute zusätzlich mobil, also über das Datennetz eines Mobilfunkproviders, ins Netz. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Mobile Internetnutzung: Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft«, die das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest für die Initiative D21 und Huawei Technologies durchgeführt hat. 1.005 Deutsche wurden dafür befragt.

In Verbindung mit einer kürzlich veröffentlichten Studie zur Internetpräsenz von Handwerkbetrieben ( http://www.stein-magazin.de/blog/internet-ohne-handwerker.html) des Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag der Gelben Seiten zeigen diese Ergebnisse, dass es für Handwerksbetriebe nicht nur wichtig ist, eine Website zu betreiben, sondern diese auch für die Nutzung auf mobilen Endgeräten zu optimieren.

Die Nutzer des mobilen Internets schätzen vor allem den permanent möglichen Zugang zu Informationen (79 Prozent), gefolgt von der Hilfe bei der Orientierung in einer fremden Umgebung und der Möglichkeit, auch mit weiter entfernten mit Personen in Kontakt zu bleiben (je 69 Prozent). Ein Anstieg der mobilen Nutzung ist jedoch bei allen Nutzungsarten zu erkennen. Am deutlichsten ist er bei sozialen Netzwerken, beim Lesen und Schreiben von E-Mails, der Suche nach Themen und Inhalten, der Nutzung von Informationsdiensten mit ortsgebundenem Bezug und Navigationsdiensten sowie dem Online-Einkauf. Auf datenintensive Anwendungen wie Filme und Videos oder Cloud- und Audio-Dienste wird bisher nur selten mobil zugegriffen.

»Das mobile Internet ist ein wichtiger Wachstumsmotor für den Standort Deutschland. Voraussetzung sind leistungsstarke Mobilfunknetze, die derzeit in Deutschland mit hohem Tempo aufgebaut werden«, erklärt Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Olaf Reus, Mitglied des Vorstands der Initiative D21 und Mitglied der Geschäftsleitung von Huawei Technologies sagte: »Der Auf- und Ausbau eines flächendeckenden und leistungsstarken Breitbandnetzes ist eine wichtige Grundlage für die weitere positive Entwicklung des mobilen Internets. Welche mobilen webbasierten Anwendungsmöglichkeiten uns zukünftig zur Verfügung stehen, lässt sich noch nicht genau voraussagen. Das mobile Anschauen von Filmen und Videos sowie die zahlreichen zu erwartenden Innovationen werden aber die Netzkapazitäten deutlich strapazieren.

Autorin: Doris Assfalg

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Nachruf Helga Elisabeth Trassl

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Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl

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Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag.

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag. Foto: Unsplash

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl. Die 1940 in Wien geborene und zeitlebens überzeugte Österreicherin fühlte sich dennoch in Würzburg heimisch. Frau Trassl war öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein im Innenausbau. Ihre Vereidigung erfolgte 1996 von der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt. Sie war die erste weibliche Sachverständige bei der Kammer auf dem Natursteinsektor.

Die bei ihren ersten Gutachten noch vorhandene Skepsis in der von Männern dominierten Fachwelt war bald verflogen. Frau Trassl überzeugte durch ihre Fachkenntnis und durch ihr Verhandlungsgeschick auch in schwierig gelagerten Fällen. Im ehelichen Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb in Ardagger / Österreich sammelte sie Erfahrung im Versetzen von Naturwerkstein, gewann Überblick über viele Natursteinsorten mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Besonderheiten. Als gelernte Drogisten hatte sie überdies auch fundierte Kenntnisse in Chemie – was damals für Sachverständige in der Natursteinbranche eher selten der Fall war. Nachdem mit der Weiterentwicklung der Verlegematerialien und –Methoden Chemie eine immer größere Rolle spielte, kamen ihr diese Kenntnisse bei ihren Gutachten zugute. Ab 1985 war sie  bis zu dessen Tod mit ihrem zweiten Ehemann Heinz Trassl in dessen Gutachterbüro tätig.

Frau Trassl starb kurz nach ihrem 80. Geburtstag in Würzburg nach langem und mit viel Energie und großer Geduld ausgetragenem Kampf gegen ihre Krankheit.

Fuldas neue Mitte – Platzensemble aus Muschelkalk

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Mit der Erneuerung des Ensembles Universitätsplatz und Borgiasplatz wurde in Fulda ein Kernstück des großen Stadterneuerungsprogramms abgeschlossen. Rund drei Jahre hat es gedauert, bis die Fuldaer Bürger wieder auf ihren beiden zusammenhängenden öffentlichen Plätzen flanieren und feiern konnten. Und sie tun es gerne, denn das neue Innenstadtensemble gilt in der Barockstadt als großer städtebaulicher und architektonischer Wurf.

„Der Platz im Zentrum Fuldas vermittelt zwischen dem kleinräumigen mittelalterlichen Grundriss der Altstadt und dem klaren Raster der gründerzeitlichen Stadterweiterung Richtung Bahnhof“ beschreibt Thomas Dietrich, beteiligter Landschaftsarchitekt der Planergruppe Oberhausen, die städtebauliche Situation. Der inzwischen verstorbene renommierte Münchner Architekt Sepp Ruf hatte den Universitätsplatz und das den Platz dominierende Karstadtgebäude Anfang der 1960er Jahre geplant. Seinen Entwurf galt es, unter den Aspekten der seinerzeit außergewöhnlichen architektonischen Leistung in die Neugestaltung miteinzubeziehen.

Die komplizierte Überlagerung von Anlieferungszone des Kaufhauses und Zufahrt zur Tiefgarage, so Dietrich, hätten dazu geführt, dass der Platz fast zur Hälfte durch Abpflanzungen und Zufahrten belegt war. Da die marode Tiefgarage des denkmalgeschützten Baus 2009 saniert werden musste, entschied sich die Fuldaer Stadtverwaltung, das gesamte Areal aufzuwerten. Mit der Aufgabe, die Funktion der Plätze als ruhigen Aufenthaltsort inmitten der City zu verstärken und denkmalpflegerische Aspekte dabei zu berücksichtigen, wurden die Planergruppe Oberhausen sowie Reith+Wehner Architekten aus Fulda betraut.

„Für das Raster des Platzes als wesentliches Gestaltungselement waren ausführliche Abstimmungen mit dem Denkmalschutz notwendig“, erklärt Landschaftsplaner Dietrich. „Die ursprüngliche Gestaltung, weiße Füllung, schwarze Rasterlinien sollte erkennbar bleiben, jedoch im zeitgemäßen Kontext weniger kontrastreich wirken.“ Die Wahl des Bodenbelags fiel nach zahlreichen Musterterminen schließlich auf die Muschelkalkplatten edelgrau C 60 und antik C 120. Insgesamt lieferte das thüringische Unternehmen Traco 6.300 Quadratmeter Bodenplatten in einer Stärke von zehn Zentimetern.

„Die Platten passten optimal in das auf die Einbauten und Platzabmessungen idealisierte Rastermaß“, sagt Dietrich. Hinzu kamen beleuchtete Sitzelemente und Fontänen. Auch die Fontänenfelder und Sitzbänke bestehen aus dem hellen Naturstein. Diese orientieren sich an einer von dem Hamburger Projektentwickler Max Wehberg entworfenen Serie klassisch-moderner Garten- und Landschaftsmöbel, die zahlreiche Elemente wie Tische, Abfall- und Pflanzenbehälter, Poller und Designobjekte umfasst. Beim Platz bestimmenden Stein, dem sogenannten Kohlplatter Muschelkalk, handelt es sich um einen besonders ausdrucksstarken Stein mit ausgeprägter Bankung, die auf den lagenweisen Eintrag feiner Kalkschlämme und der Vermischung mit Schalentrümmern aus Flora und Fauna vor etwa 230 Millionen Jahren zurückzuführen ist.

Lesen Sie mehr zur mit Muschelkalk gestalteten Mitte Fuldas in STEIN im Juni 2015.