Helfende Hände für Peccia

Die Scuola di Scultura startet ein Crowdfunding. Denn wegen Corona kann sie mindestens drei Monate lang weder Kurse anbieten noch Gäste empfangen.

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Die Schulbetreiber Almute und Alex Naef bitten auf ihrem – derzeit verwaisten – Werkplatz am Fusse des Marmorberges im Tessiner Peccia um die Hilfe der Gemeinschaft. Foto: YouTube-Screenshot

Der Werkplatz der Scuola di Scultura ist leer, die Ateliers verlassen. Statt Hammer und Meißel, die auf Stein treffen, hört man: nichts. Denn Corona trifft auch das Bildhauerzentrum – und zwar existenziell, wie die Verantwortlichen schreiben. Fast ein Drittel des Jahresumsatzes seien „unwiederbringlich verloren“, denn dieser speist sich in erheblichem Maß aus den Einnahmen des Kursbetriebs. Noch sei vieles ungeklärt, doch die Scuola di Scultura muss wahrscheinlich bis zum 8. Juni geschlossen bleiben.

Den Stillstand überbrücken

Neben einem Corona-Kredit soll ein Crowdfunding der Schule in privater Trägerschaft helfen. Auf der Funding-Seite Wemakeit.com schreiben die Organisatoren Almute und Alex Naef: „In der 35-jährigen Geschichte der Bildhauerschule haben wir einiges erlebt. Gemeinsam haben wir viel geschaffen, bewältigt, gelernt. Aus Steinen, die einem im Weg zu liegen scheinen, lässt sich Schönes bauen, wenn helfende Hände zur Stelle sind.“

In einem Video erklären sie außerdem die Situation:

Zu den angesetzten 50.000 Schweizer Franken minimalem Fundingziel fehlen nicht mehr viel: 49.805 CHF konnten die Naefs schon für die Schule sammeln. Als Dankeschön-Optionen gibt es unter anderem Aufkleber, das Buch zur Geschichte der Scuola di Scultura, persönliche Spitzeisen mit Namensgravur und Wochenendseminare.