Stellen frei: Huber Naturstein sucht Menschen

Stein Magazin

Huber Naturstein, Spezialhersteller für hochwertige Natursteinarbeiten, sorgt für gute Nachrichten. Auch während der Coronakrise hat das Unternehmen mit Sitz in Markt Schwaben bei München eine ganze Reihe von offenen Stellen, die kurzfristig besetzt werden sollen. So werden neben Steinmetz(en)/innen und -meister(n)/innen auch fachkundige Mitarbeiter für die Beratung, den Verkauf und das Büro gesucht.

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Die „Stone Gallery“ bei Huber Naturstein in Markt Schwaben nahe München. Foto: Huber Naturstein
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Neben der „Stone Gallery“ gibt es bei Huber Naturstein im östlichen Münchner Umland auch noch die „Stone Library“. Foto: Huber Naturstein

„Für die Erweiterung unseres Unternehmens suchen wir dringend Fachkräfte, die über gute IT-Kenntnisse verfügen und kalkulatorisch in Bezug auf Naturstein sattelfest sind“, erklärt Hubertus Huber, Marketingmanager des Familienbetriebs. Zudem ist man auch an Auszubildenden interessiert. „Wir haben unter huber-naturstein.com/karriere/ eigens eine stets aktuelle Karriereseite eingerichtet, auf der alle Stellenausschreibungen eingesehen werden können“, sagt Hubertus Huber. Die Stone Gallery bei Huber Naturstein Bewerbungen online an karriere@huber-naturstein.com.

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Wie aus dem Boden gewachsen

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In der beschaulichen Altstadt von Recklinghausen fällt seit letztem Jahr ein Gebäude besonders ins Auge: das Museum Jerke. Vom Sockel bis zum Dachfirst ist der Neubau komplett mit blau-grauem Kösseine-Granit umhüllt.

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Die komplette Museumshülle, Außenwände und Dach, ist mit Platten aus Kösseine-Granit verkleidet worden. (Foto: Dr. Werner Jerke)
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Im Dachgeschoss zieht sich die blau-graue Außenverkleidung sogar bis ins Innere fort. (Foto: Dr. Werner Jerke)
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Spielerisches Element beim Treppenaufgang zum Museum: Auch hier ist der Kösseine-Granit verwendet worden. (Foto: Tanja Slasten)
Museum Jerke-Granithandlauf
Der blau-graue Granithandlauf vor leuchtend blauer Beleuchtung. (Foto: Tanja Slasten)
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Der Bauherr und private Kunstsammler Dr. Werner Jerke in seinem Museum für polnische moderne Kunst. (Foto: Tanja Slasten)
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Die blau-graue Granitverkleidung beginnt unterhalb der Bodenoberfläche und scheint somit optisch aus dem Boden zu wachsen. (Foto: Tanja Slasten)
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Das bunte Giebelfenster des inzwischen verstorbenen Künstlers Wojciech Fangor. (Foto: Dr. Werner Jerke)
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Schöne Spiegelung: Die römisch-katholische Kirche St. Peter. (Foto: Dr. Werner Jerke)

Komplette Aussenhülle aus Naturstein

Das kleine schlichte, aber dennoch auffällige Haus ist das dritte Museum am Platz. Es reiht sich ein zwischen der schönen alten Probsteikirche mit ihrer Schatzkammer und dem Ikonenmuseum, das sich 1956 in der Ruhrgebietsstadt ansiedelte. Am 29. April letzten Jahres wurde das neue Museum für polnische moderne Kunst feierlich eröffnet. Die Idee zu dem außergewöhnlichen Bauprojekt hatte der Bauherr und private Kunstsammler Dr. Werner Jerke selbst.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ausstellungsort für seine umfangreiche Kunstsammlung entschied sich der Recklinghausener für ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Kirchplatz. Das alte Haus, das an dieser zentralen Stelle stand, war schon lange unbewohnt und fiel, um dem neuen Museum Platz zu machte, der Abrissbirne zum Opfer. Der kleine Museumsneubau sollte sich, so die Absichten des privaten Kunstliebhabers, sowohl in das idyllische Straßenbild der Altstadt einfügen, sich gleichzeitig aber auch von seiner Umgebung gekonnt abheben. Bei der Gestaltung der Fassade wurde der Bauherr von dem Objekt „Sebald Kontore“ in Nürnberg inspiriert. Dessen Außenwände und auch das Dach sind komplett mit rotem Wiking Granit verkleidet. Für sein eigenes Gebäude suchte Dr. Jerke nach einem Naturstein, der farblich ins Ruhrgebiet passte. Seine Wahl fiel aufgrund des blau-grauen Farbspektrums auf den Kösseine-Granit. Der Name des Granits stammt von dem Berg Kösseine im Fichtelgebirge, wo das Steinmaterial abgebaut wird.

Blau-grauer Monolith aus Granit

Die gesamte steinerne Hülle hat eine Fläche von rund 600 Quadratmetern und scheint im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Boden zu wachsen“. Denn die blau-graue Verkleidung aus Granit beginnt schon unterhalb der Geländeebene. Aufgrund der speziellen Parzellenform verlaufen weder die vier Gebäudeecken im rechten Winkel noch liegen die beiden Giebelwände parallel. Dadurch bedingt ist jede Natursteinplatte, was ihre Abmessungen betrifft, ein Unikat. Die Lieferung des frostbeständigen Kösseine-Granits, die aufwändige Herstellung der einzelnen Plattengrößen sowie die Montage vor Ort, übernahm die Firma Hofmann Naturstein aus Gamburg. Das Unternehmen war auch schon für die rote Außenhülle des Nürnberger Projektes verantwortlich. Doch während deren Oberfläche geflammt wurde, kam beim Museumsbau die sogenannte „Aquapower“-Technik zum Einsatz. Hierbei wird das Oberflächenmaterial mit einem Wasserdruck von 2.000 bar bearbeitet. Dadurch erscheint die blau-graue Oberfläche des Kösseine-Granits noch farbintensiver und erhält zudem eine rauere Haptik.

Mehr Informationen über das Museum Jerke unter www.museumjerke.com.


Hintergrundinformationen zum Kösseine-Granit

Dieser einzigartige blaue Granit wird einem Steinbruch am Südostabhang des Berges Kösseine im Fichtelgebirge gebrochen. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde er unter dem Namen „Imperator“ als Fassadenmaterial in alle Welt verschickt. So finden sich aus dieser Zeit mehrere eindrucksvolle Bauwerke in Brasilien, den USA und Nordafrika. Ihr guter Erhaltungszustand zeugt von der hohen Qualität dieses Granits als Baumaterial.

Das Gestein ist relativ gleichmäßig gefärbt und besteht überwiegend aus bläulichem Alkalifeldspat, grünlich-weißem Plagioklas, grauem Quarz, schwarzem tafeligem Dunkelglimmer (Biotit) sowie silberfarbenem tafeligem Hellglimmer (Muskovit).

Die technischen Werte von KÖSSEINE sind hervorragend:
Wasseraufnahme: 0,42 % (Massebez.), 1,11% (Volumenbez.)
Rohdichte: 2,623 kg/dm³
Biegezugfestigkeit: LEV 15,2 MPa
Abriebfestigkeit: 5,7 m³/50cm²
Ausbruchlast am Ankerdornloch: 2735 N
Der Granit ist frostbeständig und politurfähig.

Schweizer Sandstein

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Die Schweiz ist ein Land der Vielfalt. Die Einwohner sprechen vier Amtssprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Multikulti ist kein Fremdwort: 24 Prozent der Schweizer sind ausländische Mitbürger. Und doch gilt die Schweiz als bodenständige Nation mit Traditionsbewusstsein. Man möchte seine Eigenheiten bewahren. Und so zeigt sich auch Schweizer Sandstein gern als alter Werkstein in neuem Gewand.

Foto© Bärlocher Steinbruch Steinbildhauerei

Im Steinbruch der Firma Bärlocher zum Beispiel, oberhalb der Rorschacher Bucht am Bodensee gelegen, bauen zwölf Mitarbeiter jährlich etwa 10.000 Kubikmeter Rorschacher Sandstein ab und spalten oder sägen ihn vor Ort auf die gewünschten Maße.
Erst kürzlich kam dieser Schweizer Sandstein im Wohnpark Giessen in Meilen zum Einsatz. Zwischen den Sichtbeton-Fertigelementen der Wohnhäuser befindet sich bruchraues Mauerwerk aus Rorschacher Sandstein. Die Sichtflächen und Stoßfugen sind gespalten, die Lagerflächen gespalten oder geflammt. Die Umsetzung des Vorsatzmauerwerkes im Schottischen Verband dauerte auf der Baustelle rund zehn Monate. Die Stoß- und Lagerfugen sind zwischen zwei Millimetern und maximal fünf Millimetern groß. Nach außen sind die Fugen offen, was den Eindruck eine Trockenmauer vermittelt, nach innen sind sie – aus Gründen der Stabilität – mit einem Spezialkleber für Naturwerksteinbeläge vollflächig verklebt.

Foto© Müller Naturstein AG

Am oberen Zürichsee, zwischen Schmerikon und Eschenbach, baut der Natursteinbetrieb Müller in dritter Generation Bollinger Sandstein ab. Der Name des Molassesandsteins leitet sich von der Ortschaft Bollingen ab, in deren Nähe die relativ großen Lagerstätten liegen. Diese Lagerstätten stehen heute nahezu senkrecht und werden daher im Schachtbetrieb, durch in die Tiefe getriebene Brüche, abgebaut. Die wirtschaftliche Abbautiefe liegt bei etwa 50 Metern. Dieser Aufwand lohnt sich nur, weil die Sandsteinschichten sehr mächtig und kaum gestört sind.
Der Abbau ist allerdings nicht das einzige Arbeitsgebiet der Müllers: 1992 investierten die Gebrüder Müller in eine Werkhalle, in der die Rohblöcke mittels Gattersägen, Diamantfräsmaschinen, an der Drehbank oder in der hauseigenen Steinbildhauerei weiterverarbeitet werden.


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Fotos© Emilio Stecher

Etwas weiter südwestlich am Höhenzug Rooterberg gewinnt seit über 65 Jahren die Firma von Emilio Stecher Rooterberger Molassesandstein im eigenen Steinbruch Wiesweid. Rooterberger Sandstein, ehemals eine beliebte Steinsorte, wird heute nur noch dort gewonnen. Nach seiner Blütezeit im 19. Jahrhundert konnte die Region um die Ortschaft Root mit der fortschreitenden Industrialisierung der Branche nicht mithalten.
Der Abbau unterliegt strengen Auflagen und wird mit Sprengstoff durchgeführt. Die großen Lagerflächen des graublauen Steins lassen sich hervorragend spalten und verleihen ihm ein charakteristisches Aussehen. Dieser Schweizer Sandstein hat seine Nische gefunden und dient, dann auch in geschliffener Ausführung, besonders oft als dezenter und neutraler Bodenbelag.

Foto© Carlo Bernasconi AG

Der Vierte im Bunde ist die Carlo Bernasconi AG aus der Berner Region. Der Betrieb gewinnt den Berner Sandstein in den Steinbrüchen Ostermundigen und Krauchthal. In Ostermundigen gewinnt man diesen Schweizer Sandstein schon seit dem 15. Jahrhundert, praktisch alle historischen Bauten der Berner Altstadt bestehen aus ihm. Doch während im 19. Jahrhundert Ostermundigen den größten Steinbruch der Schweiz beherbergte, ist die Familie Bernasconi heute die letzte, die dort ihren Stein gewinnt. Er kommt vor allem für die Denkmalpflege zum Einsatz. Eine wichtige Marktnische, denn passendes Ersatzmaterial für historische Bauten liefern meist nur die schon damals genutzten Lagerstätten.

Mehr über die Schweizer Sandstein erfahren Sie in STEIN im Juli 2014.