Im Garten daheim …

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Im Garten daheim ist Stein schon sehr lange. Man denke nur an die antiken Gartenanlagen. Aber warum ist oft nicht der Steinmetz der erste Ansprechpartner für den Garten? Viele Menschen verbinden mit ihm nur Grabmale. Wege, Mauern, Terrassen, Treppen oder andere Steinarbeiten im Garten werden ihm nicht zugeschrieben. Das muss nicht sein! Das zeigen zwei Natursteinspezialisten für den Garten:

Sieht man die Website des Steinwerkes Haas in Würzburg, gewinnt man einen ganz anderen Eindruck. Grabskulpturen? Keine in Sicht. Die Produkte, die der Steinmetzmeister Michael Haas anbietet, sind überwiegend Steinarbeiten im hochwertigen Innenausbau und Außenbereich. „Der Anteil unserer Natursteinarbeiten im Garten- bzw. Außenbereich liegt bei etwa 60 Prozent”, sagt Michael Haas. In der über 160-jährigen Firmengeschichte waren Projekte im Garten immer schon präsent. Heute sei die Ausführung aber wesentlich eleganter, nicht mehr so einfach und rustikal.

Seine Kunden kommen einerseits aus dem Baubereich: Architekten, Fensterbauer, Verputzer, aber auch eine große Zahl an Landschaftsgärtnern. Andererseits lassen sich viele Privatkunden vom Unternehmen Haas ihr trautes Heim mit Stein verschönern. „Oft sieht man die Kunden nur einmal im Leben“, erzählt Michael Ifland, Mitarbeiter im Steinwerk Haas. Denn das ist ja ein Vorzug von Stein – er hält ein halbes Leben. Aber an Qualität erinnert man sich und empfiehlt sie auch weiter.

Auch der Natursteinhändler Wilfried Krauß setzt auf den Garten. Er führt etwa 80 Prozent seines Umsatzes auf Garten- und Landschaftsbauer zurück. Die restlichen Kunden setzen sich aus Bauunternehmen, privaten Bauherren und schließlich Steinmetzen zusammen. „Ich nehme an, die Ursache liegt darin, dass die Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus sämtliche Arbeiten von der Entwässerung über Belags- und Mauerarbeiten bis zur fertigen Pflanzung aus einer Hand bieten”, so Krauß.

Der Garten dient als Anlage. Bedingt durch Finanzkrise und Niedrigzinsen im Anlagebereich investieren viele private Anleger in Immobilien; gleichzeitig werden bestehende Immobilien aufgewertet, beispielsweise der Gartenbereich. Das sei deutlich spürbar, so Krauß. Sein größter Auftrag: eine Lieferung an das Besucherzentrum BASF in Ludwigshafen – etwa 3.000 Tonnen gesägte Bodenplatten, Massivblöcke, Stufen und andere Elemente aus Granit.

Lesen Sie mehr zur Gartengestaltung mit Naturstein in STEIN im März 2015.

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Digitalbau: BIM-Software und Bau-Apps von Fischer

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An seinem Messestand präsentierte der Befestigungsspezialist unter anderem seine Bemessungssoftware Fixperience und Apps für das Handwerk. Foto: Fischer



Der Befestigungsspezialist Fischer präsentierte auf der Digitalbau in Köln seine Bemessungssoftware Fixperience, Apps für den Bau und BIM-Lösungen.

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An seinem Messestand präsentierte der Befestigungsspezialist unter anderem seine Bemessungssoftware Fixperience und Apps für das Handwerk. Foto: Fischer
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Mit den BIM-Dienstleistungen des Unternehmens lässt sich Building Information Modeling in allen Lebensphasen von Bauwerken bestmöglich nutzen. Foto: Fischer

BIM-Planung mit Bemessungssoftware Fixperience

Auf der neuen Messe Digitalbau, die 2020 zum ersten Mal stattfand, zeigte Fischer seine digitalen Produkte. Zum einen unterstützt das Unternehmen Kunden mit digitalen Zwillingen seiner Produkte. Zum anderen mit neuen BIM-Lösungen für die Erstellung, Verwaltung und Nutzung der Gebäudedatenmodelle.

Neben BIM-kompatiblen Produktdaten zählen dazu Entwürfe bis zur maximalen Detailmodellierung (LOD 500) der digitalen Gebäudemodelle durch Fischer. Hinzu kommen 3D-Scanning und „Field to BIM“. Damit lassen sich vorhandene Bauwerke in das Gebäudedatenmodell übertragen. Umgekehrt ermöglicht der „Fischer BIM to Field Support“, das 3D-Modell punktgenau auf die Baustelle zu projizieren und direkt vor Ort abzumessen.

Zusätzlich präsentierte Fischer seine Bemessungssoftware Fixperience, mit der Planer die Befestigung kompletter Projekte und einzelner Anwendungen planen können. Neue Bemessungsvorschriften werden laufend in die Software implementiert. Der nötige Nachweis auf Basis europaweit gültiger Bemessungsstandards ist so gesichert. Fixperience umfasst eine Ingenieur-Software und spezielle Anwendungsmodule für sieben Gewerke.

Die „Fischer Professional App“ unterstützt Anwender bei der Suche und Berechnung geeigneter Befestigungen. Auch das Startup Craftnote zeigte auf der Messe seine App: Die Projektmanagement- und Kommunikationsplattform für Handwerksbetriebe beschleunigt den Baufortschritt.

Grünes Licht für Centro Internazionale di Scultura

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Lavizzara

Aus jahrelanger Planung wird endlich Realität: Im schweizerischen Peccia, Lavizzara, beginnt noch in diesem Jahr die Umsetzung des Centro Internazionale di Scultura. 

Die Gemeinde Lavizzara hat das Bauvorhaben für ein internationales Bildhauer-Zentrum in Peccia abgesegnet. Das bestätigte die Fondazione Internazionale per la Scultura (FIS). Bereits 1990 waren erste Vorstudien und Pläne für das Großprojekt angestoßen worden. Eine Umsetzung scheiterte jedoch mangels finanzieller Mittel. Mit Unterstützung des Kantons Tessin, der Gemeinde Lavizzara und privaten Spendern sowie einer Anpassung der Projektentwürfe an die Geldmittel der FIS wird das Bildhauer-Zentrum noch in diesem Jahr entstehen. Die FIS beauftragte dafür das Architekturbüro Michele und Francesco Bardelli und rechnet schon im Frühjahr 2019 mit der Eröffnung des Centro Internazionale di Scultura.

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Illustrierte Außenansicht des Centro Internazionale di Scultura in Peccia, Lavizzara, von den Architekten Michele und Francesco Bardelli. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Illustration des offenen Werkplatzes. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Außenansicht des Ausstellungsgebäudes, das als Teil des Centro Internazionale di Scultura geplant ist. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Innenansicht des Ausstellungsgebäudes. Im Hintergrund Donatorenwand im Eingangsbereich des Centro Internazionale di Scultura. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Innenansicht des Künstlerateliers. Foto: Bardelli, Locarno/TI

Tessiner Natur und urbane Hochkultur

Das Zentrum umfasst ein Ausstellungsgebäude am Ortseingang von Peccia. Hier sollen sich auch die Verwaltungsbüros und drei Werkstätten zur Bearbeitung von Stein, Holz und Metall befinden sowie die technischen Installationen. Fünf Künstlerateliers sind vorgesehen, die an einen gemeinsamen Werkplatz anschließen. Die Kunstschaffenden wohnen im Dorf Peccia in individuellen Unterkünften der „Casa degli Artisti“, was auf einer zusätzlichen Initiative beruht und durch die Investition eines privaten Spenders ermöglicht werden kann. Die Ateliers werden in Form von Stipendien jedes Jahr international ausgeschrieben.

Interaktion auf internationalem Niveau

Mit dem Internationalen Bildhauerzentrum inmitten des Tessiner Bergpanoramas soll ein Ort entstehen, wo sich Skulptur-Künstler aus aller Welt und ein interessiertes Publikum begegnen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit heimischen Materialien wie dem Peccia-Marmor, womit das Zentrum an die Arbeit der Scuola di Scultura in Peccia anknüpft. Allein die Scuola zieht jährlich 3.000 Menschen an. Aus kultureller wie touristischer Sicht rechnen Gemeinde und Kanton daher mit weiteren positiven Auswirkungen des Bildhauer-Zentrums auf Leben und Betrieb vor Ort.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf sechs Millionen Franken geschätzt. Für die Betriebskosten der ersten drei Jahre sind von der FIS Rücklagen von einer Million Franken geplant.