Frauen im Handwerk

Stein Magazin

Jasmin Rochau ist eine der besten in ganz Baden-Württemberg und gleichzeitig eine Exotin in ihrem Fachbereich. Denn Fliesenlegerinnen gibt es nur sehr wenige. Die 21-Jährige aus Giengen wurde in ihrer Lehre zur Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin nicht nur Kammersiegerin der Innung Ulm, sondern erreichte beim Landeswettbewerb der besten Fliesenleger in Stuttgart den 4. Platz. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehre wurde Jasmin Rochau als Gesellin bei der Fliesen MACK GmbH fest angestellt. Wir haben mit der jungen Handwerkerin über ihren Beruf gesprochen.

 

STEIN: Wie sind Sie zum Fliesenlegen gekommen?

Jasmin Rochau: Ich wollte eigentlich Schreinerin werden. Schon in meiner Kindheit habe ich zusammen mit meinem Opa viele Sachen aus Holz gebaut. In der neunten Klasse hatte ich mich dann bei sämtlichen Schreinereien beworben. Es wollte mich aber niemand. „Kein Mädchen“, hieß es immer. Auch in der 10. Klasse habe ich es wieder probiert. Dann habe ich ein Berufseinstiegsjahr gemacht und musste ein Praktikum finden. Meine Eltern haben mich darauf hingewiesen, mich doch einmal bei Fliesen MACK zu bewerben. Und so bin ich zum Fliesenlegen gekommen.

Ist es schwierig, sich als Frau in einem von Männern dominierten Handwerk durchzusetzen?

In meinem Betrieb habe ich es nicht schwer. Ich hatte bisher eigentlich noch nie Probleme oder wurde blöd angeredet von wegen „Was macht denn eine Frau auf dem Bau?“. Im Gegenteil: Mit mir sprechen alle offen und finden es toll, dass eine Frau als Fliesenlegerin arbeitet. Oft bin ich sogar besser angesehen als die Männer.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders gut? Und welche Arbeiten mögen Sie weniger?

Außer Sockelkleben gefällt mir eigentlich alles. Das Treppensockelkleben mag von uns keiner. Sonst fällt mir nichts Negatives ein… Gerade arbeite ich auf einer Baustelle, zu der ich über einen halben Kilometer laufen muss, aber das finde ich nicht schlimm. Und schweres Tragen bin ich mittlerweile auch gewohnt.

Macht das die Übung? Sind Sie da mittlerweile routinierter geworden?

Die ersten zwei bis drei Monate bin ich abends ins Bett gefallen und wollte nichts mehr wissen, aber mittlerweile geht es ganz gut. Außer ich habe wirklich 50 Kilogramm zu tragen. Da brauche ich dann auch Hilfe.

Arbeiten Sie als gelernte Fliesenlegerin auch mit Naturstein und haben Sie in den letzten fünf Jahren einen Trend in Sachen Fliesendesign erkannt?

Ab und zu verlegen wir auch Naturstein. Was wir ziemlich oft machen sind großformatige Fliesen – sowohl Keramik als auch Naturstein. Ja, großformatige Fliesen kommen immer mehr.

XXL-Formate verlegen ist auch ein großes Thema in der März-Ausgabe der STEIN. Im Artikel „Naturstein XXL“ ab Seite 18 sehen Sie Jasmin Rochau in Aktion und erfahren, warum sich Architekt und Bauherr eines Wohnhauses in Heidenheim für Jura-Marmor-Fliesen im Format 61 x 61 x 1,3 Zentimeter entschieden haben.

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Armierte Trennlage

Bei der Verlegung im Außenbereich sind Trennlagen mit Knicken und Falten nicht nur unschön, auch wird der Abfluss von Sickerwasser auf der Abdichtung verzögert. Daher hat Gutjahr die armierte Trennlage AquaDrain TR neu entwickelt. Das Armierungsgewebe ist besonders formstabil und verhindert, dass die Trennlage beim Verarbeiten verrutscht.

Oft verrutschen Trennlagen aus herkömmlichen PE-Kunststofffolien, in der Regel zweilagig verlegt, beim Verarbeiten und sorgen für entsprechenden Ärger beim Verleger. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Falten bilden – und sich dadurch Sickerwasser staut oder der Wasserabfluss auf der Abdichtung verzögert wird.

Auf dieses Problem hat Gutjahr reagiert und eine armierte Trennlage für Abdichtungen nach DIN 18531-5 entwickelt. Die zweilagige PE-Folie verfügt über eine innenliegende Gittergewebearmierung, was sie sehr formstabil macht und eine optimale Planlage gewährleistet. Zudem muss die Trennlage nicht, wie konventionelle PE-Folien, zweilagig verarbeitet werden. Denn sie erreicht die notwendige Materialdicke von 0,2 mm durch ihren speziellen „Sandwich-Aufbau“ aus Folie, Gittergewebe und Folie. Das verhindert, dass die Trennlage beim Verarbeiten verrutscht.

Damit ergänzt AquaDrain TR die Gutjahr-Drainagen und aufgestelzten Systeme. Verarbeiter können das komplette System für Balkone und Terrassen aus einer Hand beziehen.
Eine Reportage zu einer ganz besonderen Herausforderung an praktisch alle Komponenten – so auch die dort verwendete Gutjahr-Drainage in Kombination mit Tubag-Drainagemörtel – finden Sie übrigens in STEIN 02/2020 mit der Geschichte „Fähr-Trade“: Der Neubau des Fährterminals von Norderney steht vor dem Deich auf dem Molenkopf am Wattenmeer und muss enormer Bewitterung und großen Wasserlasten trotzden. Die maßgeschneiderte Lösung des Unterbaus für die Entwässerung der begehbaren im Freien liegenden Natursteinflächen im Obergeschoss bzw. auf dem Dach wurde eigens entwickelt.

Neue Köpfe

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Verstärkung im Bereich „grüne Linie“

In Deutschland arbeiten in der MAPEI GmbH über 250 Mitarbeitende u. a. in den Bereichen Fliesen- und Natursteinverlegung, Baustoffe, Fußbodentechnik und Parkett. Damit das Unternehmen mit Sitz in Großostheim auch in Zukunft gut aufgestellt ist, gab es seit Sommer 2017 einige Neueinstellungen.

 

Ralf Schlichting ist seit November letzten Jahres als Verkaufsleiter Nord Ost bei der MAPEI GmbH Deutschland tätig. Der staatlich geprüfte 50-jährige Techniker soll die Positionierung von MAPEI als generalistischer Bauchemielieferant in der Region weiter ausbauen. Er ist ein erfahrener Vertriebsleiter, Branchenkenner und Fachmann, der über langjährige Erfahrungen als technischer Berater und Key Account Manager bei namhaften Baustoffherstellern verfügt. Schlichting unterstützt die strategische Ausrichtung des Unternehmens als generalistischer Anbieter bauchemischer Produkte mit aufeinander abgestimmten Systemlösungen. Systematisch aufeinander abgestimmte Produkte bieten sowohl Handel und Handwerk als auch Planern und Bauherren einen deutlichen Mehrwert. „Der Systemgedanke steht daher bei MAPEI schon immer im Zentrum der Produkt- und Sortimentsgestaltung.“, heißt es auf der Webseite.

 

 

Ein neuer Gebietsleiter ergänzt das Team Fliesen, Naturstein und Baustoffe der MAPEI GmbH. Im Oktober 2017 übernahm Mohamed Loukili (48 Jahre) die Verantwortung für die Region Rhein-Main-Gebiet. Zu den Aufgaben des Vertriebs- und Beratungsprofis gehört es, in enger Zusammenarbeit mit dem Produktmanagement, die Marktanteile der Bauwerksabdichtungen, Sanierungsprodukte und Fugendichtstoff-Produkte – MAPEI „Grünen Linie“ – weiter auszubauen und am Markt zu etablieren. Der gelernte Chemikant verfügt über eine langjährige Erfahrung in der bauchemischen Branche.

Architekten und Planer verlangen heute immer mehr zertifizierte Produkte für umweltfreundliches Bauen. Ein großes Spektrum der insgesamt 1.500 MAPEI-Produkte entspricht daher mittlerweile dem internationalen Bewertungssystem LEED und viele Produkte verfügen über EC-Lizenzen („sehr emissionsarm“) oder sind mit dem bekannten Umweltzeichen „Blauen Engel“ ausgezeichnet. Die Produkte werden in 18 internationalen Forschungszentren immer weiterentwickelt. Das Engagement von MAPEI für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit betrifft alle Anlagen, Produkte und Prozesse. Beim Bau neuer und beim Ausbau bestehender Produktionsanlagen wird ein großer Wert auf Energieeffizienz gelegt.

 

Die Gebietsleitung Nordbaden/Pfalz hat seit Juni 2017 Tobias Sand inne. Der gelernte Bürokaufmann und Handelsfachwirt war zuvor langjährig als Baustoffprofi im Ein- und Verkauf sowie im Außendienst für Spezialbaustoffe tätig. Zu den Aufgaben gehören die Betreuung und Beratung der Handels- und Verarbeiterkunden im Bereich der Keramik und Naturstein sowie neu die Baustoffsysteme „Grüne Linie“ dazu.

 

Die Betreuung und Beratung der Handels- und Verarbeiterkunden im Rhein-Main-Gebiet, Aschaffenburg, Odenwald, Mainz und Wiesbaden hat seit Oktober 2017 Christoph Wußler übernommen. Der 31-jährige gelernte Fliesen-, Platten- und Mosaikleger war nach seiner Ausbildung zum Bautechniker in verantwortlichen Positionen als Bauleiter tätig.