Ein ganz besonderer Fall

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Hier sehen wir einen 400-Tonnen-Block Marmor auf Jungfernflug. Doch keine Sorge, es handelt sich um eine fachmännisch vorbereitete Aktion des Bruchleiters Hans Hauser und seiner Bergkollegen von Lasa Marmo: Der weiße Riese von elf mal fünf Metern Grundfläche wurde gezielt mit drei Meter tiefen Schnitten gelockert. Schließlich mittels Diamantseilsäge gezielt destabilisiert, beförderte ihn die Schwerkraft aus dem insgesamt 80 Meter starken Marmorband des Jennmassivs.

 

(Quelle: Lasa Marmo/Hans Hauser)

STEIN hat die Abbaustätte des weltberühmten Laaser Marmors besucht und viel Erstaunliches zu berichten. Eine umfangreiche Bildergalerie gibt es hier – die ganze Geschichte lesen Sie in STEIN 09/17 ab dem 22. August 2017.

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Die enormen Ausmaße der Portale des Weißwasserbruchs (zur Relation der Fahrer auf dem Radlager) wirken klein im Vergleich zu den Marmorhallen dahinter. (Foto: Philipp Neuman)
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Schweres Gerät scheint wie Spielzeug in den Schiffen der Laaser Marmorbasilika. (Foto: Philipp Neuman)
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Mit gigantischen Sägemaschinen werden die Konturen der zu entnehmenden Partien in das Marmorband geschnitten. (Foto: Philipp Neuman)
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Schon im Bergwerk werden monströse Monolithen per Diamantseilsäge auf immer noch imposantes Radlader-Format gestutzt. (Foto: Philipp Neuman)
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Schneidig: Das Sägewerkzeug ist ein Stahlseil mit Diamantbesatz. Es muss während des Einsatzes mit Wasser gekühlt werden. (Foto: Philipp Neuman)
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Der Mann auf dem Monolithen steuert die erste Kalibrierung der Rohblöcke. Sie erfolgt vor dem Stollen per Radladerjustierung und Diamantseilsäge. (Foto: Philipp Neuman)
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Per Seilbahn verlassen die meisten Blöcke den Weißwasserbruch. Nur was mehr als 18 Tonnen wiegt, erfordert einen Spezialtransport. (Foto: Philipp Neuman)
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Der Weg des Laaser Marmors: Vom Weißwasserbruch im bewaldeten Hang links geht es via Seilbahn auf die Bergflanke rechts. Von dort aus mit einer Schmalspurbahn um dessen Rücken herum und schließlich per Schrägbahn durch die Waldschneise in das Lasa Marmorwerk. (Foto: Philipp Neuman)

Passend zur Marmomac 2017 stellen wir die bedeutenden italienischen Natursteinregionen Südtirol, Verona und Carrara vor. Weitere Infos zur dreiteiligen STEIN-Serie „Italiens Klassiker“ hier

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Das „steinerne Meer“ zwischen Öland und Gotland

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Skandinavien ist bekannt für seine Hartgesteine. Darum führt die Stein-Reise des Geokompetenzzentrum Freiberg in diesem Jahr nach Süd-Schweden – und auch in der STEIN wird es im Sommer eine Strecke zum Thema Skandinavien geben.

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Bei der Exkursion werden unter anderem Steinbrüche besucht. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Abbau von Braennhult-Granit. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Arbeit im Steinbruch Sjöström. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.

Schwedisch Schwarz

Die sechstägige Exkursion hat sich als feste Größe im jährlichen Exkursionskalender für die Steinmetzbranche etabliert. Wie in jedem Jahr bekommen Fachinteressierte einen Überblick über Natursteinvorkommen, -abbau und -referenzen des Landes. Besucht werden Firmen, Steinbrüche, Orte und Objekte in Kristianstad, Vanga, Borgholm (Öland), Gotland und Malmö.

Hilke Domsch vom Geokompetenzzentrum Freiberg erklärt: „In Südschweden gibt es Granite wie Bjärlöv, Bohus oder Flivik, Gneise wie Halmstad oder Vanga und natürlich die als ‚schwedisch Schwarz‘ bekannten Basalte. Etwas unbekannter und dabei traditionell sehr verankert sind die Kalksteine von den Ostseeinseln Öland und Gotland und auch Marmor wie der grüne Brännlykan.“

Auf Öland wird die Firma Naturstenkompaniet besucht – sie gewinnt und verarbeitet den Ölandkalkstein. Unter den Orten sticht die Ostseeinsel Gotland hervor, so Hilke Domsch: „Der Gotland-Kalkstein ist ein wunderschöner heller und harter Kalkstein mit einer einzigartigen Textur. In Verbindung mit der Geschichte der Hanse wird dies ein Highlight der Reise.“

Reiseinformationen

Die Exkursion findet vom 30. April bis 6. Mai 2018 statt – auf Wunsch kann der Reisezeitraum verkürzt werden. Anmeldeschluss ist der 28. März 2018.

Hier finden Sie den interaktiven Informations- und Anmeldeflyer zum Ausfüllen und Versenden.

Europäische Steinestapler starten eine Ausstellung

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram

Im schottischen Dunbar stapelten Künstler im April Steine bei einem Festival zu kunstvollen Skulpturen. Im Mai geben sie ihr Können an Interessierte weiter.

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram
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James Craig Page (Mitte links), Veranstalter des Festivals, mit der Jury. Foto: Laurence Winram
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Ein Teil der Gewinner-Skulptur von Pedro Duran. Foto: Laurence Winram
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Die Steinestapler überlegen gemeinsam, wie sie ihre Kunstform bekannter machen können. Foto: Laurence Winram
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Teil der Ausstellung in Summer Hall. Foto: Laurence Winram

Steinestapler stellen gemeinsam mit Land-Art-Künstlern aus

Steine sind ein tolles Baumaterial – nicht nur für Treppen, Säulen und Co., sondern auch für gestapelte Kunstwerke am Strand. Das zeigen die Ergebnisse des 2. Europäischen Wettbewerbs der Steinestapler, der Ende April für zwei Tage in Dunbar in Schottland stattgefunden hat. 30 Künstler haben angespülte Kiesel und größere Steine aus der Natur mit ruhiger Hand kunstvoll auf Felsen und Sand gestapelt und sich in den Kategorien “Die meisten Steine ausbalanciert”, “Juniormeisterschaft”, “künstlerischer Gewinner” und “Stapeln gegen die Zeit” gemessen. Der Gesamtgewinner ist – wie bereits im letzten Jahr – Pedro Duran aus Spanien. Er bekommt einen finanziellen Zuschuss für seinen Flug nach Texas, wo 2019 der weltweite Wettbewerb in Llano stattfindet.

Die Kunst besteht beim Steinestapeln darin, die Schwerkraft für sich zu nutzen, denn sie ist das einzige, was die Skulpturen zusammenhält. Versierte Künstler bauen zum Beispiel komplette Torbögen ohne eine einzige Kelle Mörtel. Seriöse Stapler verändern die natürliche Umgebung oder gar historisch bedeutende Stätten dabei nicht – beides sind Kritikpunkte von Naturschützern. Sie stapeln besonders gern an Stränden, Flüssen und Seen, weil sie dort häufig besonders schöne Steine finden. 
Noch ist die Steinestapler-Szene eher klein und familiär – und sie könnte ein bisschen mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Um die mediative Kunst in Europa noch bekannter machen, stellen deshalb bis 28. Mai bekannte Steine-Stapler, Land-Art-Künstler und Maler gemeinsam in der Summerhall Gallery in Edinburgh aus und geben an allen Mai-Wochenenden Workshops.