Lernwerkstatt 4.0

Das Programm „Lernwerkstatt 4.0“ hat das Ziel, verschiedene Berufsgruppen auf die Digitalisierung vorzubereiten. Mit dem „Multilabor“ an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen wurde nun das erste Modellprojekt für die Handwerksbranche eröffnet – initiiert vom Wirtschaftsministerium Baden Württemberg.

Digitale Transformation

„Die digitale Transformation unserer Wirtschaft schlägt sich nicht nur in den Arbeitsprozessen und Geschäftsmodellen nieder“, erklärte die Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz bei der Eröffnung letzte Woche. „Sie führt auch zu einem Wandel in der Arbeitswelt und einem Veränderungsbedarf in der Aus- und Weiterbildung.“

Das Projekt wurde eingeführt, um Arbeitnehmer auf den Wandel in der Branche durch die Digitalisierung vorzubereiten. Dazu bietet die Lernwerkstatt Lehrgänge für Beschäftigte und den Nachwuchs an.

16 Lernfabriken

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt sowie bereits 16 weitere Lernfabriken. Bisher lag der Fokus aber auf der Industrie – nun wird auch die digitale Aus- und Weiterbildung in den Gewerken Elektro und Sanitär-Heizung-Klima angeboten. Im Multilabor 4.0 in Esslingen soll insbesondere die Digitalisierung im Gebäude und der Energie- und Umwelttechnik dargestellt werden. Dazu gehören die Themen Gebäudesystemtechnik, Smart Home und Elektrotechnik.

Von dem Projekt profitiert das Handwerk als wichtiger Ausbildungspartner – aber auch der Landkreis. Nachdem eine hohe Resonanz auf das Projekt gab, sollen mit der konzeptionellen Weiterentwicklung bestehende Lücken in der regionalen Verteilung verschiedener Wirtschaftsbereiche geschlossen werden. Geplant ist es, bis 2019 insgesamt 20 Lernwerkstätten in Baden-Württemberg zu eröffnen.

Dialog und Perspektive

Das Projekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und des Baden-Württembergischen Handwerkstages. Ziel des Projekts ist es, Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks in den nächsten zehn Jahren näher zu beleuchten und daraus Unterstützungsmaßnahmen abzuleiten.