Grünes Licht für Centro Internazionale di Scultura

Aus jahrelanger Planung wird endlich Realität: Im schweizerischen Peccia, Lavizzara, beginnt noch in diesem Jahr die Umsetzung des Centro Internazionale di Scultura. 

Die Gemeinde Lavizzara hat das Bauvorhaben für ein internationales Bildhauer-Zentrum in Peccia abgesegnet. Das bestätigte die Fondazione Internazionale per la Scultura (FIS). Bereits 1990 waren erste Vorstudien und Pläne für das Großprojekt angestoßen worden. Eine Umsetzung scheiterte jedoch mangels finanzieller Mittel. Mit Unterstützung des Kantons Tessin, der Gemeinde Lavizzara und privaten Spendern sowie einer Anpassung der Projektentwürfe an die Geldmittel der FIS wird das Bildhauer-Zentrum noch in diesem Jahr entstehen. Die FIS beauftragte dafür das Architekturbüro Michele und Francesco Bardelli und rechnet schon im Frühjahr 2019 mit der Eröffnung des Centro Internazionale di Scultura.

Tessiner Natur und urbane Hochkultur

Das Zentrum umfasst ein Ausstellungsgebäude am Ortseingang von Peccia. Hier sollen sich auch die Verwaltungsbüros und drei Werkstätten zur Bearbeitung von Stein, Holz und Metall befinden sowie die technischen Installationen. Fünf Künstlerateliers sind vorgesehen, die an einen gemeinsamen Werkplatz anschließen. Die Kunstschaffenden wohnen im Dorf Peccia in individuellen Unterkünften der „Casa degli Artisti“, was auf einer zusätzlichen Initiative beruht und durch die Investition eines privaten Spenders ermöglicht werden kann. Die Ateliers werden in Form von Stipendien jedes Jahr international ausgeschrieben.

Interaktion auf internationalem Niveau

Mit dem Internationalen Bildhauerzentrum inmitten des Tessiner Bergpanoramas soll ein Ort entstehen, wo sich Skulptur-Künstler aus aller Welt und ein interessiertes Publikum begegnen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit heimischen Materialien wie dem Peccia-Marmor, womit das Zentrum an die Arbeit der Scuola di Scultura in Peccia anknüpft. Allein die Scuola zieht jährlich 3.000 Menschen an. Aus kultureller wie touristischer Sicht rechnen Gemeinde und Kanton daher mit weiteren positiven Auswirkungen des Bildhauer-Zentrums auf Leben und Betrieb vor Ort.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf sechs Millionen Franken geschätzt. Für die Betriebskosten der ersten drei Jahre sind von der FIS Rücklagen von einer Million Franken geplant.