Naturstein im Außenbereich

Stein Magazin

Auswahl des richtigen Reinigers

Für die Gestaltung von Terrassen im Außenbereich entscheiden sich viele Bauherren für Naturstein oder Betonwerkstein. Wird der neue Belag verfugt, so bleiben Reste von Fugmaterial zurück, die als helle Schleier sichtbar werden. Je nach Oberflächenbeschaffenheit des neuen Terrassenbelags müssen diese mit unterschiedlichen Reinigern entfernt werden.

Wurde mit zementären Fugsystemen gearbeitet, eignet sich für Hartgesteine ein säurehaltiger Zementschleierentferner wie Lithofin MN Zementschleier- und Rostentferner, um rasch und effizient das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Säureempfindliche Materialien, wie unbeschichteter Betonwerkstein oder Kalkstein würden hiervon beschädigt werden und dürfen daher nicht damit gereinigt werden.
Das liegt daran, dass bei der zementären Verfugung Materialien mit hohem Kalkanteil und somit ähnlichen chemischen Eigenschaften aufeinander treffen. Säurehaltige Reiniger lösen relativ spontan Kalk – egal ob aus der Zementmasse oder dem Mineralbestand des Steins. Um Schäden zu vermeiden, sind mild alkalische Reiniger zu verwenden.

Neues Produkt von Lithofin

Lithofin FUGEX ist eine Produktneuheit, die speziell darauf abgestimmt ist, Reste von ein- und zweikomponentigen Pflasterfugenmörteln schnell und sicher zu entfernen. Das Produkt ist frei von Säuren und somit auch für Untergründe wie unbeschichteten Betonwerkstein und Kalkstein geeignet. Lithofin FUGEX löst Reste von drainagefähigen (wasserdurchlässigen) Fugen von der Oberfläche. Die gelförmige Konsistenz erleichtert die Verarbeitung, dennoch ist das Produkt leicht mit Wasser abspülbar.

Tipp: Um Zementschleierreste zu reduzieren, kann bei empfindlichen und saugfähigen Natursteinen die gewählte Imprägnierung bereits einmal dünn vor dem Verfugen aufgetragen werden. Aufgrund der Wasser abweisenden Wirkung wird auf diese Weise das Abwaschen erleichtert.

 

Schutzbehandlung

Auch im Außenbereich wird eine Schutzbehandlung empfohlen. Dazu eignet sich das Produkt Lithofin FLECKSTOP >W<, welches in den Stein einzieht und einen „unsichtbaren“ Schutz bildet. Schmutzbelastetes Wasser und ölige/fettige Verunreinigungen können nicht mehr in die Oberfläche eindringen und sind leichter entfernbar. Imprägnierungen im Außenbereich sollten alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Eine Imprägnierung verändert jedoch nicht die Säureempfindlichkeit sensibler Materialien.

Natursteinschulung

Planen Sie neben Ihrem Außenbereich auch Ihr Bad neu und suchen Anregungen zur Materialauswahl, Barrierefreiheit oder Abdichtsystemen? Dann nehmen Sie teil an unserer Natursteinschulung mit Themenschwerpunkt Innen-, Bad- und Wellnessbereich in Berchtesgaden am 19.09.2019.

Informationen unter: www.lithofin.de/die-natursteinschulung-berchtesgaden
Anmeldung unter: schulung@lithofin.de

Kontakt: LITHOFIN AG  Sabine Ziebart I Heinrich-Otto-Str. 36 I 73240 Wendlingen
Tel.: +49 7024 9403-0 I E-Mail: info@lithofin.deI www.lithofin.de

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Grünes Licht für Centro Internazionale di Scultura

Stein Magazin
Lavizzara

Aus jahrelanger Planung wird endlich Realität: Im schweizerischen Peccia, Lavizzara, beginnt noch in diesem Jahr die Umsetzung des Centro Internazionale di Scultura. 

Die Gemeinde Lavizzara hat das Bauvorhaben für ein internationales Bildhauer-Zentrum in Peccia abgesegnet. Das bestätigte die Fondazione Internazionale per la Scultura (FIS). Bereits 1990 waren erste Vorstudien und Pläne für das Großprojekt angestoßen worden. Eine Umsetzung scheiterte jedoch mangels finanzieller Mittel. Mit Unterstützung des Kantons Tessin, der Gemeinde Lavizzara und privaten Spendern sowie einer Anpassung der Projektentwürfe an die Geldmittel der FIS wird das Bildhauer-Zentrum noch in diesem Jahr entstehen. Die FIS beauftragte dafür das Architekturbüro Michele und Francesco Bardelli und rechnet schon im Frühjahr 2019 mit der Eröffnung des Centro Internazionale di Scultura.

Peccia-Suedansicht
Illustrierte Außenansicht des Centro Internazionale di Scultura in Peccia, Lavizzara, von den Architekten Michele und Francesco Bardelli. Foto: Bardelli, Locarno/TI
CIS-Werkplatz
Illustration des offenen Werkplatzes. Foto: Bardelli, Locarno/TI
Ausstellungsgebaeude-CIS-Peccia
Außenansicht des Ausstellungsgebäudes, das als Teil des Centro Internazionale di Scultura geplant ist. Foto: Bardelli, Locarno/TI
Innenansicht-Ausstellungsgebäude-CIS
Innenansicht des Ausstellungsgebäudes. Im Hintergrund Donatorenwand im Eingangsbereich des Centro Internazionale di Scultura. Foto: Bardelli, Locarno/TI
Atelier-CIS
Innenansicht des Künstlerateliers. Foto: Bardelli, Locarno/TI

Tessiner Natur und urbane Hochkultur

Das Zentrum umfasst ein Ausstellungsgebäude am Ortseingang von Peccia. Hier sollen sich auch die Verwaltungsbüros und drei Werkstätten zur Bearbeitung von Stein, Holz und Metall befinden sowie die technischen Installationen. Fünf Künstlerateliers sind vorgesehen, die an einen gemeinsamen Werkplatz anschließen. Die Kunstschaffenden wohnen im Dorf Peccia in individuellen Unterkünften der „Casa degli Artisti“, was auf einer zusätzlichen Initiative beruht und durch die Investition eines privaten Spenders ermöglicht werden kann. Die Ateliers werden in Form von Stipendien jedes Jahr international ausgeschrieben.

Interaktion auf internationalem Niveau

Mit dem Internationalen Bildhauerzentrum inmitten des Tessiner Bergpanoramas soll ein Ort entstehen, wo sich Skulptur-Künstler aus aller Welt und ein interessiertes Publikum begegnen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit heimischen Materialien wie dem Peccia-Marmor, womit das Zentrum an die Arbeit der Scuola di Scultura in Peccia anknüpft. Allein die Scuola zieht jährlich 3.000 Menschen an. Aus kultureller wie touristischer Sicht rechnen Gemeinde und Kanton daher mit weiteren positiven Auswirkungen des Bildhauer-Zentrums auf Leben und Betrieb vor Ort.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf sechs Millionen Franken geschätzt. Für die Betriebskosten der ersten drei Jahre sind von der FIS Rücklagen von einer Million Franken geplant.

Kunstbegegnung am Kanal

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5 Tonnen. Foto: Thomas Ochs

Unter dem Motto „verbinden / trennen“ entsteht ein Skulpturenweg am Main-Donau-Kanal. Für die Gestaltung des Regnitz-Radweg hat die Kuratorin und Bamberger Bildhauerin Rosa Brunner Künstler zum gemeinsamen Gestalten eingeladen.

Das Projekt entsteht im Auftrag des Flussparadies Franken. Im September 2017 kamen Bildhauer aus vier europäischen Ländern zusammen, um Ideen für den entstehenden Skulpturenweg zu entwickeln. Es soll durch Spenden verwirklicht werden.

Skulpturenweg-Flussparadies-Franken
„Wasserblume“ für den Markt Hirschaid von Petra Lange. Kalkstein bläulich 1 x 2 x 2 Meter, 5 Tonnen. Foto: Thomas Ochs, Petra Lange
Ausstellung_Landratsamt
„Altes Tor“ für den Markt Hirschaid von Petra Lange. Sandstein 3,5 x 3 x 1,5 Meter. Foto: Thomas Ochs, Petra Lange
Petra-Lange
Petra Lange bei der Arbeit am Modell. Foto: Thomas Ochs, Petra Lange
Skulptur-Entwurf-Radweg
„Between“ für den Markt Eggolsheim von Emanuela Camacci. Muschelkalk 1,8 x 0,3 x 2,5 Meter, 1,9 Tonnen. Foto: Thomas Ochs, Emanuela Camacci
Ragnitz-Radweg-Skulpturenweg
„Take Root“ für die Gemeinde Altendorf von Cissy van der Wel. Muschelkalk 1,5 x 1,4 x 2,5 Meter, 7 Tonnen. Foto: Thomas Ochs, Cissy van der Wel
Take-Root
Cissy van der Wel bei der Arbeit am Modell. Foto: Thomas Ochs, Cissy van der Wel

25 Jahre europäische Wasserstraße

Der Main-Donau-Kanal verbindet seit über 25 Jahren als europäische Wasserstraße das Schwarze Meer mit der Nordsee. Er wurde am 25. September 1992 nach 30-jähriger Bauzeit eröffnet. Gleichzeitig stellt er einen massiven Eingriff in die Landschaft dar, welche vom Kanal durchtrennt wird.

Daher sollten die Entwürfe das Thema „verbinden / trennen“ umsetzen: So wie der Main-Donau-Kanal Mensch und Natur verbindet, die entlang des Kanals leben – aber auch diejenigen voneinander trennt, die auf der jeweils anderen Seite des Kanals leben. Ziel ist es, die Kunstwerke an acht Standorten auf beiden Seiten vom Schiff aus betrachten zu können.

Skulpturen in Naturstein

Vier der Entwürfe sind aus Naturstein. Die „Wasserblume“ stammt von der Bildhauerin Petra Lange. Sie möchte die Blume als Sitzbank für den Markt Hirschaid in blauem Kalkstein verwirklichen. Die Idee hinter der Skulptur: Der sonst tief in der Erde verborgene Stein wird an die Oberfläche geholt. Ihr zweiter Entwurf lautet „Altes Tor“: eine Sandstein-Skulptur, die an ein altes Stadttor erinnern soll.

„Between“ für den Markt Eggolsheim von Emanuela Camacci ist eine symbolische Übersetzung des Themas Verbinden und Trennen. Zwei Monolithe aus Muschelkalk greifen ineinander – nach oben hin wird der Spalt zwischen beiden Elementen breiter. Mit den Wurzeln des Menschen beschäftigt sich „Take Root“. Der Entwurf für die Muschelkalk-Skulptur in Altendorf stammt von Cissy van der Wel.

Alle Entwürfe werden in der Ausstellung „Kunstgenuss am Regnitz-Radweg“ gezeigt. Um die Entwürfe zu verwirklichen, sucht das Flussparadies Franken Partner, die das Projekt mit einer Spende unterstützen. Die Ausstellung mit den kleineren Prototypen findet bis 30. Mai 2018 statt. Mehr Infos unter www.regnitzradweg.de und unter www.flussparadies-franken.de.