Neue Spielräume

Die Euphorie über die Leistungen des Trennverfahrens Wasserstrahl wurde bisher durch einige Nachteile gebremst. Mit einer neuen Funktion der SmartCut-Software des österreichischen Anlagenbauers STM werden jetzt kritische Schneideparameter automatisch optimiert. Das spart Kosten und eröffnet neue Spielräume. 

Mit der neuen Software-Funktion „TVL“ werden Schnittgeschwindigkeit, Winkelfehler-Ausgleich, Nachlauf- und Werkzeugkorrektur verbessert. Dadurch können auch Bauteile mit höheren Genauigkeitsanforderungen als bisher kosteneffizient, komfortabel und in sehr guter Qualität mit dem Wasserstrahl geschnitten werden. Außerdem lassen sich auch verschiedene Materialgüten mit der gleichen Einstellung in hoher Qualität verarbeiten. Die TVL-Funktion ist zunächst für das Schneiden von Edel- und Baustahl und Aluminium verfügbar, soll aber zukünftig auch für weitere Materialien angeboten werden.

 

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Mit der neuen „TVL“-Funktion der STM-Software werden die Anwendungsmöglichkeiten - vorerst in der Metallverarbeitung - um Aufgaben wie das Schneiden von präziseren Konturen erweitert. (Foto: Stm Firmenreportage)

 

Neues Einsatzspektrum für Wasserstrahl-Technologie

Anwender geben über die SmartCut-Benutzeroberfläche die wesentlichen Schneidparameter an, bevor die Software die Maschine direkt ansteuert und den Schneidauftrag fast vollautomatisch ausführt. Damit wird das Einsatzspektrum der Wasserstrahl-Technologie erweitert und hat „eine neue Entwicklungsstufe erreicht, die den Vorsprung vor alternativen Trennverfahren noch vergrößern dürfte.“, heißt es in der Pressemeldung von STM. Das Wasserstrahlschneiden bewährt sich vor allem dort, wo spanlose, spananhebende und thermische Fertigungstechniken unzureichende Ergebnisse bringen. Sie zeichnet sich durch einen hohen Automatisierungsgrad, geringe Werkzeugkosten sowie einen geringen Materialverlust und Wartungsbedarf aus.

Voraussetzung für den Einsatz ist eine STM-Anlage mit STM 3Doder STM TAC 12-Schneidkopf. „TVL“ ist ab sofort serienmäßig in der SmartCut-Software enthalten, Bestandsanlagen können über Updates nachgerüstet werden. Für Betreiber von Premium STM-Anlagen sind Software-Updates künftig kostenlos.

 

Testschnitte werden durchgeführt

Interessierte Anwender können in den STM-Testzentren in Schweinfurt und im österreichischen Eben Muster-Werkstücke testschneiden lassen, außerdem bei der Blechexpo in Stuttgart 2019 vom 5. – 8. November, wo auch weitere Live-Demos vorgeführt werden (Halle 5, Stand 5404).

 

Weitere Infos unter:

www.stm.at

und
www.stm-waterjet.de