einen passiven Verstärker aus Carrara Marmor. (Screenshot: YouTube/Marmomac)

Kabellose Lautsprecher für Smartphones sind in Mode. Eine ziemlich immobile, aber enorm stilvolle Lösung zum Raumklanggenuss aus dem Mobiltelefon hat sich der italienische Designer Denis Santachiara einfallen lassen: Der passive Verstärker aus Carrara Marmor, der Alphorn, Parkbank und moderne Ästhetik vereint, ist unsere Skulptur des Monats. Mit dem passenden Budget kann man sein persönliches Wunderhorn nun online ordern.

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Hat „Rock Music“ neu definiert: Designer Denis Santachiara erklärt im Video sein Konzept Play Panca, einen passiven Verstärker aus Carrara Marmor. (Screenshot: YouTube/Marmomac)
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Das Klangmöbel Play Panca wiegt 600 Kilogramm, ist 2,5 Meter lang, bis zu 60 Zentimeter breit und 90 Zentimeter hoch. Das erlesene Chaiselongue für wohlhabende Musikliebhaber wurde durch CNC-Bearbeitung möglich. (Foto: Luca Morandini)
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August 2017: „Rocksound“. (Screenshot: cyrcus.it)
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Nicht ganz preiswert, aber ein echter Hingucker und –hörer: Für 19.000 Euro kann das Gewinnerstück des „Icon Award 2016“ bei cyrcus.it online bestellt werden. (Screenshot: cyrcus.it)

Einfach das Handy aufs Horn legen, Abspielen drücken und schon rockt es aus dem Marmortubus: Play Panca ist Skulptur, Designstück und Gebrauchsgegenstand. Ersonnen vom renommierten italienischen Designer Denis Santachiara, Werke u. a. im New Yorker MoMA, dem japanischen MOMAT und dem Musée des Arts décoratifs zu Paris, wird das Lithophon von der Costa Paolo Co. hergestellt. Das extravagante Klangmöbel besteht aus 600 Kilogramm Carrara Marmor und bietet mit 2,5 Metern länge Platz für drei Personen, wenn man es nicht alleine als Chaiselongue genießen will.

Denis Santachiara ist fasziniert von den neuen Möglichkeiten der Steinbearbeitung und -formgebung, die sich durch CAD-Anwendungen und CNC-Maschinen ergeben. „Ich habe für das Projekt digitale Technik herangezogen, denn das Objekt konnte tatsächlich nur damit hergestellt werden“, sagt er. „Aber ich wollte noch etwas mehr hineinbringen – nämlich Klang. Denn Sound hat einen erheblichen Einfluss auf diese Materialien. Sie können leicht benutzt werden, um Lautsprecher herzustellen.“ (Sehen Sie das gesamte Interview mit Denis Santachiara hier: https://www.youtube.com/watch?v=DJnN3oomk8c )

Die Qualität von Werkstoff, Bearbeitung und künstlerischem Geniegedanken hat allerdings ihren Preis: Eine Play Panca schlägt bei Onlinebestellung mit 19.000 Euro zu Buche. Wer über die entsprechenden Mittel verfügt und sich in das ausgefallene Konzept verliebt hat, findet hier den vertreibenden Webshop: https://cyrcus.it/products/play-panca-sculpure-by-denis-santachiara

Im letzten Jahr gewann Santachiara mit dieser Studie den Icon Award des „Italian Stone Theatre“ der Marmomac. Damit ist sein Werk das Postermotiv der anstehenden Ausgabe der Leitmesse. Auch in diesem Jahr gibt es wieder viel Kunstvolles zu begutachten und Preise für herausragende Leistungen zu vergeben – erfahren Sie mehr im großen Marmomac-Vorbericht in STEIN 09/17. Das Heft erscheint am 22. August 2017.

 

 

Passend zur Marmomac 2017 stellen wir die bedeutenden italienischen Natursteinregionen Südtirol, Verona und Carrara vor. Weitere Infos zur dreiteiligen STEIN-Serie „Italiens Klassiker“ hier

 

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Still in Eile versunken

Stein Magazin
mit der er letztes Wochenende Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft Luzern gewonnen hat. „Die Arbeit ist für mich eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Altersstufen

„Still in Eile versunken“. So Lautet der Titel von Simon Ledergerbers Kunstwerk, mit der er letzte Woche den Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft Luzern gewonnen hat. „Die Arbeit ist für mich eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Altersstufen, die man durchlebt. Die innere Spannkraft verändert sich“, erklärt der Künstler. Als materielle Analogie dazu dient eine rostige Stahlplatte, an deren Ende sich ein rechteckiger Berner Sandstein befindet.

Dies ist bereits die zweite Auszeichnung in Folge – erst zu Beginn des Monats gewann er einen der Förderbeiträge der Kunst und Kulturstiftung des Kanton Uri. Und auch 2018 wird voraussichtlich ein spannendes Jahr für Simon Ledergerber werden: Für die Kunsthalle Arbon wird er im Juni eine Ausstellung mit 600 Quadratmeter Fläche bespielen. Außerdem erhält er im Zuge des Ausstellungspreis in Luzern einen eigenen Raum für seine Kunst: „Das ist eine wichtige Plattform für mich“, erläutert Ledergerber. Wie das Kunstwerk aussehen wird, ist zwar noch nicht klar. Aber fest steht, dass es sich um ein einzelnes Werk handeln wird: „Ich möchte gerne eine Arbeit machen, die den ganzen Raum einnimmt.“

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„Still in Eile versunken“ in der Kunstgesellschaft Luzern. Foto: Mathias Arnold
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„Gigantisches Kleinod“ an der Gotthard-Festung. Foto: Luis Mutter
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Anbringen der Metallstütze am Marmorblock. Foto: Luis Mutter

Gigantisches Kleinod

Auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Raum war das Projekt „Gigantisches Kleinod“, das 2016 in der Ausstellung Dall altra parte vom Haus für Kunst Uri gezeigt wurde. Dabei handelt es sich um einen 300 Kilogramm schweren Quader, der an der Decke der Gotthard-Festung angebracht ist. „Hier wurde vor hundert Jahren gesprengt und von Hand gepickelt. Ich wollte dazu ein von Hand gemeisseltes Gegenstück schaffen.“

Dabei spielte auch das Material eine wichtige Rolle – Ledergerber wählte als Kontrast zum Granit der Festung weißen Marmor.

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Ein großes Interesse des Künstlers gilt auch der Technik, da die Materie auf Strukturen und äußere Bedingungen unterschiedlich reagiert. Insofern entwirft er nicht einfach ein Werk und stellt es fertig – im Gegenteil: Der Weg über die Materie ist wesentlicher Teil der Arbeit.

Was dabei heraus kommt, sind laut eigener Aussage von Ledergerber nicht unbedingt Werke, die sich ins Wohnzimmer stellen lassen. Aber es geht ihm auch nicht darum, verkaufbare Kunst zu machen: „Ich möchte mich der Sache widmen. Man ist dem Werk etwas schuldig.“

Praxisvorführung im Steinbruch

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die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)

Am 21. September findet im Steinbruch Epprechstein von 11 bis 14 Uhr eine praktische Vorführung der Untersuchungsmethoden für die Steinbrucherkundung aus dem EU-geförderten Projekt „Sustamining“ statt.

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José Luis Fernández (links) und Avelino Tirado vom Technologiezentrum Aitemin erheben Daten, die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)
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Mittels Bodenradar (GPR) werden räumliche Darstellungen des Steinbruchs ermöglicht und abbauwürdige Bereiche lokalisiert. (Foto: Julia Wolpert)
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Obwohl das System seit über 30 Jahren zur Erkundung von Untergrundstrukturen im Einsatz ist, wurde durch die Verbesserung der Geräte erst jetzt eine Anwendung im Steinbruch möglich. (Foto: Julia Wolpert)

Zum Aufgabenbereich der Initiative zählt unter anderem die Entwicklung einer neuen Technologie zur selektiven Nutzung der Gesteinsvorkommen unter Beachtung von Qualitätsanforderungen an das Produkt und den Bedarf. Darüber hinaus wird diese neue Methode zur Entwicklung und Nutzung neuer Steinbrüche eingesetzt. Hier soll die Qualitätskontrolle durch zerstörungsfreie geophysikalische Methoden ermöglicht werden. Geostatistische Auswertungen dienen zur Abschätzung von Naturstein-Reserven.

Ziel des Projekts ist es, den selektiven und nachhaltigen Abbau von Naturwerkstein zu fördern und zu erleichtern. Mit dem Projekt sollen Prüfmethoden zur zerstörungsfreien Erkundung von Steinbrüchen und die dreidimensionale Erfassung von abbauwürdigen Steinvorkommen entwickelt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich per E-Mail an info@natursteinverband.de für die Praxisvorführung anmelden.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.