Historische Kommission für Westfalen veranstaltet Sandstein-Workshop



Stein Magazin
WIE HIER AM KAISER-WILHELM-DENKMAL



Programmübersicht zum Sandstein-Workshop

Sandstein aus Obernkirchen ist ein Material-Opa, er wird seit 1.000 Jahren abgebaut. Der Workshop in Westfalen widmet sich im September dem feinkörnigen Gestein.


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OBERN­KIR­CHE­NER SAND­STEIN, WIE HIER AM KAISER-WILHELM-DENKMAL, IST BES­ON­DERS FEINKÖRNIG UND HO­MO­GEN. FOTO: WESLING OBERN­KIR­CHE­NER SAND­STEIN GMBH

Seit 2013 bietet die Historische Kommission die Sandstein-Tagungsreihe an. Sie geht auf die Vielfalt der Naturwerkstoffe und ihre wechselnde Nutzung im Lauf der Jahrhunderte ein. In den Workshops geht es unter anderem um die Einflüsse auf die Architektur der Region und die Steingewinnnung selbst. Obernkirchener Sandstein, 2018 im Fokus, wird in Niedersachsen gewonnen, beeinflusst aber auch Westfalen – und architektonisch die ganze Welt.

Der Plenarsaal und das Treppenhaus des Deutschen Bundestages sind zum Beispiel mit geschliffenem Obernkirchener Sandstein verkleidet. Die Wappenbilder des Nord-Ostseekanals bestehen aus dem Material, die beiden Chortürme des Ulmer Münsters ebenso. Der dazugehörige Steinbruch zählt zu den ältesten der Welt und liefert seit 1.000 Jahren Material. Obernkirchener Sandstein ist sehr feinkörnig und kompakt. Er enthält häufig fossile Einschlüsse wie Muscheln und Überreste von Gräsern oder Holz.

Drei Vorträge von Experten sind vorgesehen:

– Geologe Jochen Lepper spricht zu Vorkommen, Gewinnung und Verwendung

– Denkmalpflegerin Birte Graue berichtet über Obernkirchener Sandstein als Ersatzgestein in der Denkmalpflege

– Historiker Burkhard Beyer erzählt, was es mit Sandstein auf dem Grund der Weser

 auf sich hat

Außerdem können die Teilnehmer den Steinbruch der Firma Wesling besichtigen, wo der Obernkirchener  Sandstein gewonnen wird, sowie deren Verarbeitungsanlagen. Das Werk besteht aus vier Produktionshallen, angeordnet um die traditionelle Steinmetzhütte. Neben klassischem Handwerk setzt das Unternehmen auch auf die moderne Fertigung mit CNC-Bearbeitungszentren.

Der Sandstein-Workshop richtet sich an Fachleute, aber auch Personen, die sich für den Sandstein oder die Ortsgeschichte interessieren. Die Reihe ist interdisziplinär, neben Historikern kommen auch Geologen, Archäologen und Steinmetze zu Wort.


5. Workshop der Reihe „Sandstein in Westfalen“: Obernkirchener Sandstein 
Datum: 22. September 2018 (Anmeldung erforderlich bis 14. September, kostenfrei)

Ort: Festsaal des Stifts Obernkirchen (Zugang über Bergamtsstraße)

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Fit für die VOB/A: Seminar am 26. Juni 2018 in Lübeck

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Vor der Sommerpause bietet die Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein der IHKs und HWKs noch ein Seminar an, das sich mit Ausschreibungen und Angeboten auf Grundlage der aktuellen Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A) beschäftigt.

Referent Oliver Schubert, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR, Leiter Fachgruppevergabe und Vertragswesen, wird die aktuellen Regelungen anhand der Formblätter des Vergabehandbuchs für Baumaßnahmen des Bundes (VHB) zugrunde legen. Das Seminar richtet sich sowohl an Vergabestellen als auch an (Bau-)Unternehmen, die bereits im öffentlichen Markt aktiv sind, Fehler in Angeboten vermeiden und sich erfolgreicher an Ausschreibungen beteiligen wollen. Weitere Inhalte des Seminars betreffen die Rechtsgrundlagen des VOB-Vergabeverfahrens 2018, insbesondere das Landesrecht Schleswig-Holstein. Die Wahl der Vergabeart bzw. die Voraussetzungen für den Beginn des Verfahrens sind ebenso Thema wie der Ablauf des Verfahrens. Dazu gehören die Bekanntmachung und Vergabeunterlagen, Form und Inhalt der Angebote, Fristenplanung und -berechnungen, Prüfung und Wertung der Angebote sowie Informations- und Dokumentationspflichten.

Das Seminar findet am Dienstag, den 26. Juni 2018 von 10 bis 17 Uhr in der Handwerkskammer Lübeck statt.

Die Teilnahmegebühren betragen 150 Euro zzgl. MwSt. für teilnehmende Unternehmen aus Schleswig-Holstein und 190 Euro zzgl. MwSt. für teilnehmende Unternehmen außerhalb des Bundeslandes und der öffentlichen Hand sowie Vergabestellen. Seminarunterlagen und Verpflegung sind im Preis enthalten.

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular sind auf der Website der Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein zu finden: www.abst-sh.de.

Europäisches Stein-Festival 2015

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Das europäische Stein-Festival fand 2015 in Straßburg statt. Vom 26. bis 28. Juni machten etwa 120 Steinmetze und -bildhauer aus 15 Ländern den Vorplatz der berühmten Kathedrale zu ihrem Arbeitsplatz. Zum Thema “Die Botschaft der romanischen Baumeister und der rheinischen Mystik” hauten sie Skulpturen aus Sandstein, die später ersteigert werden konnten.

Straßburg bot die perfekte Kulisse für die Arbeit am Naturstein, aber auch für die Nachwuchsarbeit. Denn im belebten Touristenort Straßburg fanden auch viele junge Leute ihren Weg zu den traditionellen Handwerkern. Martina Hartwich-Wolf von der Kunstgießerei Strassacker, Partner des Festivals, glaubt: “Gerade bedingt durch die Aufgabenstellung und deren Realisation haben einige junge Menschen Interesse an diesem Beruf gefunden.” Von Totenköpfen über Reliefs und Konsolen bis hin zu Fabelwesen reichten die Umsetzungen des Themas aus einem jeweils 20 x 30 x 30 cm großen Sandstein.

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Die Gewinner mit ihren Arbeiten. Foto: Konrad Lenz
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Weitere Impressionen vom Stein-Festival in Straßburg. Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Kunstgießerei Straßacker präsentierte die Vielfalt der Möglichkeiten der Verbindung von Bronze und Naturstein. Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz

Die besten Arbeiten unter den Skulpturen von Lehrlingen, Gesellen oder Meistern auf dem Stein-Festival in Straßburg wurden ausgezeichnet. Die Gewinner sind:

Milleniumspreis der Stadt Straßburg:
Ongky Wijana, Bali.

Meister:
1. Philippe Smith, Kanada
2. Danny Barber, Kanada
3. Nicolas Helmer, Frankreich

Steinmetzlehrlinge:
1.  Martin Kuster, Straßburger Münsterbauhütte / Frankreich
2. Dimitri Marquet, Frankreich
3. Lucas Finance, Frankreich

Steinbildhauerlehrlinge:
1. Gwendoline Barré, Frankreich
2. Tomas Petukauskas, Litauen
3. Richard Bossons, England