Schloss Neuschwanstein aus Stein

„Ich will der Nachwelt etwas hinterlassen“, sagt Thomas Doneis. Seit 2015 arbeitet der Braunschweiger Künstler an einem 22 Tonnen schweren Block aus Udelfangener Sandstein, aus dem das Schloss Neuschwanstein in einem Maßstab 1:62 entstehen soll. Zum 150. Jubiläum des Schlosses will er das Werk am 5. September 2019 vor Ort versteigern. Der Mindestbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro.

Kunstwerk soll sozialem Zweck zugute kommen

„Die Summe ist absolut gerechtfertigt“, findet Doneis. Schließlich habe er mehrere Jahre an dem Objekt gearbeitet und es vornehmlich aus Eigenmitteln finanziert. Nach Abzug der Unkosten soll ein Drittel des Geldes an ein soziales Projekt gespendet werden. Welches das sein wird, ist noch nicht klar.

Thomas Doneis kommt ursprünglich aus Halberstadt bei Magdeburg. Er ist gelernter Facharbeiter für Rinderzucht. Zum Bildhauen kam er als Autodidakt, weshalb er sich auch als „Steinschnitzer“ sieht. Erst war er als Steinmetzhelfer im Gartenbau tätig, heute macht er ausschließlich Kunst.

Intensive Recherche vor Ort

Für das Schloss-Neuschwanstein-Projekt, das unter dem Motto „Kunst trifft Soziales“ läuft, recherchierte Doneis zunächst in Archiven, um Originalskizzen des Schlosses zu finden. In Schwangau am Schloss Neuschwanstein war er bereits vier Mal, um sich das Original aus der Nähe anzuschauen. Ein Fotograf machte darüber hinaus 3.000 Aufnahmen vom Schloss, die Doneis nun als Vorlage für die Rekonstruktion aus Naturstein dienen.

Immer wieder nutzt Thomas Doneis Messen, um vor Ort live an dem Schloss zu arbeiten. Seine nächste große Reise wird nach Nürnberg gehen – zur StoneTec 2018.

In der Facebook-Gruppe Kunst trifft Soziales“ können Sie den Projektfortschritt verfolgen.