Sonderausstellung zu Amethysten in Chemnitz

Stein Magazin

Eine Sonderausstellung zu den Amethyst-Vorkommen im Erzgebirge läuft noch bis 10. März 2019 im Museum für Naturkunde Chemnitz. Neben den funkelnden Exponaten gibt es auch Mitmachstationen für große und kleine Mineralienfreunde.

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Amethyst-Anschliff „Der Frosch“. Das Objekt stammt aus dem Gemeindeteil Gelobtland der sächsischen Stadt Marienberg. Foto: Mike Flemming
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Ein Amethystgang – zu sehen in der Sonderausstellung in Chemnitz. Foto: Thorid Zierold
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Informationen zur Sonderausstellung im Museum für Naturkunde Chemnitz. Foto: Museum für Naturkunde Chemnitz

Eigenheiten von Amethysten

 

Schon der sächsische Kurfürst August der Starke schmückte seine Paläste mit ihm und schenkte ihn seinen Mätressen als Zeichen der Anerkennung: Der violette Amethyst, ein Edelstein aus dem Erzgebirge. Das Museum für Naturkunde Chemnitz widmet dem Schmuckstein eine Ausstellung, die noch bis zum 10. März läuft: „Brillant. Violett. Wandelbar: Amethyst aus dem Herzen des Erzgebirges“.

Die violette Farbe des Steins ist eine Varietät des Minerals Quarz. Durch Eisenatome, die im Kristallgitter die Stelle von Siliziumionen einnehmen, entstehen rosa bis dunkelviolette Farbbereiche. Doch Achtung: Ist er dem Sonnenlicht ausgesetzt, verblasst er. Auch bei Erhitzen auf über 510 Grad Celsius verändert sich die Farbe. „Wenn der Amethyst Geschichten erzählen könnte, dann wären es diese zur heißen Entstehungstemperatur, zum langen Wachstum, zur begeisterten Bergung und brillanten Bearbeitung“, sagt der Mineraliensammler und -händler Jens Häusler.

Amethyst, Bergkristall und Marmor aus dem Erzgebirge

Neben dem Erzgebirge taucht der Edelstein auch in Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland oder Sri Lanka auf. Bereits seit dem 16. Jahrhundert fand man in den mittelerzgebirgischen Orten Wiesenbad, Wolkenstein, Warmbad, Drebach, Falkenbach, Herold, Ehrenfriedersdorf und Geyer Vorkommen von Amethyst, Bergkristall und Marmor. Sie sind in Hohlräumen hydrothermaler Gänge und vulkanischer Gesteine zu entdecken, oft erstrecken sich unterirdisch ganze Labyrinthe mit den Kristallen. Ein solches unterirdische Labyrinth von Amethystgängen diente den Ausstellungsmachern auch als Vorbild für den Aufbau ihrer Ausstellung. Hier kann man auf der bis zu 11 Meter langen Fläche in eine Art natürliches Gangsystem eindringen. Auf Fußböden und Decken und im Ausstellungsraum ausgerichteten Vitrinen sind etwa 300 funkelnde Amethyste zu sehen. Zudem bietet die Sonderausstellung Mitmachstationen für große und kleine Mineralienfreunde, weckt dadurch das Interesse an diesem Gestein und nimmt sie auf die Reise in die Amethyst-Gänge mit.

Am 5. Februar 2019, von 15 bis 16 Uhr, findet eine öffentliche Führung des Mineralienkenners Jens Häusler statt. Interessierte können ohne Voranmeldung teilnehmen. Eintritt: Erwachsene 5 € / Ermäßigt 2,50 € / Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei.

Mehr unter: www.naturkundemuseum-chemnitz.de

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Natursteine schützen mit Imprägnierungen

Stein Magazin

Was sind Imprägnierungen?

Stone+tec abgesagt – Unsere Messe-Themen für Sie zum Nachlesen.

Die derzeitige Situation trifft die gesamte Wirtschaft und hat auch vor der Natursteinbranche keinen Halt gemacht. Planungen für die Stone+tec in Nürnberg waren bereits in vollem Gange und wurden mit Absage der Messe obsolet.

Unser Fokus für die Messe lag auf Imprägnierungen. Wir möchten Ihnen die Inhalte nicht vorenthalten und haben die häufigsten Fragen zusammengefasst. Einen Auszug finden Sie hier – die komplette Aufstellung auf unserer Website: www.lithofin.de/impraegnierungen

Imprägnierungen beugen tiefsitzenden Verschmutzungen von Natursteinoberflächen vor, indem sie in das Gesteinsgefüge einziehen. Durch die reduzierte kapillare Saugfähigkeit können Flecken durch Wasser, Fett und Öl kaum noch entstehen.

Wo werden Imprägnierungen eingesetzt?

Sinnvoll ist der Einsatz von Imprägnierung dort, wo Natursteinoberflächen extremen Fleckbildnern (z.B. Fette, Öle) ausgesetzt sind. Dies können Küchenarbeitsplatten, Waschtische, Böden im Innen- oder Außenbereich sein.

Was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

Es können nur Ergebnisse erzielt werden, wenn der Belag trocken, sauber und fettfrei ist. Um die Schutzwirkung entfalten zu können, bedarf es der korrekten Verarbeitung.

Warten Sie die richtigen Temperaturen ab: Die optimale Oberflächentemperatur liegt zwischen 10°C und 25°C. Rechnen Sie mit einer Trocknungsdauer von ca. 20 – 30 Minuten, je nach Temperatur und Untergrund. Die volle Schutzwirkung entsteht innerhalb von etwa 2 bis 5 Tagen. Während dieser Zeit sollte die Fläche nicht mit Wasser oder Öl belastet werden.

Nutzen sich Imprägnierungen ab?

Der Schutz von imprägnierten Küchenarbeitsplatten verliert auf Grund der täglichen Belastung durch Öl und Fett auf Dauer seine Wirkung. Diese sollte daher gelegentlich aufgefrischt werden.

Unser Tipp:

Lithofin bietet praktische Pflege-Sets im handlichen Koffer oder als Compact-Set in der Faltschachtel zum Auffrischen an. Die Produkte in den Sets sind einfach zu handhaben, dass sie auch gut von Endverbrauchern verarbeitet werden können. Bleiben Sie Ihren Kunden in Erinnerung, indem Sie ihnen ein Set nach dem Einbau der Arbeitsplatte als Geschenk überreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter: www.lithofin.de/impraegnierungen

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Koffer mit Lithofin MN Grundreiniger, wässrige Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto: Lithofin
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Set mit wasserbasierender Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto. Lithofin
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In der Übersicht finden Sie alle Imprägnierungen des Lithofin-Sortiments. Foto: Lithofin

Steinschnuppern in München

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Das städtische Berufsschulzentrum Thomas Wimmer für das Bau- und Kunsthandwerk an der Luisenstraße in München öffnete am 20. Juli 2017 seine Steinmetz- und Holzbildhauerwerkstätten für die Öffentlichkeit, wobei explizit Klassen allgemeinbildender Schulen angesprochen wurden. Die Möglichkeit zum Blick hinter die Kulissen der präsentierten Berufe erfreute sich regen Interesses.

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Station Steinbearbeitung: Die Bildhauerin Dana Knop zeigt externen Schülerinnen und Schülern das Schrifthauen. (Foto: Michael Senn)
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Hartmut Hintner, Gestaltungslehrer für Steinmetze und Steinbildhauer, erläuterte einer Schulklasse Exponate der diesjährigen Sommerausstellung der Münchner Schulen an der Luisenstraße. (Foto: Michael Senn)
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Auf den Gängen des ersten Stockwerks durften sich Interessierte in Kalligraphie versuchen. (Foto: Michael Senn)

Hartmut Hintner, Gestaltungslehrer der Steinmetze und Steinbildhauer, stand inmitten seines Publikums und erläuterte die Beiträge der diesjährigen Sommerausstellung. Eine Führung, um etwaige künftige Schüler über das Ausbildungsangebot im Schulkomplex an der Luisenstraße für Holzbildhauer, Goldschmiede, Steinmetze und Steinbildhauer zu informieren. Nach dem allgemeinen Teil wurden die Klassen aufgeteilt und durften in kleineren Gruppen in insgesamt fünf Werkbereichen ihre Fähigkeiten ausprobieren. Neben den etablierten Stationen Steinbearbeitung und Holzschnitzen gab es diesmal auch Kalligraphie, das Schriftzeichnen, sowie eine Druckwerkstatt und die Möglichkeit, das Ziselieren von Bronze zu entdecken. Hartmut Hintner: “Unsere Schüler zeigen Interessierten, wie wir hier arbeiten. Außerdem können die Besucher selbst ausprobieren, wie man Stein bearbeitet oder Holz schnitzt. Uns geht es darum, Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen und unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.” Deshalb hat Schulleiter Hans Seger Gymnasien, Real- und Mittelschulen in München und Umgebung angeschrieben und deren Abschlussklassen sowie Flüchtlingsklassen zum Tag der offenen Werkstatt eingeladen. Das Konzept gefiel, viele Zusagen trafen ein. Hintner freute sich: “Außerdem kamen viele Jugendliche der umliegenden Schulen vorbei und natürlich auch unsere Ehemaligen.”

In der erstmals eingerichteten Druckwerkstatt hatte sich Barbara Quintus mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein Programm überlegt, das auch Ungeübte bewältigen konnten. “Hier sollen schöne Ergebnisse mit wenig Aufwand erzielt werden”, erklärte sie. Das gelang z. B., indem ein mit Farbe getränkter Faden zwischen zwei Blättern herausgezogen wurde, die mittels einer Druckplatte zusammengepresst waren. Der Zuspruch bestätigte den Ansatz von Quintus – die Druckwerkstatt kam super an.

An der Station Steinbearbeitung konnten Schriften gehauen und verschiedene Handwerkszeuge an einem Muschelkalkblock ausprobiert werden. Hier zeigten sich die Besucher der offenen Werkstatt jedoch etwas passiver: Die Ehrfurcht vor dem Material schien hoch. Viele sahen lieber Bildhauerin Dana Knop zu, wie sie Hieb für Hieb Buchstaben in die Jurakalksteinplatte gravierte, während die für Steinbearbeitung typischen Hammerschläge erschallten.