LAUSTER

Auch wenn mit der Stonetec, die eigentlich letzte Woche stattgefunden hätte, der traditionsreiche Branchentreff der deutschen Naturstein- und Steintechnologie-Szene wegen der Covid-19-Krise auf nächstes Jahr verschoben wurde: Die STEIN-Redaktion hat sich umgehört und präsentiert Ihnen in der Print-Ausgabe 06/2020 schon seit Ende Mai viele Neuigkeiten aus den Bereichen Werkstoff, Bauchemie, Tools & More sowie Kunstgießereien. Diese News erscheinen nun auch online – heute die zweite Folge aus dem Ressort Gesteine, danach folgen Bauchemie, Tools & More und Kunstgießerei.

Lauchheimer Sandstein ist ein gelblich-grüner, feinkörniger, homogen erscheinender, oft geäderter und dichter Eisensandstein. Hier mit gebürsteter Oberfläche. Foto: Lauster Steinbau GmbH
Lauchheimer Sandstein ist ein gelblich-grüner, feinkörniger, homogen erscheinender, oft geäderter und dichter Eisensandstein. Hier mit gebürsteter Oberfläche. Foto: Lauster Steinbau GmbH
Tennenbacher Sandstein ist ein feinkörniger, intensiv roter, homogener Buntsandstein. Hier ist der Tennenbacher Sandstein mit geschliffener Oberfläche abgebildet. Foto: Lauster Steinbau GmbH
Tennenbacher Sandstein ist ein feinkörniger, intensiv roter, homogener Buntsandstein. Hier ist der Tennenbacher Sandstein mit geschliffener Oberfläche abgebildet. Foto: Lauster Steinbau GmbH
Waldenbucher Sandstein ist ein weißer bis weißlich-gelber, mittel- bis grobkörniger Stubensandstein mit geschichteten, teilweise bräunlichen Sedimentstrukturen. Die Oberfläche des Waldenbucher Sandsteins ist hier geschliffen. Foto: Lauster Steinbau GmbH
Waldenbucher Sandstein ist ein weißer bis weißlich-gelber, mittel- bis grobkörniger Stubensandstein mit geschichteten, teilweise bräunlichen Sedimentstrukturen. Die Oberfläche des Waldenbucher Sandsteins ist hier geschliffen. Foto: Lauster Steinbau GmbH

NATURSTEINWOLF

Dieses Jahr hätte Lauster Steinbau sich auf der Stonetec als Partner für Steinmetze, GaLa-Bauer, Bildhauer und Restauratoren für regionale, klimafreundliche Natursteine mit stabilen Lieferketten präsentiert. In den letzten Jahren wurden drei neue Sandsteinbrüche erschlossen, die Materialien Lauchheimer Sandstein, Tennenbacher Sandstein und Waldenbucher Sandstein stehen daher aktuell im Fokus. Lauchheimer Sandstein ist ein gelblichgrüner, feinkörniger, homogen erscheinender, oft geäderter und dichter Eisensandstein. Er eignet sich für Restaurierungen und Bildhauerarbeiten sowie für den GaLa-Bau. Tennenbacher Sandstein ist ein feinkörniger, intensiv roter, homogener Buntsandstein. Er eignet sich für Fassadenbekleidungen, Bodenbeläge, Massivarbeiten und Restaurierungsarbeiten sowie für den GaLa-Bau. Waldenbucher Sandstein ist ein weißer bis weißlich-gelber, mittel- bis grobkörniger Stubensandstein mit geschichteten, teilweise bräunlichen Sedimentstrukturen. Er eignet sich für Fassadenbekleidungen, Bodenbeläge, Massivarbeiten und Restaurierungsarbeiten sowie für den GaLa-Bau. Ergänzt wird dieses Angebot durch die bekannten und bewährten Materialien Maulbronner Sandstein, Niederhofener Sandstein und Gauinger Travertin und die Lauster-Materialien aus den Alpen: Tauerngrün, Dorfergrün und Krastaler Marmor. Alles als Sägestücke, Tranchen und Maßarbeiten lieferbar.
www.laustersteinbau.de

Bei Natursteinwolf ist die News aktuell, dass der Gotland- Kalkstein, für den die Lübecker General-Importeur in Deutschland sind, Schwedens Stein des Jahres ist (auserkoren vom schwedischen Natursteinverband). Der harte Kalkstein begann seine Karriere wohl vor 400 Millionen Jahren als Korallenriff am Äquator. Weil Schweden seit der Hansezeit als „regionaler“ Natursteinlieferant fungiert, bildet dieses Gestein von der Insel Gotland ein gemeinsames kulturelles Erbe des gesamten Ostseeraums. Doch nicht nur an vielen historischen Gebäuden hat es sich bewährt, erst jüngst wurde in Kopenhagen eine neue U-Bahn-Station damit verkleidet – in der Version Norrvange. Der widerstandsfähige helle Kalkstein mit prähistorischen Einschlüssen kommt in zwei weiteren Varietäten vor (Södervange & Kappelshamn), die Grundfarbe ist ein Cremeton oder Grau (Kappelhamn). Natursteinwolf hat eine eigene Homepage dazu.
www.gotland-kalkstein.de

RISSE

RISSE_patagonia_tafel
Imposante Neuerscheinung: Der Pegmatit Patagonia kommt aus Brasilien. Foto: Naturstein Risse GmbH
Ein neuer Quarzit aus Brasilien ist Jeriba Blue mit einem wellenartigen Farbwechsel aus Blau, Grau und warmen Naturtönen. Foto: Naturstein Risse GmbH
Neu im Programm ist auch der Quarzit Jeriba Blue aus Brasilien mit einem wellenartigen Farbwechsel aus Blau, Grau und warmen Naturtönen. Foto: Naturstein Risse GmbH
Der ebenfalls neue Granit Roma Imperiale besitzt einen weißen Hintergrund, versehen mit intensiven goldenen und grauen Adern. Foto: Naturstein Risse GmbH
Der ebenfalls nun erhältliche Granit Roma Imperiale besitzt einen weißen Hintergrund, versehen mit intensiven goldenen und grauen Adern (Herkunftsland: Brasilien). Foto: Naturstein Risse GmbH
Blaugrau mit gelb-orangener Wölkung erscheint der neue Quarzit Santorini. Foto: Naturstein Risse GmbH
Blaugrau mit gelb-orangener Wölkung erscheint der frisch ins Sortiment aufgenommene Quarzit Santorini (ebenfalls aus Brasilien). Foto: Naturstein Risse GmbH

ROKSTYLE / ROKSTYLE LIVING

Naturstein Risse hat eine Vielfalt an Neuigkeiten parat: Zunächst einmal sechs neue Quarzite aus Brasilien: Copacabana (schwarz mit großen weißen Adern), White Silk (weiß mit grazilen anthrazitfarbenen Adern), Santorini (blaugrau mit gelb-orangener Wölkung), Fusion (blau, graugrün bis dunkelgrau, sehr feinkörnig), Jeriba Blue (wellenartige Farbwechsel aus Blau, Grau und warmen Naturtönen), Cristallo Santa Helena (weiß mit feinen beigen und goldenen Adern). Zudem ebenfalls neu aus Brasilien der besonders harte Dolomitmarmor Sequoia Brown, der Granit Roma Imperiale (weißer Hintergrund, intensive goldene und braune Adern) und der spannende Pegmatit Patagonia. Neben dem weißen Marmor Dover White mit grauen Adern (ebenfalls Brasilien) gibt es auch neu im Sortiment Mercury Black aus Indien. Dieser hat einen dunklen Hintergrund mit weißer und grauer Maserung. Hinzu kommen überdies noch das chinesische Vulkangestein Atlantic Stone mit blaugrauem Grundton und die neue Dark Collection des israelischen Herstellers Caesarstone für pflegeleichten und ansprechenden Quarzkomposit (Piatto Black, Oxidian, Empira Black, Black Tempal).
www.naturstein-risse.de

Bei Rokstyle sieht man neben der Produktion von Designer- Grabmälern wie der neuen Version der beliebten „Pusteblume“, dass Menschen auch mitten im Leben auf Nachhaltigkeit und naturnahe Materialien setzen. Gesteine wie Marmor und Granit werden im Wohnbereich immer stärker nachgefragt, etwa als Küchenarbeitsplatte, im Bad oder bei kleinen Wohnaccessoires – und dafür gibt es nun seit einiger Zeit das Label „Rokstyle Living“. Diese Designmarke bietet nun Steakteller aus Naturstein an. Die abgesenkte Oberfläche wurde fein geschliffen, eine besondere Form der Bearbeitung, die eine leichte Struktur aufweist. Die Grillteller sind auch für den Gastroeinsatz geeignet. Darüber hinaus gibt es auch Duftkerzen im Natursteinbecher, Vasen, Windlichter und weitere Wohndeko.
www.rokstyleliving.com
www.rokstyle.de

SÜDTIROL.STEIN

Rabenstein Kamin
Findling an der Feuerstelle: der Südtiroler Rabenstein. Foto: südtirol.stein GmbH
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Strukturstark: Die Verkleidung des offenen Kamins mit Südtiroler Rabenstein, umgesetzt von der Steinmetzwerkstatt Schlienz aus dem Allgäu. Foto: Daniel Probst Bosch
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Gut zu erkennen: die zahlreichen, von der silbrig schimmernden Grundmasse umgebenen Granateinschlüsse des Südtiroler Findlings Rabenstein. Foto: südtirol.stein GmbH
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Das Hartgestein des Findlings Rabenstein aus dem Passeiertal eignet sich auch für Duschbereiche. Die Natursteinausstattung dieser beiden Bäder stammt von der Allgäuer Steinmetzwerkstatt Schlienz. Fotos: Daniel Probst Bosch

Hier steht gerade ein besonderes Unikat im Rampenlicht: der „Rabenstein“. Als besonderes Merkmal dieses Findlings (Gneis) gelten die roten Granateinschlüsse. Der hier von der silbrig schimmernden Grundmasse umschlossene Edelstein wird schon lange von verschiedenen Kulturen als Schutz- und Schmuckstein geschätzt – ob z. B. in der griechischen Mythologie als Bestandteil der Legende um die Entführung der Persephone durch Hades, als Grabbeilage der Wikinger oder schützende Zier an der Rüstung von Kreuzrittern. Traditionell werden Granat magische Kräfte und heilende Wirkung zugesprochen, und er ist ein sehr beliebter Schmuckstein für Trachten. Der Rabenstein ist als Findlingsstein nur in begrenzter Menge erhältlich. Durch einen Steinrutsch kam ein etwa 45 m³ großer und ca. 130 Tonnen schwerer Stein zu Tale. Er eignet sich für Küchenplatten, Abdeckplatten, Treppen, Böden. Verfügbar derzeit in allen Stärken als Bodenplatten in Bahnen, Bahnenbreite 30 und 40 cm, großformatige Bodenplatten, Rohtafeln.
www.suedtirol-stein.com/de/

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Skulptur des Monats: Pastry Art

Stein Magazin

Diana Kasko ist studierte Architektin und Hobby-Bäckerin. Mit ihren essbaren Skulpturen „Pastry Art“ vereint sie Beruf und Leidenschaft. Dass die Süßspeisen täuschend echt nach Baumaterialien aussehen, liegt auch an der fotografischen Tätigkeit der Ukrainerin.

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
Play Panca 3_Screenshot cyrcus.it
So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

„Chocolate Block“

Einer ihrer von Stein inspirierten Kreationen ist der „Chocolate Block“: Außen Steinoptik – innen Biskuit, Schokoladen-Creme und zwei Mousse-Sorten. „Der Kuchen ist einer meiner Lieblingsrezepte!“, erklärt Diana Kasko.

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Weitere Informationen

 

Für die äußere Form verwendet sie bei einigen Rezepten selbst entworfene Silikon-Backformen. Auch hier adaptiert die Künstlerin ihr Wissen aus der Baubranche: „Ich habe als Architektin und gearbeitet und 3-D-Modelle gebaut. Als ich angefangen habe, Patisserie zu machen, wollte ich dem Backen etwas Neues hinzufügen. Ich habe festgestellt, dass das Erscheinungsbild genauso wichtig ist wie der Geschmack.“

Weitere Informationen und Rezepte finden Sie auf www.dinarakasko.com.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
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September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
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Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

Praxisvorführung im Steinbruch

Stein Magazin
die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)

Am 21. September findet im Steinbruch Epprechstein von 11 bis 14 Uhr eine praktische Vorführung der Untersuchungsmethoden für die Steinbrucherkundung aus dem EU-geförderten Projekt „Sustamining“ statt.

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José Luis Fernández (links) und Avelino Tirado vom Technologiezentrum Aitemin erheben Daten, die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)
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Mittels Bodenradar (GPR) werden räumliche Darstellungen des Steinbruchs ermöglicht und abbauwürdige Bereiche lokalisiert. (Foto: Julia Wolpert)
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Obwohl das System seit über 30 Jahren zur Erkundung von Untergrundstrukturen im Einsatz ist, wurde durch die Verbesserung der Geräte erst jetzt eine Anwendung im Steinbruch möglich. (Foto: Julia Wolpert)

Zum Aufgabenbereich der Initiative zählt unter anderem die Entwicklung einer neuen Technologie zur selektiven Nutzung der Gesteinsvorkommen unter Beachtung von Qualitätsanforderungen an das Produkt und den Bedarf. Darüber hinaus wird diese neue Methode zur Entwicklung und Nutzung neuer Steinbrüche eingesetzt. Hier soll die Qualitätskontrolle durch zerstörungsfreie geophysikalische Methoden ermöglicht werden. Geostatistische Auswertungen dienen zur Abschätzung von Naturstein-Reserven.

Ziel des Projekts ist es, den selektiven und nachhaltigen Abbau von Naturwerkstein zu fördern und zu erleichtern. Mit dem Projekt sollen Prüfmethoden zur zerstörungsfreien Erkundung von Steinbrüchen und die dreidimensionale Erfassung von abbauwürdigen Steinvorkommen entwickelt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich per E-Mail an info@natursteinverband.de für die Praxisvorführung anmelden.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.