BAGNARA

Was gibt’s Neues? Es musste schon so einiges ausfallen in diesem denkwürdigen Jahr der Corona-Krise, unter vielem anderem auch die große deutsche Messe für das Steingeschäft Stonetec, welche in dieser Woche stattgefunden hätte. Zudem ereilte uns jüngst die Absage der GaLaBau, ein weiteres Messe-Schwergewicht für viele Branchen des STEIN-Universums. Die Marmomac soll allerdings nach aktueller Aussage der Veranstalter mit modifiziertem Konzept und besonderen Hygieneregeln terminlich wie geplant durchgeführt und die Cersaie nur vom September in den November verschoben werden (STEIN-Online berichtete bereits gestern zu den Entwicklungen hinsichtlich Marmomac und Cersaie sowie der Absage der GaLaBau). Wie sich die Situation für Großveranstaltungen generell in der näheren Zukunft entwickelt, wird sich zeigen müssen. Trotz der 2020er Stoneteclosigkeit hat sich unsere Redaktion umgehört, was gerade frisch zu präsentieren ist für den Steinmarkt – nicht nur bei Firmen, die auf dem traditionsreichen Nürnberger Branchentreff ausgestellt hätten, sondern ganz allgemein – und zeigt Ihnen seit Ende Mai in Ausgabe 06/2020 viele Neuigkeiten aus den Bereichen Werkstoff, Bauchemie, Tools & More sowie Kunstgießereien. Diese News erscheinen nun auch online – heute die erste von zwei Folgen aus dem Ressort Gesteine, danach folgen Bauchemie, Tools & More und Kunstgießerei.

Der Quarrst Kuroca aus Angola poliert
Der Quarzit Kuroca aus Angola poliert. Foto: Nikolaus Bagnara AG
BAGNARA_Kuroca_satin
Der Quarzit Kuroca aus Angola satiniert. Foto: Nikolaus Bagnara AG

DESTAG

Neu in der „Kitchen Selection“ von Bagnara ist der „Kuroca“. Dieser dunkle Quarzit aus Angola mit geaderter Struktur eignet sich gut für elegante Natursteininstallationen im Innen- und bedingt frostbeständig im Außenbereich. Säurebeständig kann das Material unter anderem sehr gut für Küchenarbeitsplatten verwendet werden sowie viele andere großflächige Anwendungen. Erhältlich in poliert oder satiniert. Unter dem Namen „Kitchen Selection“ bietet Bagnara eine exklusive Auswahl an Hartgesteinen, die sich hitze-, wasser-, kratz- und UV-beständig sowie pflegeleicht u. a. hervorragend für den Kücheneinsatz anbieten.
www.bagnara.net 

Basierend auf dem Bestseller „Pusteblume“ aus der Rokstyle-Kollektion wurde das neue Modell RS-E20 kreiert. Ziel war, die überaus erfolgreiche Ornamentik weiter in die vom Zeitgeist gefragte Formensprache zu integrieren. Zweites aktuelles Thema bei Destag ist die Schrift-App mit eingebautem Konfigurator: Sie läuft auf allen Endgeräten und findet laut Hersteller bei den bisherigen Nutzern schon breiten Anklang und Zuspruch.
www.destag-grabmal.de

JUST

Amazonite Extra Top
Außerordentliche Erscheinung: Der brasilianische Pegmatit Amazonite Extra Top. Foto: Just GmbH & Co Naturstein KG
Dover White
Dover White ist ein spannender Marmor aus Brasilien für das Bad, mit Azerocare auch für Küchen geeignet. Foto: Just GmbH & Co Naturstein KG
Ceppo Grey
Das Konglomerat Ceppo Grey aus der Balkanregion, nicht zu verwechseln mit dem Namensvetter Ceppo di Gré. Foto: Just GmbH & Co Naturstein KG

LASA MARMO / KALMO MARBLE

Neben der Badthematik und einem weiter vorangetriebenen Ausbau des Just Architektur & Designzentrums in Hartha mit dem 2020er-Schwerpunkt der Kooperation mit THG Paris, sollte es auf der Stonetec bei Just auch um die Weiterentwicklung des Themas Küche für die Verarbeiter-Kunden gehen. Nicht nur eine Kompaktvariante des neuartigen Just–Küchenkataloges sollte auf der Messe vorgestellt werden, sondern gleich auch noch drei neue Materialien:
Ceppo Grey (Just-Klassifizierung 4 Sterne): Ein der modernen Architektur gerecht werdendes Konglomerat aus der Balkanregion, das mit Hartgesteineinstellung geschnitten und weiterverarbeitet wird. Geeignet z. B. für das Bad und mit Azerocarebehandlung auch für die Küche. Nicht zu verwechseln mit dem Namensvetter Ceppo di Gré.
• Dover White (Just-Klassifizierung 5 Sterne): Ein spannender Marmor aus Brasilien für das Bad und in der Azerocare-Ausführung auch für die Küche geeignet.
• Amazonite Extra Top (Just-Klassifizierung 7 Sterne): Ein Pegmatit, den der Händler zur Extraklasse zählt und wegen seiner außerordentlichen Erscheinung sowie Preis-Kategorie in seinen 7-Sterne-Bereich einordnet.
www.just-naturstein.de

Das junge Unternehmen Kalmo Marble aus Lajen in den Südtiroler Dolomiten fertigt nun stylische Wandelemente aus Laaser Marmor der Sorte „Lasa Venato“. Ohne Corona-Krise wären diese 2020 auf dem Salone del Mobile in Mailand ausgestellt worden. Die Ecke Südtirols, aus der Kalmo stammt, ist eigentlich eher der Holzschnitzerei verbunden. Aber in den Dolomiten kennt man sich naturgem. auch mit Gestein aus. Übrigens: Wer die Designstücke an der Wand lieber dunkel hat, kann diese auch aus baskischem Negro-Marquina-Kalkstein erhalten.
www.kalmo-marble.com/de
www.lasamarmo.it

 

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Es ist biegsam und dennoch robust – mit dem Schiefer-Uhrenarmband „Stone“ ist dem österreichischen Uhrenarmbandhersteller Hirsch ein ganz besonderer Coup gelungen.

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Weltneuheit: Hirsch fertigt erstmals Naturstein-Uhrenarmbänder aus sehr dünn gespaltenem Schiefer, der auf Kautschuk sitzt. Foto: Hirsch Armbänder GmbH
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Zwei Varianten Schiefer fürs Handgelenk, jedes Armband ein Unikat: Links braun auf weißem Kautschuk, rechts grau auf schwarzem Untermaterial. Foto: Hirsch Armbänder GmbH

Sauna- & Tauchgänge möglich

Man kennt Schiefer, den die Bauindustrie wegen seiner leichten Spaltbarkeit schon lange verwendet, bereits als Dachschindel, Schultafel oder Servierplatte. Auch Wanduhren aus Schiefer sind nichts Außergewöhnliches. Der Firma Hirsch ist es aber gelungen, das Sedimentgestein mittels Nanotechnologie so fein zu spalten, dass ein hauchdünnes Steinblatt zum Vorschein kommt, welches kaum etwas wiegt und obendrein flexibel formbar ist. Diese Schieferschicht wird über Kautschuk gelegt und mit einer Faltschließe aus rostfreiem Stahl versehen – fertig ist das Uhrenarmband. Jedes Exemplar verlässt die Produktion dank der Maserung des Steins in einer einzigartigen Farbnuance, durch das Kautschukpolster ist „Stone“ angenehm zu tragen.

Das Uhrenarmband aus Schiefer ist wasserdicht und überlebt Tauchgänge bis zu 300 Metern Tiefe. Es kann in der Sauna getragen werden und bereitet Allergikern keinerlei Probleme. „Stone“ wurde als Mitglied der „Performance“-Linie auf der Uhrenmesse Baselworld 2017 das erste Mal vorgestellt. Bereits 2014 erhielt selbige Linie den Red Dot Design Award für ihre besondere Material-Kombination aus Leder und Kautschuk. Lederverarbeitung gehörte von Anfang an zur Kernkompetenz der Firma Hirsch. 1765 legte Johannes Franz Hirsch in Niederösterreich den Grundstein für das Unternehmen, indem er in einer kleinen Gerberei und Lederei-Werkstatt Schuh- und Sattelleder herstellte – natürlich in Handarbeit wie es zu seiner Zeit üblich war. 170 Jahre später wurde im Hause Hirsch das erste Patent angemeldet: 1935 erfand der Familienbetrieb den Hirsch-Vakuum-Riemen für die Automobilindustrie. Zehn Jahre darauf entstanden die ersten Uhrenarmbänder aus Leder. Produziert wurde auf dem heimischen Küchentisch in Klagenfurt mit einem Taschenmesser und einer Haushaltsnähmaschine.

Internationaler Standard & Designschmiede

Nachdem es Hans Hirsch 1955 gelang, eine fugenlose Verbindung zwischen Ober- und Futterleder zu schaffen, nahm das Unternehmen richtig Fahrt auf: Die Hirsch Rembordé Technik revolutionierte die Uhrenindustrie und gilt heute noch als internationaler Standard. Auch die Uhrenarmbandpräsentation erfuhr durch die Firma Hirsch Aufwind: Große Namen der Design- und Architektenszene beeinflussten über die Jahre die Gestaltung der sogenannten Hirsch Verkaufsautomaten. Dabei handelt es sich um Aufbewahrungssysteme, die die Uhrenbänder erstmals aus der Schublade auf den Verkaufstisch holten. Der Automat des Architekten Hans Hollein schaffte es sogar ins Museum of Modern Art in New York. 1995 kreierte der italienische Designer Matteo Thun ein Verkaufsdisplay, das die Uhrenarmbänder von Hirsch schließlich endgültig im hochwertigen Sektor verankerte.

Seit Beginn der 2000er-Jahre folgt im Hause Hirsch eine innovative Idee der nächsten. Unter der Leitung von Robert Hirsch entstanden beispielsweise das „IDentification“-Armband mit integriertem Mikrochip oder das hautpflegende „Aloe Vera“-Armband. Mit einem Uhrenarmband aus Schiefer, der ja mittlerweile auch als Brille so manche Nase ziert, zeigt das Unternehmen nicht nur sein Gespür für Trends sondern auch seine nachhaltige Firmenphilosophie.

Helfende Hände für Peccia

Stein Magazin

Den Stillstand überbrücken

Die Scuola di Scultura startet ein Crowdfunding. Denn wegen Corona kann sie mindestens drei Monate lang weder Kurse anbieten noch Gäste empfangen.

Der Werkplatz der Scuola di Scultura ist leer, die Ateliers verlassen. Statt Hammer und Meißel, die auf Stein treffen, hört man: nichts. Denn Corona trifft auch das Bildhauerzentrum – und zwar existenziell, wie die Verantwortlichen schreiben. Fast ein Drittel des Jahresumsatzes seien “unwiederbringlich verloren”, denn dieser speist sich in erheblichem Maß aus den Einnahmen des Kursbetriebs. Noch sei vieles ungeklärt, doch die Scuola di Scultura muss wahrscheinlich bis zum 8. Juni geschlossen bleiben.

Neben einem Corona-Kredit soll ein Crowdfunding der Schule in privater Trägerschaft helfen. Auf der Funding-Seite Wemakeit.com schreiben die Organisatoren Almute und Alex Naef: “In der 35-jährigen Geschichte der Bildhauerschule haben wir einiges erlebt. Gemeinsam haben wir viel geschaffen, bewältigt, gelernt. Aus Steinen, die einem im Weg zu liegen scheinen, lässt sich Schönes bauen, wenn helfende Hände zur Stelle sind.”

In einem Video erklären sie außerdem die Situation:

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Weitere Informationen

Zu den angesetzten 50.000 Schweizer Franken minimalem Fundingziel fehlen nicht mehr viel: 49.805 CHF konnten die Naefs schon für die Schule sammeln. Als Dankeschön-Optionen gibt es unter anderem Aufkleber, das Buch zur Geschichte der Scuola di Scultura, persönliche Spitzeisen mit Namensgravur und Wochenendseminare.