SKE

Aufgrund der Absage der Stonetec in Zeiten der Covid-19-Pandemie präsentiert STEINin der Print-Ausgabe 06/2020 dennoch einen Branchenreport mit vielen aktuellen Produktneuigkeiten aus den Bereichen Werkstoff, Bauchemie, Tools & More sowie Kunstgießereien. Diese erscheinen nun auch als Online-Serie, hier der zweite Teil zu „Tools & More“.

Die Firma SKE stellt eine Neuheit aus der Dia-Ceramica-Serie vor: Dia Ceramica W3 100 mm, ein dreistufiges Schleifsystem (plus einem Korn optional). Es soll sich zum Einsatz auf allen Materialien eignen – besonders jedoch für Kunststein oder Keramik. Die Körnungsfolge lautet 1, 2 und 3. Das sehr grobe Korn 0 ist optional verfügbar. Nasseinsatz zur besseren Kühlung der Diamanten und dadurch eine Verlängerung der Standzeit. Alle Diamantschleifscheiben sind mit Klett ausgerüstet, die ideale Drehzahl liegt bei 2000 min-1 (maximal 4500 min-1). Je länger das Korn 2 eingesetzt wird, desto höher wird der Glanz. Die W3 haben einen geringeren Reibungswiderstand, was bei Kunststein oder Keramik die Gefahr der Entstehung von Brandspuren reduziert und Verfärbungen auf hellen Steinen vorbeugt. Der erzielte Glanz entspricht dem Industrieglanz. Ein Einsatzvideo gibt es auf YouTube (youtu.be/Sm21qbtdhWc bzw. nach dem Titel „3 step hand polishing pad for Granite, Quartz and Ceramic“ suchen).
www.ske-diamantwerkzeuge.de

TANOS

Mit der neuen Generation Systainer³ aus seinem patentierten, stapelbaren und verknüpfbaren Systainer-Koffersystem hat Tanos durch die Kooperation mit Bott und Festool ein ganzheitliches und durchdachtes Mobilitätskonzept entwickelt. Die Systainer³-Module können auf ideale Weise den Weg von der Werkstatt oder vom Lager bis zum Kunden verbinden. Das Modell Systainer³ XXL bietet Abmessungen mit viel Volumen als Begleiter für sperrige Güter, großes Material oder Werkzeug. Diese neue Variante ist in zwei Größen erhältlich: Systainer³ XXL 237 – Außenmaße: H 230 x B 792 x T 296 mm
Systainer³ XXL 37 – Außenmaße: H 330 x B 792 x T 296 mm
Das Innenraumvolumen beträgt bis zu 64 Liter. Natürlich ist er auch kombinierbar mit Systainer³ und dem Systainer T-Loc.
www.tanos.de

YOUNGSUN DIATECH

Das Schleifsegment „Bulls Eye“ ist klassisch gesintert. Zwischen Segment und Bindung federt die Halterung aus Spezialgummi beim Schleifen ungewollte Vibration ab. Foto: Youngsun Diatech
Das Schleifsegment „Bulls Eye“ ist klassisch gesintert. Zwischen Segment und Bindung federt die Halterung aus Spezialgummi beim Schleifen ungewollte Vibration ab. Foto: Youngsun Diatech
Der Schleifteller Gyro-Pro ist für verschiedene Materialien ausgelegt. Auch hier sollen die Vibration und die dadurch entstehenden Schallwellen minimiert werden. Foto: Youngsun Diatech
Der Schleifteller Gyro-Pro ist für verschiedene Materialien ausgelegt. Auch hier sollen die Vibration und die dadurch entstehenden Schallwellen minimiert werden. Foto: Youngsun Diatech

Der südkoreanische Werkzeughersteller Youngsun Diatech hat mit „Gyro-Pro“ einen Schleifteller aus Spezialgummi und gesinterten Segmenten sowie mit „Bulls Eye“ ein Schleifsegment für den Maschineneinsatz entwickelt, welches nach gleichem Prinzip aufgebaut ist. Alle gängigen Maschinen sollen sich bestücken lassen. Typische Schlieren, welche durch die ungewollte Vibration des Werkzeugs auf harten Materialien wie Dekton erzeugt werden können, sollen vermieden werden, der Arbeitsvorgang soll recht leise ablaufen. Das Schleifsegment Bulls Eye ist klassisch gesintert, und der Hersteller legte Wert auf ansprechende Formgebung. Zwischen Segment und Bindung federt die Halterung aus Spezialgummi beim Schleifen ungewollte Vibration ab, was zu einem sauberen Schleifbild bei den harten Steinsorten oder z. B. Dekton führen soll. Diese Federung soll sich auch positiv auf die Lebensdauer des Werkzeugs auswirken. Der Schleifteller Gyro-Pro ist für verschiedene Materialien ausgelegt: Von Hartgesteinen bis Marmor, Keramik, Porzellan und Kunststein reicht die Palette. Gyro-Pro funktioniert vom Prinzip her ähnlich und soll noch einmal leiser sein als das Bulls Eye. Auch hier sollen die Vibration und die dadurch entstehenden Schallwellen und Ausschläge bzw. Schlieren auf dem Werkstoff minimiert werden und das Ergebnis sehr fein sein. Besonders gut soll sich die Entwicklung für harte und gleichzeitig relativ spröde Materialien wie Dekton eignen und das Problem des „Chipping“, also des Springens der Kanten, vermeiden. Youngsun Diatech versucht nach eigener Aussage nicht, die Herausforderungen mancher Materialien mit einer weicheren Bindung zu lösen, sondern durch den Aufbau des Werkzeugs selbst. Wir planen übrigens demnächst einen redaktionellen Praxistest. Noch gibt es keinen offiziellen Großhändler im deutschen Sprachraum, die Werkzeuge lassen sich aber über die englischsprachige Homepage beziehen: www.diamond114.com/eng/

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Gestaltungswettbewerb Grabzeichen

Stein Magazin

Der Landesinnungsverband Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk Baden-Württemberg führt seit 1965 jährlich den Gestaltungswettbewerb „Grabzeichen“ durch. Seit knapp 20 Jahren wird der Wettbewerb auch bundesweit ausgeschrieben. Die nächste Einreichungsrunde endet im Februar 2017.

Steinmetze aus ganz Deutschland können sich mit ihren Arbeiten bewerben. Die Jury legt dabei besonderen Wert auf die gestalterische Qualität der Grabzeichen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die eingereichten Arbeiten bereits auf einem Friedhof stehen müssen. Am Ende des Wettbewerbs darf sich der Gewinner über ein Preisgeld bis in Höhe von 1.000 Euro freuen. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Arbeiten zu fördern und die zeitgenössische Bestattungskultur zu stärken.

Erfahren Sie mehr über den Gestaltungswettbewerb und reichen Sie Ihre Arbeiten noch bis zum 28. Februar 2017 ein.

Grabpflege muss man sich leisten können. Das Problem betrifft nicht nur viele zeitgenössische Normalsterbliche, auch für die anstehende Ertüchtigung des Florentiner Grabmals von Michelangelo fehlen derzeit die Mittel. Daher lief ursprünglich bis zum 30. Oktober 2017 eine Spendenaktion der zuständigen gemeinnützigen Organisation Opera di Santa Croce. Weil der notwendige Betrag leider noch nicht zusammengekommen ist, wurde die Kampagne aktuell verlängert, die Arbeiten am Grabmonument und dem dazugehörigen Altar sollen baldmöglichst beginnen.

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Er hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Grablege Michelangelos und seiner Familie muss dringend gesäubert und restauriert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Doppelter Andachtsort: Links der Familienaltar der Buonarroti, rechts das Grabmal. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Vor dem Sarkophag aus Breccia di Seravezza (auch Breccia Medicea genannt) trauern die personifizierten Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei um Michelangelo. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Die Nahaufnahme zeigt: Die Skulpturen aus Bianco di Carrara müssen dringend gesäubert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Erst 2016 entdeckt: Am linken Bildrand etwa auf halber Höhe hat Vasari den verstorbenen Michelangelo als Pharisäer Nikodemus im Altargemälde versteckt. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Seit der Überschwemmung von Florenz 1966 weist das Gemälde des Familienaltars der Buonarroti gravierende Schäden auf, dazu kommen die Ablagerungen der Jahrhunderte. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Vormals Weiß trifft Purpur – Carrara-Marmor und Breccia di Seravezza am Grab Michelangelos und der Seinen. Noch bis 30. Oktober kann für die Restaurierung gespendet werden. (Foto: Opera di Santa Croce)

Es steht nicht gut um das Familiengrab der Buonarroti. Zusammen mit 66 Verwandten ruht Michelangelo in der Basilika Santa Croce zu Florenz, das Andenken an den berühmtesten Sohn des Geschlechts steht im Fokus des Grablege-Ensembles bestehend aus steinernem Monument und angrenzendem Altar. Für die dringenden erhaltenden Maßnahmen werden insgesamt 100.000 Euro benötigt, 15.000 stehen bis dato noch aus.

„Die Skulpturen aus Carrara-Marmor wurden zum letzten Mal vor 22 Jahren gesäubert und haben seither wieder viele Ablagerungen angesetzt“, erklärt Paola Vojnovic, zuständig für die Spendenaktion #InTheNameOfMichelangelo bei Opera di Santa Croce. „Aufgrund der porösen Struktur des Steins können diese eindringen und ihn zerbröseln lassen.“ Eine Säuberung des Ensembles, das im Zentrum eine Büste des Meisters aus Bianco di Carrara auf einem Sarkophag aus purpurner Breccia di Seravezza zeigt, vor dem weiße Carrara-Marmor-Allegorien seiner drei Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei trauern, ist unbedingt sinnvoll.

Direkt links neben dem Grabmal, 1570 von Michelangelos Freund Giorgio Vasari entworfen, findet sich der Familienaltar der Buonarroti mit einem Altargemälde, geschaffen vom selben Künstler. Hier reichen die Schäden weiter – und das seit vielen Jahren. Das Bild (Öl auf Pappelholz, 1572) wurde durch die große Überschwemmung in Florenz 1966 stark beschädigt. Weil der gesamte Reparaturbedarf in der Stadt immens war, wurde das Gemälde damals nur notdürftig gesichert. Zudem ist es durch Staub und Schmutzablagerungen der Jahrhunderte stark eingedunkelt. So entdeckte man erst kürzlich eine Darstellung Michelangelos in der Figurenkomposition, der zu seiner eigenen letzten Ruhestätte hinüberblickt. Säuberungs- und Sicherungsarbeiten sind dringend durchzuführen.

Für das Projekt werden noch 15.000 Euro benötigt, spenden kann man online über den Donate-Button auf http://santacroceopera.it/michelangelo/. Auch Kleinbeträge helfen, wie Paola Vojnovic unterstreicht: „Wir freuen uns über jeden, der vielleicht auch nur 25 oder 50 Euro beisteuert.“ Alle Spender werden übrigens ebenfalls in Santa Croce verewigt: In einem Buch der Spender im Archiv dieser Basilica minor. Für größere Zuwendungen von Privatpersonen oder Firmen (5.000, 10.000 oder gar 15.000 Euro) sind noch speziellere Ehrungen vorgesehen, wie z. B. eine Plakette am Eingang des Gotteshauses.

 

Zu Carrara-Marmor, aus dem Michelangelo zu Lebzeiten herausragende Kunstwerke schuf und welchen auch Vasari für das Grabmal des Meisters heranzog, lesen Sie übrigens mehr in STEIN 11/17 in Teil 3 unserer Serie „Italiens Klassiker“.